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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2010

Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unbe- rücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen die Deutsche Telekom Finanzinstrumente kontrahiert hat. Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde: Wesentliche originäre monetäre Finanzinstrumente (Flüssige Mittel, Forderungen, verzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Fremdkapital- instrumente, verzinsliche Schulden, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs- Leasingverhältnissen, unverzinsliche Verbindlichkeiten) sind entweder unmittelbar in funktionaler Währung denominiert oder werden durch den Einsatz von Derivaten in die funktionale Währung transferiert. Währungs- kursänderungen haben daher keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital. Im Bestand befindliche unverzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Eigenkapitalinstrumente sind nicht monetär und demnach mit keinem Währungsrisiko im Sinne des IFRS 7 verbunden. Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten werden ebenfalls entweder direkt in funktionaler Währung erfasst oder mittels Derivate- einsatz in die funktionale Währung überführt. Daher können auch dies- bezüglich keine Auswirkungen auf die betrachteten Größen entstehen. Bei zur Absicherung von Währungsrisiken designierten Fair Value Hedges gleichen sich die wechselkursbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft nahezu vollständig in derselben Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Demzufolge sind auch diese Finanz- instrumente nicht mit Währungsrisiken in Bezug auf Ergebnis- oder Eigen- kapitalwirkung verbunden. Zins-/Währungsswaps sind stets originären Grundgeschäften zugeordnet, sodass auch aus diesen Instrumenten keine Währungswirkungen entstehen. Die Deutsche Telekom ist demnach nur Währungsrisiken aus bestimmten Devisenderivaten ausgesetzt. Dabei handelt es sich zum einen um Devisen- derivate, die in eine wirksame Cash Flow Hedge Beziehung zur Absiche- rung wechselkursbedingter Zahlungsschwankungen nach IAS 39 einge- bunden sind. Kursänderungen der diesen Geschäften zugrunde liegenden Währungen haben Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigen- kapital und auf den beizulegenden Zeitwert dieser Sicherungsgeschäfte. Zum anderen handelt es sich um die Devisenderivate, welche weder in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 noch in eine Sicherungsbeziehung mit bilanzwirksamen Grundgeschäften (Natural Hedge) eingebunden sind. Diese Derivate dienen der Sicherung von Planpositionen. Kursänderungen der solchen Finanzinstrumenten zugrunde liegenden Währungen wirken sich auf das sonstige Finanzergebnis (Bewertungsergebnis aus der Anpas- sung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten an den beizu- legenden Zeitwert) aus. Wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar, dem Britischen Pfund, der indonesischen Rupiah und dem malaysischen Ringgit zum 31. Dezember 2010 um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären die Siche- rungsrücklage im Eigenkapital und die beizulegenden Zeitwerte der Siche- rungsgeschäfte vor Steuern um 38 Mio. € niedriger (höher) (31. Dezember 2009: 70 Mio. € niedriger (höher)) gewesen. Die hypothetische Ergebnis- auswirkung von –38 Mio. € ergibt sich im Wesentlichen aus den Währungs- sensitivitäten EUR/USD: –22 Mio. €; EUR/GBP: –15 Mio. €. Wenn der Euro gegenüber sämtlichen Währungen zum 31. Dezember 2010 um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären das sonstige Finanzergebnis und die beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsgeschäfte vor Steuern um 17 Mio. € höher (niedriger) (31. Dezember 2009: 11 Mio. € niedriger (höher)) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von 17 Mio. € ergibt sich im Wesentlichen aus den Währungssensitivitäten EUR/USD: – 48 Mio. €; EUR/PLN: 46 Mio. €; EUR/HUF: 10 Mio. € und EUR/CZK: 9 Mio. €. Zinsrisiken. Die Deutsche Telekom unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Eurozone und in den Vereinigten Staaten von Amerika. Um die Auswirkungen von Zinsschwankungen in diesen Regionen zu minimieren, managt die Deutsche Telekom das Zinsrisiko für die auf Euro und den US-Dollar lautenden Netto-Finanzverbindlichkeiten getrennt. Einmal im Jahr legt der Vorstand für einen Zeitraum von drei Jahren die gewünschte Mischung aus fest und variabel verzinslichen Netto-Finanzverbindlichkeiten fest. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Schulden- struktur setzt die Treasury Zinsderivate ein, um so die Zinsausstattung für die Netto-Finanzverbindlichkeiten der vom Vorstand vorgegebenen Zusammensetzung anzupassen. Aufgrund der derivativen Sicherungsgeschäfte waren in 2010 durchschnitt- lich 65% (2009: 72%) der auf Euro lautenden und 61% (2009: 73%) der auf US-Dollar lautenden Netto-Finanzverbindlichkeiten festverzinslich. Der durchschnittliche Wert ist repräsentativ für das Gesamtjahr. Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie ggf. auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde: 209Der Konzernabschluss Konzern-Anhang