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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2010

Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom hat am 24. Februar 2010 dem Vorschlag des Vorstands zugestimmt, den Zuständigkeitsbereich von Guido Kerkhoff dauerhaft zu erweitern. Guido Kerkhoff verantwortet seit dem 1. April 2010 neben dem operativen Segment Süd- und Osteuropa das operative Segment Europa. Das bisherige Vorstandsressort Chief Ope- rating Office (COO) wurde entsprechend verändert. Seit dem 1. April 2010 sind diese beiden operativen Segmente zusammengeführt und werden unter dem Namen operatives Segment Europa fortgeführt. In der Aufsichtsratssitzung am 2. Mai 2010 hat der Aufsichtsrat Edward R. Kozel mit Wirkung zum 3. Mai 2010 zum neuen Vorstand der Deutschen Telekom bestellt. Edward R. Kozel übernimmt als Vorstand Technologie und Innovation/Chief Technology and Innovation Officer (CTIO) und verant- wortet damit die Bereiche Technik, IT, Einkauf sowie Produkte & Innovation für das Standardgeschäft (Privat- und Geschäftskunden). Das am 21. Oktober 2010 endende Mandat von Dr. Manfred Balz wurde mit Beschluss des Aufsichtsrats vom 17. Dezember 2009 um zwei weitere Jahre verlängert. Der Aufsichtsrat hat mit Beschluss vom 16. Dezember 2010 den am 31. Oktober 2011 endenden Vorstandsvertrag von René Obermann um weitere fünf Jahre verlängert. Änderung der Vorstandsvergütung. Der Aufsichtsrat hat am 24. Februar 2010 ein neues System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder beschlossen. Umgesetzt wurden dabei die seit dem 5. August 2009 geltenden Regelun- gen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG). Die Hauptversammlung der Deutschen Telekom AG vom 3. Mai 2010 billigte dieses neue System. Dienstverträge der Vorstände, die bereits vor Inkraft- treten des VorstAG bestanden haben, unterliegen gemäß den Gesetzes- begründungsmaterialien (Drucksache 16/13433) einem Bestandsschutz. Dennoch besteht für diese Vorstandsmitglieder die Möglichkeit, freiwillig in das neue Vergütungssystem zu wechseln. Zum 31. Dezember 2010 befinden sich die Vorstandsmitglieder René Obermann, Reinhard Clemens, Niek Jan van Damme, Timotheus Höttges, Guido Kerkhoff und Edward R. Kozel in der neuen Systematik der Vorstandsvergütung, während für die übrigen Vorstandsmitglieder die Regelungen des Altsystems Gültigkeit behalten, welches bereits weitestgehend den Anforderungen des VorstAG entspricht. Im Folgenden wird sowohl die neue als auch die alte Systematik erläutert. Grundlagen der Vorstandsvergütung. Die Vergütung der Vorstands- mitglieder setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Die Mitglieder des Vorstands haben auf Basis der mit ihnen geschlossenen Dienstverträge einen Anspruch auf: eine jährliche feste Vergütung, eine jährliche variable Erfolgsvergütung, eine langfristig ausgelegte variable Vergütungskomponente sowie Anspruch auf Nebenleistungen und auf Anwartschaften aus einer betrieblichen Pensionszusage. Der Aufsichtsrat legt die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand fest. Diese Struktur und die Angemessenheit der Vergütung überprüft er regelmäßig. Die feste Vergütung ist bei allen Vorstandsmitgliedern gemäß den aktienrechtlichen Anforderungen unter Beachtung der marktüblichen Vergütungen festgelegt. Es ist sichergestellt, dass die Vorstandsvergütung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist und im Neusystem die variablen Vergütungsbestandteile eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Der Aufsichtsrat kann zudem nach seinem pflichtgemäßen Ermessen außerordentliche Leistungen einzelner oder aller Vorstandsmitglieder in Form einer besonderen Erfolgstantieme vergüten. In markt- und konzernüblicher Weise gewährt die Gesellschaft allen Mit- gliedern des Vorstands aus ihren Vorstandsverträgen weitere Leistungen, die zum Teil als geldwerte Vorteile angesehen und entsprechend ver- steuert werden; so vor allem die Überlassung eines Geschäftsfahrzeugs sowie die Gewährung von Unfallversicherungs- und Haftpflichtschutz und Leistungen im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung. Nebentätigkeiten sind grundsätzlich genehmigungspflichtig. Die Übernahme von Management- und Aufsichtsratsfunktionen in Konzerngesellschaften erfolgt grundsätzlich unentgeltlich. Bei einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit, die durch Krankheit, Unfall oder aus einem anderen nicht durch das jeweilige Vorstandsmitglied zu vertretenden Grund eintritt, wird die feste Grundvergütung weitergewährt; maximal jedoch für einen Zeitraum von bis zu drei Monaten nach dem Ende des Monats, in dem eine dauernde Arbeitsunfähigkeit des Vorstands- mitglieds festgestellt worden ist. Variable Erfolgsvergütung (altes System). Die jährliche kurzfristige variable Erfolgsvergütung der Vorstandsmitglieder bestimmt sich nach dem Grad der Erreichung der vom Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG vor Beginn des Geschäftsjahres jedem Mitglied des Vorstands erteilten Zielvorgabe. Die Zielvorgabe setzt sich aus Konzern- zielen und Individualzielen der einzelnen Vorstandsmitglieder zusammen, für die die Parameter Umsatz, EBITDA ohne Sondereinflüsse und Free Cashflow verwendet werden. Die Zielerreichung wird vom Aufsichtsrat für das jeweilige Geschäftsjahr festgelegt. Daneben nehmen die Mitglieder des Vorstands an dem im Geschäftsjahr 2004 eingeführten Mid-Term Incentive Plan der Deutschen Telekom AG (MTIP) teil ( siehe hierzu die vorstehenden Ausführungen zum MTIP unter Angabe 35). 214