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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2010

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Deutsche Telekom definiert qualifizierte Vermögenswerte als Bauprojekte oder andere Vermögenswerte, für die notwendigerweise mindestens zwölf Monate erforderlich sind, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufs- fähigen Zustand zu versetzen. Fremdkapitalkosten für Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, und für Vorräte, die regelmäßig in großen Mengen hergestellt oder produziert werden, auch wenn der Zeitraum bis zum verkaufsfähigen Zustand wesentlich ist, werden nicht aktiviert. Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und von Ver- mögenswerten des Sachanlagevermögens werden durch den Vergleich des Buchwerts mit dem erzielbaren Betrag ermittelt. Können den einzelnen Vermögenswerten keine eigenen, von anderen Vermögenswerten unabhän- gig generierten künftigen Finanzmittelzuflüsse zugeordnet werden, ist die Werthaltigkeit auf Basis der übergeordneten zahlungsmittelgenerierenden Einheit von Vermögenswerten zu testen. An jedem Abschlussstichtag wird überprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert möglicherweise wertgemindert ist. Wenn ein solcher Anhaltspunkt vorliegt, ist der erzielbare Betrag des Vermögenswerts oder der zahlungsmittel- generierenden Einheit zu bestimmen. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbegrenzter Nutzungsdauer (FCC-Lizenzen) wird darüber hinaus ein jährlicher Werthaltigkeitstest durchgeführt. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern auf der Basis des erzielbaren Betrags einer zahlungsmittelgene- rierenden Einheit auf eine mögliche Wertminderung untersucht. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte bis auf den Wert zugeschrieben, der sich ergeben hätte, wenn in den früheren Perioden keine Wertminderung erfasst worden wäre. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird in der Regel mithilfe eines Discounted-Cash Flow-(DCF)-Verfahrens ermittelt. Dabei werden Prognosen hinsichtlich der Cashflows angestellt, die über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der zahlungs- mittelgenerierenden Einheit erzielt werden. Der verwendete Abzinsungs- satz berücksichtigt die mit dem Vermögenswert oder der zahlungsmittel- generierenden Einheit verbundenen Risiken. Die ermittelten Cashflows spiegeln Annahmen des Managements wider und werden durch externe Informationsquellen abgesichert. Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird demjenigen Vertragspartner in einem Leasingverhältnis zugerechnet, der die wesent- lichen Chancen und Risiken trägt, die mit dem Leasinggegenstand ver- bunden sind. Trägt der Leasinggeber die wesentlichen Chancen und Risiken (Operating Lease), wird der Leasinggegenstand vom Leasinggeber in der Bilanz angesetzt. Die Bewertung des Leasinggegenstands richtet sich nach den für den Leasinggegenstand einschlägigen Bilanzierungsvorschriften. Die Leasingraten werden erfolgswirksam erfasst. Der Leasingnehmer in einem Operating Lease erfasst während des Zeitraums des Leasingver- hältnisses gezahlte Leasingraten erfolgswirksam. Vertraglich festgelegte zukünftige Veränderungen der Leasingraten während der Laufzeit werden über die gesamte nur einmal zum Datum des Vertragsabschlusses fest- gelegte Vertragslaufzeit gleichmäßig im Aufwand erfasst (Straight line lease). Im Fall von Verlängerungsoptionen wird zum Zeitpunkt des Abschlusses des Leasingverhältnisses zunächst die hinreichend sichere Inanspruchnahme von Verlängerungsoptionen berücksichtigt. Während des Leasingverhältnisses wird bei Bekanntwerden von Umständen, die zu einer Änderung der ursprünglichen Einschätzung der Inanspruchnahme von Verlängerungsoptionen führen könnten, eine entsprechende Schätzungs- änderung für die Ermittlung der künftigen Verpflichtungen aus Operating- Leasinggschäften vorgenommen. Trägt der Leasingnehmer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind (Finance Lease), so hat der Leasingnehmer den Leasinggegenstand in der Bilanz anzusetzen. Der Leasinggegenstand wird im Zugangszeitpunkt mit seinem beizulegen- den Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindestleasing- zahlungen bewertet und über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die Abschreibung wird erfolgs- wirksam erfasst. Der Leasingnehmer setzt im Zugangszeitpunkt zugleich eine Leasingverbindlichkeit an, die in ihrer Höhe dem Buchwert des Leasinggegenstands entspricht. Die Leasingverbindlichkeit wird in den Folgeperioden nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben. Der Leasinggeber in einem Finance Lease setzt eine Forderung in Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasingverhältnis an. Die Leasing- erträge werden in Tilgungen der Leasingforderung und Finanzerträge auf- geteilt. Die Forderung aus dem Leasingverhältnis wird nach der Effektiv- zinsmethode getilgt und fortgeschrieben. Wenn eine Sale-and-Leaseback-Transaktion zu einem Finance Lease führt, wird ein Überschuss der Verkaufserlöse über den Buchwert abgegrenzt und über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst. Sonstige langfristige Forderungen werden unter Anwendung der Effektiv- zinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräuße- rungsgruppen werden als solche klassifiziert, wenn der zugehörige Buch- wert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fort- gesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Vermögenswerte werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet und werden als „zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen“ klassifiziert. 145Der Konzernabschluss Konzern-Anhang