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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2010

Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fort- geführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Bei zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken designierten Fair Value Hedges gleichen sich die zinsbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft nahezu vollständig in derselben Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Demzufolge sind zinsbedingte Marktbewertungs- änderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft weitestgehend ergebnis- neutral und unterliegen deshalb keinen Zinsänderungsrisiken. Marktzinssatzänderungen betreffen bei Zinsderivaten in Fair Value Hedges jedoch die Höhe der Zinszahlungen und wirken sich damit auf das Zins- ergebnis aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnis- bezogenen Sensitivitäten ein. Marktzinssatzänderungen von Finanzinstrumenten, die als Sicherungs- instrumente im Rahmen eines Cash Flow Hedges zur Absicherung zins- bedingter Zahlungsschwankungen designiert wurden, haben Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und werden daher bei den eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cash Flow Hedges gegen Zinsänderungs- risiken designiert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein. Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zinsswaps, Zins-/Währungs- swaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das sonstige Finanzergebnis und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berück- sichtigt. Währungsderivate unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken und haben daher keinen Einfluss auf die Zinssensitivitäten. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2010 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um 249 Mio. € (31. Dezember 2009: 194 Mio. €) geringer (höher) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von –249 Mio. € ergibt sich aus den potenziellen Effekten aus Zinsderivaten von –228 Mio. € und origi- nären variabel verzinslichen Finanzschulden von – 21 Mio. €. Die poten- ziellen Effekte aus Zinsderivaten werden teilweise kompensiert durch gegenläufige Wertentwicklungen bei nicht derivativen Finanzinstrumenten, die jedoch aufgrund der Rechnungslegungsvorschriften nicht abgebildet werden. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2010 um 100 Basis- punkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das kumulierte sonstige Kon- zernergebnis vor Steuern um 164 Mio. € (31. Dezember 2009: 104 Mio. €) höher (geringer) gewesen. Sonstige Preisrisiken. IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage. Zum 31. Dezember 2010 hatte die Deutsche Telekom keine wesentliche als zur Veräußerung verfügbar kategorisierte Beteiligung im Bestand. Ausfallrisiken. Die Deutsche Telekom ist aus ihrem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko aus- gesetzt. Im Finanzierungsbereich werden Geschäfte nur mit Kontrahenten mit einem Kreditrating von mindestens BBB+/Baa1 abgeschlossen, ver- bunden mit einem laufenden Bonitätsmanagement-System. Im operativen Geschäft werden die Außenstände bereichsbezogen, also dezentral, fort- laufend überwacht. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das Geschäft mit Großkunden, insbesondere internationalen Carriern, unterliegt einer gesonderten Bonitätsüberwachung. Gemessen an dem gesamten Risikoausmaß aus dem Ausfallrisiko sind die Forderungen gegenüber diesen Kontrahenten jedoch nicht so groß, als dass sie außer- ordentliche Risikokonzentrationen begründen würden. Das maximale Ausfallrisiko wird zum einen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Mit Ausnahme der in Angabe 1 und Angabe 8 genannten Collateralverträge liegen zum Abschlussstichtag keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindern- den Vereinbarungen (wie z.B. Aufrechnungsvereinbarungen) vor. Zum anderen ist die Deutsche Telekom auch durch die Gewährung finanzieller Garantien einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Zum Abschlussstichtag waren Garantiebeträge im Nominalvolumen von insgesamt 115 Mio. € (31. Dezem- ber 2009: 41 Mio. €) zugesagt. Risiken aus Finanzierungszusage. Die Deutsche Telekom hat eine von der Everything Everywhere emittierte Anleihe mit einem Nominalbetrag von 625 Mio. GBP erworben. Die Deutsche Telekom ist der Everything Everywhere gegenüber verpflichtet, diese am 30. November 2011 fällige Finanzierung bis Ende März 2012 in derselben Höhe weiterhin zur Ver- fügung zu stellen, wobei die Anschlussfinanzierung zu dann marktüblichen Konditionen zu gewähren ist und auch in Form einer Garantie- oder Bürg- schaftsübernahme erfolgen kann. Der Nominalbetrag von 625 Mio. GBP stellt das maximale Ausfallrisiko aus dieser Finanzierungszusage dar. Liquiditätsrisiken. Vgl. dazu Angabe 10. 210