Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2010

Die Erträge aus dem Planvermögen und Aufwendungen aus der Auf- zinsung der Verpflichtungen werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Der Dienstzeitaufwand wird als betrieblicher Aufwand klassifiziert. Der nach- zuverrechnende Dienstzeitaufwand wird erfasst, sofern die Anwartschaften unverfallbar sind; anderenfalls werden sie linear über den durchschnittlich verbleibenden Erdienungszeitraum vereinnahmt. Leistungsorientierte Versorgungszusagen des Konzerns beziehen sich im Wesentlichen auf Versorgungssysteme in Deutschland. Darüber hinaus existieren Versorgungspläne in der Schweiz, in Griechenland und in einigen anderen Ländern der Europäischen Union. Die Versorgungsverpflichtungen des Konzerns in Deutschland gegen- über nicht beamteten Arbeitnehmern beruhen auf unmittelbaren und auf mittelbaren Versorgungszusagen; darüber hinaus bestehen Verpflich- tungen gemäß Artikel 131 des Grundgesetzes (GG). Seit 1996 beruhen die Versorgungszusagen in Deutschland auf direkten Pensionszusagen in Form von Gutschriften auf arbeitnehmerbezogenen Kapitalkonten. Im Rahmen einer Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung im Jahr 1997 wurden Altzusagen unter Wahrung einer vereinbarten Besitz- standsregelung in diese Kapitalkonten überführt. Die Ansprüche von Rentnern und rentennahen Jahrgängen wurden unverändert fortgeführt. Einzelne Konzerngesellschaften gewähren ihren Mitarbeitern beitrags- orientierte Zusagen (Defined Contribution Plans). Bei beitragsorien- tierten Versorgungsplänen geht der Arbeitgeber über die Entrichtung von Beitragszahlungen an einen externen Versorgungsträger hinaus keine wei- teren Verpflichtungen ein. Die Höhe der zukünftigen Pensionsleistungen richtet sich ausschließlich nach der Höhe der Beiträge, die der Arbeitgeber (und ggf. auch dessen Arbeitnehmer) an den externen Versorgungsträger gezahlt hat, einschließlich der Erträge aus der Anlage dieser Beiträge. Die zu zahlenden Beträge werden aufwandswirksam erfasst, wenn die Verpflichtung zur Zahlung der Beträge entsteht, und als Bestandteil der betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Pensionsregelungen für Beamte der Deutschen Telekom. Nach den Vor- schriften des Postneuordnungsgesetzes (PTNeuOG) erbringt der BPS-PT (Bundes-Pensions-Service für Post und Telekommunikation e.V. für aktive und früher beamtete Mitarbeiter) Versorgungs- und Beihilfeleistungen an im Ruhestand befindliche Mitarbeiter und deren Hinterbliebene, denen aus einem Beamtenverhältnis Versorgungsleistungen zustehen. Die Höhe der Zahlungsverpflichtungen der Deutschen Telekom AG an ihre Unter- stützungskasse ist in § 16 Postpersonalrechtsgesetz geregelt. Die Deutsche Telekom AG ist gesetzlich verpflichtet, seit dem Jahr 2000 einen jährlichen Beitrag in Höhe von 33% der Bruttobezüge der aktiven und der fiktiven Bruttobezüge der ruhegehaltsfähig beurlaubten Beamten an die Unter- stützungskasse zu leisten. Altersteilzeitvereinbarungen basieren überwiegend auf dem sog. Block- modell. In diesem Zusammenhang entstehen zwei Arten von Verpflich- tungen, die jeweils in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Grundsätzen mit ihrem Barwert bewertet werden und getrennt voneinander bilanziert werden: Die erste Verpflichtungsart bezieht sich auf den kumu- lierten ausstehenden Erfüllungsbetrag, der anteilig über die Laufzeit der Aktiv-/Arbeitsphase erfasst wird. Der kumulierte ausstehende Erfüllungs- betrag basiert auf der Differenz zwischen der Vergütung des Arbeitnehmers vor Beginn der Altersteilzeitvereinbarung (einschließlich des Arbeitgeber- anteils an den Sozialversicherungsbeiträgen) und der Vergütung für die Teilzeitbeschäftigung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozial- versicherungsbeiträgen, jedoch ohne Berücksichtigung der Aufstockungs- beträge). Die zweite Verpflichtungsart bezieht sich auf die Verpflichtung des Arbeitgebers zur Leistung von Aufstockungsbeträgen zuzüglich eines weiteren Beitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung und wird unmittel- bar bei Entstehen der Verpflichtung in voller Höhe erfasst. Rückstellungen für Abfindungen für Angestellte und Rückstellungen im Zusammenhang mit der Regelung zum vorzeitigen Ruhestand für Beamte werden angesetzt, wenn die Deutsche Telekom nachweislich zur Erbringung dieser Leistungen verpflichtet ist. Dies ist der Fall, wenn die Deutsche Telekom einen detaillierten formalen Plan für die Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses besitzt und keine realistische Möglichkeit hat, sich dem zu entziehen. Die Leistungen aus Anlass der Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen werden auf der Basis der Anzahl von Beschäftigten, die voraussichtlich betroffen sein werden, bewertet. Sind die Leistungen mehr als zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag fällig, ist der erwartete Erfüllungsbetrag auf den Abschlussstichtag abzuzinsen. Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Diese Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet und dürfen nicht mit Erstattungen verrechnet werden. Der Erfüllungsbetrag wird auf der Basis einer bestmöglichen Schätzung berechnet. Rückstellungen werden abge- zinst, wenn der Effekt hieraus wesentlich ist. Änderungen der Schätzungen der Höhe oder des zeitlichen Anfalls von Auszahlungen oder Änderungen des Zinssatzes zur Bewertung von Rückstellungen für Entsorgungs-, Wiederherstellungs- und ähnlichen Verpflichtungen werden entsprechend der Veränderung des Buchwerts des korrespondierenden Vermögens- werts erfasst. Für den Fall, dass eine Minderung der Rückstellung den Buchwert des korrespondierenden Vermögenswerts überschreitet, ist der überschießende Betrag unmittelbar erfolgswirksam als Ertrag zu erfassen. Für externe Rechtsberatungsgebühren im Zusammenhang mit Prozess- risiken werden Rückstellungen gebildet. 147Der Konzernabschluss Konzern-Anhang