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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2010

Erstmals im Geschäftsjahr anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen von Standards und Interpretationen. Die Deutsche Telekom hat folgende Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr erstmals angewandt: Verlautbarung Datum der Veröffentlichung durch das IASB Titel IFRS 3/IAS 27 10. Januar 2008 Business Combinations/Consolidated and Separate Financial Statements IAS 39 31. Juli 2008 Financial Instruments: Recognition and Measurement IFRIC 17 27. November 2008 Distribution of Non-Cash Assets to Owners IAS 24 4. November 2009 Related Party Disclosures Annual Improvements Project 16. April 2009 Improvements to IFRSs IFRS 2 18. Juni 2009 Share-based Payment IFRS 3 „Business Combinations“ und IAS 27 „Consolidated and Separate Financial Statements“. Die Standards sind das Ergebnis der zweiten Phase des gemeinsam mit dem Financial Accounting Standards Board (FASB) durchgeführten Projekts zur Reformierung der Bilanzierung von Unter- nehmenszusammenschlüssen. Die überarbeiteten Fassungen von IFRS 3 und IAS 27 wurden im Juni 2009 von der Europäischen Union in euro- päisches Recht übernommen. Die Deutsche Telekom wendet die über- arbeiteten Standards seit dem 1. Januar 2010 für Transaktionen und Unternehmenszusammenschlüsse prospektiv an. Die Vergleichsperioden wurden nicht angepasst. Die wesentlichen Änderungen gegenüber der bisherigen Fassung des IFRS 3 lassen sich wie folgt zusammenfassen: – Für die bilanzielle Behandlung von Anteilen anderer Gesellschafter sieht die neue Fassung des IFRS 3 ein Wahlrecht zur Bewertung zum beizu- legenden Zeitwert oder dem anteiligen identifizierbaren Nettovermögen vor. Dieses Wahlrecht kann für jeden Unternehmenszusammenschluss einzeln ausgeübt werden. – Für sukzessive Unternehmenserwerbe erfolgt im Zeitpunkt der Erlan- gung der Beherrschung eine erfolgswirksame Neubewertung bereits bestehender Anteile an dem erworbenen Unternehmen. Der Goodwill ermittelt sich als Differenz zwischen dem neu bewerteten Beteiligungs- buchwert zuzüglich Kaufpreiszahlungen für den Erwerb der neuen Anteile abzüglich des erworbenen Nettovermögens. – Bedingte Kaufpreiszahlungen oder sonstige bedingte Gegenleistungen (contingent considerations) werden im Erwerbszeitpunkt zum beizu- legenden Zeitwert bewertet und im Erwerbszeitpunkt entweder als Eigenkapital oder als Vermögenswert bzw. Verbindlichkeit klassifiziert. Die Folgebilanzierung für vereinbarte contingent considerations erfolgt gemäß der im Erwerbszeitpunkt gewählten Klassifizierung. – Anschaffungsnebenkosten im Zusammenhang mit Unternehmens- erwerben sind als Aufwand zu erfassen. – Für mögliche Anpassungen der Anschaffungskosten in Abhängigkeit von künftigen Ereignissen (contingent considerations), die im Erwerbs- zeitpunkt zu erfassen sind, ist in der Folgebewertung keine Anpassung des Goodwills mehr möglich. – Effekte aus der Abwicklung von Geschäftsbeziehungen, die bereits vor dem Unternehmenszusammenschluss bestanden, sind nach der neuen Fassung des IFRS 3 nicht in die Ermittlung der Gegenleistung für den Zusammenschluss einzubeziehen. – Gegenüber der bisherigen Fassung regelt IFRS 3 in der überarbeiteten Fassung den Ansatz und die Bewertung von Rechten, die vor dem Unternehmenszusammenschluss einem anderen Unternehmen gewährt wurden und nun im Rahmen des Zusammenschlusses wirtschaftlich zurückerlangt werden (zurückerworbene Rechte). Die wesentlichen Änderungen gegenüber der bisherigen Fassung des IAS 27 lassen sich wie folgt zusammenfassen: – Änderungen in der Beteiligungsquote ohne Verlust der Beherrschung sind ausschließlich als Eigenkapitaltransaktion zu erfassen. – Bei Verlust der Beherrschung eines Tochterunternehmens sind die konsolidierten Vermögenswerte und Schulden auszubuchen. Neu geregelt ist, dass eine verbleibende Beteiligung an dem vormaligen Tochterunternehmen beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten ist und dass sich hierbei ergebende Differenzen ergebniswirksam zu erfassen sind. – Übersteigen die auf die Anteile anderer Gesellschafter entfallenden Verluste den Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital des Tochter- unternehmens, sind diese in voller Höhe den Minderheiten zuzurechnen. IAS 39 „Financial Instruments: Recognition and Measurement“. Die Änderung von IAS 39 wurde im September 2009 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Durch die Änderung „Eligible Hedged Items“ wird konkretisiert, dass auch allein Cashflow- oder Fair- Value-Änderungen eines Grundgeschäfts über- oder unterhalb eines bestimmten Preises bzw. einer anderen Variablen als Hedge designiert werden können. Die Deutsche Telekom beachtet die Änderungen des IAS 39 seit dem 1. Januar 2010. Die Vorschriften sind retrospektiv anzu- wenden. Aus der Änderung haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom ergeben. 140