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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2010

Das IASB hat im Dezember 2010 die Verlautbarungen „Deferred Tax: Recovery of Underlying Assets – Amendments to IAS 12“ veröffentlicht. Die neue Verlautbarung bestimmt, welche Art der Realisierung für bestimmte Vermögenswerte zu unterstellen ist. Dies ist wichtig in Fällen, in denen sich je nach Art der Realisierung unterschiedliche Steuerkonsequenzen ergeben. Die Verlautbarung setzt die widerlegbare Vermutung, dass der Buchwert einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie, die nach dem Neubewertungsmodell des IAS 40 „Investment Property“ zum beizulegen- den Zeitwert bewertet wird, durch Verkauf realisiert wird. Des Weiteren gilt in jedem Fall die unwiderlegbare Vermutung, dass der Buchwert eines nicht abnutzbaren Vermögenswerts, der nach dem Neubewertungsmodell des IAS 16 „Property, Plant and Equipment“ zum Neubewertungsbetrag bewertet wird, durch Verkauf realisiert wird. Durch die neue Verlautbarung wird die Interpretation SIC 21 „Income Taxes – Recovery of Revalued Non- Depreciable Assets“ außer Kraft gesetzt. Sie ist anzuwenden für Geschäfts- jahre, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen und wurde bislang noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernom- men. Die Deutsche Telekom prüft die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows. Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungs- methoden und Änderungen der Berichtsstruktur. Die Deutsche Telekom hat im Geschäftsjahr 2010 keine wesentlichen Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen. Als Folge der neu ausgerichteten Führungsstruktur der beiden operativen Segmente Süd- und Osteuropa und Europa wurde folgende Änderung an der Struktur der operativen Segmente vorgenommen: Seit dem 1. April 2010 wurden die operativen Segmente Süd- und Osteuropa und Europa zum neuen operativen Segment Europa zusammengefasst. Das operative Segment Europa umfasst sämtliche Aktivitäten der Festnetz- und Mobilfunk-Gesellschaften der Landesgesellschaften in Griechenland, Rumänien, Ungarn, Polen, der Tschechischen Republik, Kroatien, den Nieder- landen, der Slowakei, Österreich, Albanien, EJR Mazedonien, Montenegro, Bulgarien sowie des Joint Venture in Großbritannien und den Bereich International Carrier Sales and Services, welcher im Wesentlichen Tele- kommunikationsvorleistungen für andere operative Segmente im Konzern erbringt. Sämtliche Darstellungen im Konzern-Anhang sowie im zusammen- gefassten Lagebericht wurden entsprechend retrospektiv angepasst. Die Deutsche Telekom berichtet demzufolge seit dem 1. April 2010 die vier operativen Segmente Deutschland, Europa, USA, Systemgeschäft sowie die Konzernzentrale & Shared Services. Ansatz und Bewertung. Die nachstehend dargestellten wesentlichen Regelungen zum Ansatz und zur Bewertung sind einheitlich für alle in diesem Konzernabschluss dargestellten Rechnungslegungsperioden angewendet worden. Immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) mit bestimmbarer Nutzungs- dauer, einschließlich der UMTS-Lizenzen, werden mit ihren Anschaffungs- kosten bewertet und planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Derartige Vermögenswerte sind im Wert gemindert, wenn der erzielbare Betrag – der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert des Vermögenswerts – niedri- ger ist als der Buchwert. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer (Mobilfunk-Lizenzen der Federal Communications Commis- sion in den USA (FCC-Lizenzen)) werden zu Anschaffungskosten bewertet. Obwohl die FCC-Lizenzen grundsätzlich für eine vertraglich definierte Zeit vergeben werden, werden sie regelmäßig zu vernachlässigbaren Kosten erneuert. Daneben liegen keine sonstigen rechtlichen, regulatorischen, ver- traglichen, wettbewerbsbedingten, wirtschaftlichen oder anderen Faktoren vor, die die Nutzungsdauer der Lizenzen beschränken. Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen, auf ihre Werthaltigkeit untersucht und, sofern notwendig, auf den erzielbaren Betrag abgeschrie- ben. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte bis auf den Wert zugeschrieben, der sich ergeben hätte, wenn in den früheren Perioden keine Wertminderungen erfasst worden wären. Die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethode der immateriellen Vermögenswerte werden mindestens an jedem Jahresabschlussstichtag überprüft; wenn die Erwartungen von den bisherigen Schätzungen abweichen, werden die entsprechenden Änderungen gemäß IAS 8 als Änderungen von Schätzungen erfasst. Die planmäßige Abschreibung von Mobilfunk-Lizenzen beginnt, sobald das zugehörige Netz betriebsbereit ist. Die Nutzungsdauern von Mobilfunk- Lizenzen werden auf der Grundlage verschiedener Faktoren festgelegt, u. a. der Laufzeit der von der jeweiligen nationalen Regulierungsbehörde gewährten Lizenzen, der Verfügbarkeit und der erwarteten Kosten für die Erneuerung der Lizenzen sowie der Entwicklung künftiger Technologien. 143Der Konzernabschluss Konzern-Anhang