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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2010

IFRIC 17 „Distribution of Non-Cash Assets to Owners“. IFRIC 17 wurde im November 2009 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Interpretation betrifft den Ansatz und die Bewertung von Verbindlichkeiten aus Ausschüttungen in Form von Sachdividenden (z.B. Sachanlagen) und klärt die Frage, wie ein etwaiger Unterschieds- betrag zwischen dem Buchwert der ausgeschütteten Vermögenswerte und dem Zeitwert der gezahlten Dividende zu bilanzieren ist. Die Deutsche Telekom wendet IFRIC 17 seit dem 1. Januar 2010 an. Aus der Anwen- dung von IFRIC 17 haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom ergeben. IAS 24 „Related Party Disclosures“. Das IASB hat im November 2009 Änderungen zu IAS 24 veröffentlicht. Bisher mussten Unternehmen, die staatlich kontrolliert oder bedeutend beeinflusst sind, Informationen zu allen Geschäftsvorfällen mit Unternehmen, die vom gleichen Staat kontrolliert oder bedeutend beeinflusst werden, offenlegen. Nach dem geänderten Standard sind weiterhin Angaben erforderlich, die für Adressaten von Abschlüssen wichtig sind. Jedoch sind von nun an Informationen aus- genommen, die nur mit hohem Kostenaufwand zur Verfügung gestellt werden können oder von wenig Wert für die Adressaten sind. Dies wird dadurch erreicht, dass nur Angaben zu solchen Geschäftsvorfällen gefordert sind, die einzeln oder zusammen genommen von Bedeutung sind. Weiter- hin wurde die Definition für ein nahe stehendes Unternehmen oder eine nahe stehende Person vereinfacht und Unstimmigkeiten beseitigt. Diese Änderungen wurden im Juli 2010 von der Europäischen Union in euro- päisches Recht übernommen. Der überarbeitete Standard ist retrospektiv für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. Eine frühere Anwendung ist erlaubt. Die Deutsche Telekom wendet die Änderungen des IAS 24 vorzeitig seit dem 1. Januar 2010 an. Aus diesen Änderungen haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom ergeben. „Improvements to IFRSs“. Es handelt sich hierbei um das zweite Annual Improvements Project, das Änderungen an zwölf bestehenden Standards und Interpretationen vorsieht. Die Änderungen wurden im März 2010 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Deutsche Telekom wendet die Änderungen seit dem 1. Januar 2010 an. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Dar- stellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom. IFRS 2 „Share-based Payment“. Die Änderungen betreffen die Bilanzierung von „group-settled share-based payment“-Transaktionen, bei denen ein Tochterunternehmen Güter oder Dienstleistungen von Arbeitnehmern oder Lieferanten erhält, die vom Mutterunternehmen oder einem anderen Konzernunternehmen bezahlt werden. Diese wurden im März 2010 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Ein Unter- nehmen, das Güter oder Dienstleistungen im Rahmen einer anteilsbasierten Vergütungsvereinbarung erhält, muss diese bilanzieren, unabhängig davon, welches Unternehmen im Konzern die zugehörige Verpflichtung erfüllt, und unabhängig davon, ob die Verpflichtung in Anteilen oder in bar erfüllt wird. Das Board hat weiterhin klargestellt, dass der Begriff „group“ in IFRS 2 die gleiche Bedeutung hat wie in IAS 27 „Consolidated and Separate Financial Statements“. Mit den Änderungen von IFRS 2 werden auch Regelungen in den Standard aufgenommen, die vormals in IFRIC 8 „Scope of IFRS 2“ und IFRIC 11 „IFRS 2 – Group and Treasury Share Transactions“ enthalten waren. Daher hat das IASB IFRIC 8 und IFRIC 11 zurückgezogen. Die Deutsche Telekom wendet die Änderungen zu IFRS 2 seit dem 1. Januar 2010 an. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cash- flows der Deutschen Telekom. Veröffentlichte, aber noch nicht angewendete Standards, Interpretationen und Änderungen. Das IASB hat im Oktober 2009 eine Ergänzung des Standards IAS 32 „Financial Instruments: Presentation“ veröffentlicht. Diese Ergänzung wurde im Dezember 2009 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Diese betrifft die Klarstellung der Klassifizierung von Bezugsrechten als Eigen- oder Fremdkapital, wenn die Bezugsrechte auf eine andere Währung als die funktionale Währung des Emittenten lauten. Bislang wurden solche Rechte als derivative Verbindlichkeiten bilanziert. Die Ergänzung sieht vor, dass solche Bezugsrechte, die zu einem fest- gelegten Währungsbetrag anteilig an die Anteilseigner eines Unternehmens ausgegeben werden, als Eigenkapital zu klassifizieren sind. Die Währung des Ausübungspreises ist dabei nicht von Belang. Die Änderungen treten für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen. Die Ergänzung wird voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom haben. Das IASB hat im November 2009 IFRS 9 „Financial Instruments“ veröffent- licht. Die Änderungen wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Der Standard ist das Ergebnis der ersten von drei Phasen des Projekts zum Ersatz des IAS 39 „Financial Instruments: Recognition and Measurement“ durch IFRS 9. IFRS 9 regelt die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Die Regelungen zu Wertminderungen von Finanzinstrumenten und Hedge Accounting werden derzeit vom IASB überarbeitet. IFRS 9 schreibt vor, dass finanzielle Vermögenswerte einer der folgenden zwei Bewertungs- kategorien zuzuordnen sind: „Zu fortgeführten Anschaffungskosten“ oder „Zum Fair Value“. Zudem gewährt IFRS 9 ein Wahlrecht der Bewertung zum Fair Value, indem er gestattet, finanzielle Vermögenswerte, die normaler- weise der Kategorie „at amortized cost“ zuzuordnen wären, der Kategorie „at fair value“ zuzuordnen, wenn dies Inkongruenzen bei der Bewertung oder beim Ansatz beseitigt oder erheblich verringert. Eigenkapitalinstru- mente sind zwingend der Kategorie „at fair value“ zuzuordnen. 141Der Konzernabschluss Konzern-Anhang