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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2010

Wir werden unsere Marktführerschaft im Festnetz­ und Breitbandgeschäft auch im nächsten Jahr behaupten können. Allerdings ist dieser Markt nahezu gesättigt und wird durch Anschlussverluste geprägt sein. Der Wett­ bewerb im Festnetz­ und Breitbandgeschäft wird auch in den kommenden Jahren immer stärker werden. Unser TV­Angebot Entertain wollen wir weiter im Massenmarkt etablieren. Dieses Ziel wollen wir mit einem aus­ gebauten 3D­ und HD­Angebot, neuen Funktionen sowie neuen Verbreitungs­ wegen – beispielsweise über Satellit – erreichen. Auf den intensiven Wettbewerb im deutschen Mobilfunk­Markt sind wir schon jetzt gut vorbereitet: Unsere neue Tarifstruktur orientiert sich noch stärker als in der Vergangenheit an den Bedürfnissen unserer Kunden. Unser Angebot an Endgeräten umfasst attraktive Smartphones aus der Windows Phone­ und Android­Reihe sowie weiterhin das Apple iPhone mit exklusiven Applikationen für unsere Kunden. Der Wachstumstreiber mobiles Internet profitiert von den steigenden Smartphone­Absätzen. Die Bundesnetzagentur hat entschieden, die Preise für Anrufzustellung im Mobilfunk um fast 50% auf 3,36 ct pro Minute zu senken. Das wird sich voraussichtlich im nächsten Jahr negativ auf unsere Serviceumsätze im Mobilfunk auswirken. Insgesamt sollten sich unsere Serviceumsätze im Mobilfunk dennoch weiterhin positiv entwickeln und unsere Datenumsätze weiterhin stark wachsen. Für den Zeitraum von 2010 bis 2012 beträgt das geplante Investitions­ volumen des operativen Segments Deutschland mehr als 10 Mrd.€. Damit werden wir hauptsächlich in unsere strategischen Wachstums­ und Inno­ vationsfelder investieren, beispielsweise in unsere Netzstrukturen im Fest­ netz und Mobilfunk. So bauen wir seit Juni 2010 in ländlichen Gebieten unsere LTE­Standorte aus und wollen ab April 2011 mit der offiziellen Vermarktung unseres LTE­Angebots beginnen. Unsere Angebotsstruktur werden wir entsprechend mit neuen Angeboten, wie z. B. Call & Surf Comfort via Funk, erweitern. Auch der Glasfaserausbau (FTTx) wird nach einigen erfolgreichen Pilotprojekten – u. a. in Brandenburg – in den kommenden Jahren eine größere Rolle spielen. Im Rahmen von „One Company“ möchten wir unsere Geschäftsstruktur noch enger an den Bedürfnissen der Kunden ausrichten. Daher werden wir ab dem ersten Quartal 2011 unseren Kundenstamm erstmals nach privater und geschäftlicher Nutzung zusammenfassen – und nicht mehr nach Mobilfunk­ und Festnetz. Diese Neuausrichtung wird sich auch in der Berichterstattung der Geschäftszahlen widerspiegeln. Europa. Im operativen Segment Europa wollen wir unsere starke Marktposition weiterhin verteidigen bzw. unsere Marktanteile in einigen Ländern ausbauen. Im Sinne unserer Strategie von vernetztem Leben streben wir an, unsere Privat­ und Geschäftskunden mit neuen intelligenten Endgeräten und attraktiven Tarifen zu überzeugen. Außerdem wollen wir unser Angebot an innovativen Daten­ und Content­Diensten für Smartphones und Laptops erweitern. In den Ländern, in denen wir die Integration von Festnetz­ und Mobilfunk­Geschäft bereits erfolgreich vollzogen haben, werden wir unser Produktportfolio verstärkt mit innovativen Bündelangeboten bewerben. Wichtiger werden hier insbesondere IPTV sowie TV über Satellit. Im Zuge der Strategie von vernetztem Arbeiten werden intelligente ICT­Lösungen auch im operativen Segment Europa bedeutender. Um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, werden wir schwerpunktmäßig darin investieren, die Netzinfrastruktur weiterzuentwickeln. Beim Mobil­ funk werden wir unser Engagement darauf konzentrieren, die LTE­Tech­ nologie als vierte Mobilfunk­Generation einzuführen. Neben der Markt­ einführung von LTE bei T­Mobile Austria wurden erste vielversprechende Live­Tests in Griechenland und Kroatien durchgeführt. Parallel dazu sind weitere Investitionen vorgesehen, um die UMTS­Netze auszubauen, HSPA+ einzuführen sowie die GSM­Netze zu verbessern. Im Festnetz soll weiter investiert werden, um die Breitbandabdeckung zu erhöhen, wie bei­ spielsweise in den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur. Weitere Investitionen sind für einen besseren Kundenservice und effizientere Prozesse geplant. Nach wie vor ist die gesamtwirtschaftliche Lage im operativen Segment Europa angespannt. Insbesondere in Griechenland und Rumänien schätzen wir die gesamtwirtschaftliche Situation auch im kommenden Jahr kritisch ein. Darüber hinaus werden wir uns gegen einen anhaltend harten Wett­ bewerb und den damit verbundenen weiteren Preisverfall behaupten müssen. Hier sollen strategische Initiativen sowie Kostensenkungsmaßnahmen, die auch Aktivitäten im Rahmen des „Save for Service“­Programms beinhalten, weiterhin ihre Wirkung entfalten und mögliche negative Effekte teilweise ausgleichen. Ein Beispiel für diese strategischen Initiativen ist unsere im Dezember 2010 mit PTK Centertel unterzeichnete Absichtserklärung zur gemeinsamen Nutzung der Netzinfrastruktur und der Funkfrequenzen in Polen. Regulatorische Maßnahmen sowie Änderungen in der Gesetz­ gebung (z.B. im Zuge von staatlichen Sparprogrammen) können sich nachteilig auf die Umsätze und Ergebnisse auswirken. So wird sich bei­ spielsweise in Ungarn die im Oktober 2010 beschlossene Sondersteuer für Großunternehmen im Handel­, Energie­ und Telekommunikationssektor umsatz­ und ergebnisbelastend auswirken und das Investitionspotenzial im Land begrenzen. Gleiches gilt in Kroatien für die seit August 2009 erhobene Mobilfunk­Abgabe. Darüber hinaus können Wechselkursände­ rungen zu einer Belastung der Ergebnisse auf Euro­Basis führen. 128