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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2010

einfacher Mehrheit gewählt. Wie bereits in den vergangenen Jahren wurden auch auf der letzten Hauptversammlung am 3. Mai 2010 Wahlen zum Aufsichtsrat als Einzelwahl durchgeführt. Die Amtsperioden der einzelnen Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat enden zu unterschiedlichen Terminen. Hierdurch kann bei der Besetzung des Aufsichtsrats Kontinui­ tät gewahrt werden. Die Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer wurden von den Arbeitnehmern zuletzt auf der Delegiertenversammlung am 4. Dezember 2008 nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes neu gewählt. Einzelheiten zum Wechsel von Aufsichtsratsmitgliedern im Berichtszeitraum können dem Bericht des Aufsichtsrats an die Haupt­ versammlung auf den Seiten 24–31 des Geschäftsberichts entnommen werden. Der Aufsichtsrat ist zu der Überzeugung gelangt, dass dem Gremium – wie vom Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlen – eine ausreichende Zahl unabhängiger Mitglieder angehören, um eine unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstands durch den Aufsichtsrat zu ermöglichen. Der Aufsichtsrat hat für seine Besetzung folgende Ziele benannt: – Der Aufsichtsrat setzt sich unter Beachtung der unternehmensspezi­ fischen Situation zum Ziel, bei künftigen Aufsichtsratsbesetzungen neben der erforderlichen fachlichen Qualifikation bei den Vorschlägen an die zuständigen Wahlgremien auf Vielfalt (Diversity) zu achten. – Der Aufsichtsrat ist so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder ins­ gesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. – Der Aufsichtsrat unterstützt eine angemessene Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat. Er strebt an, den Frauenanteil im Aufsichtsrat bis zum Ende des Jahres 2015 auf den im Unternehmen angestrebten Anteil von Frauen in Führungspositionen von 30% zu erhöhen. Derzeit liegt der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 20%. – Mit Blick auf die internationale Ausrichtung des Unternehmens sollen bei der Besetzung des Aufsichtsrats auch Mitglieder mit inter­ nationalem Hintergrund ausreichend berücksichtigt werden. – Bei der Besetzung des Aufsichtsrats sollen Interessenkonflikte vermieden werden. – Zum Zeitpunkt der Bestellung sollen Aufsichtsratsmitglieder grund­ sätzlich nicht älter als 67 Jahre sein. Arbeit des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und überwacht und prüft ihn in seiner Tätigkeit. Er wird in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unter­ nehmen eingebunden. Die Arbeit des Aufsichtsrats ist in einer Geschäfts­ ordnung geregelt. Zur Konkretisierung der Vorlagepflichten des Vorstands hat der Aufsichtsrat einen Katalog zustimmungspflichtiger Geschäfte definiert, der Bestandteil der Geschäftsordnungen des Aufsichtsrats und des Vorstands ist. Der Aufsichtsrat führt regelmäßig eine Effizienzprüfung durch, zuletzt im Geschäftsjahr 2009. Die Selbstbeurteilung des Aufsichts­ rats erfolgte auf Grundlage eines umfangreichen Fragebogens sowie individueller Gespräche mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden. Die Arbeit des Prüfungsausschusses wurde in 2010 mit sehr guten Ergebnissen einer externen Effizienzprüfung unterzogen. Der Aufsichtsrat hat zur optimalen Wahrnehmung seiner Aufgaben derzeit sechs ständige Ausschüsse gebildet: Der Präsidialausschuss bereitet Vorstandspersonalia und insgesamt die Sitzungen des Aufsichtsrats vor. Der Personalausschuss berät den Vorstand bei Personalthemen – mit Ausnahme der Vorstandspersonalia. Der Finanzausschuss behandelt komplexe finanzwirtschaftliche Themen und die Planungen des Unter­ nehmens. Der Prüfungsausschuss nimmt die Aufgaben eines Prüfungsaus­ schusses nach dem Gesetz und dem Deutschen Corporate Governance Kodex wahr. Hierzu gehören insbesondere die Vorbefassung mit dem Jahresabschluss, die Überwachung der Rechnungslegung sowie die Über­ wachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanage­ mentsystems und des internen Revisionssystems. Bis zur Deregistrierung von der US­amerikanischen Börse erfüllte der Prüfungsausschuss die Auf­ gaben eines Audit Committees nach US­Recht. Der Aufsichtsrat hat ferner einen Nominierungsausschuss gebildet, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist. Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen. Schließlich gibt es einen Vermitt­ lungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 des Mitbestimmungsgesetzes. Vom 1. Januar bis 20. Mai 2010 wurde ein Sonderausschuss eingerichtet, der die Beteiligung des Unternehmens an der Versteigerung von Frequenzen der vierten Mobilfunk­Generation in Deutschland begleitet hat. Nähere Angaben zur Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse können dem Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung auf den Seiten 24–31 des Geschäftsberichts entnommen werden. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten regelmäßig an den Auf­ sichtsrat über die Arbeit der Ausschüsse. Der Vorsitzende des Prüfungs­ ausschusses, Herr Dr. h. c. Bernhard Walter, verfügt über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungs­ grundsätzen und internen Kontrollverfahren. Dr. Walter ist kein ehemaliges Vorstandsmitglied der Gesellschaft. 33An unsere Aktionäre Corporate Governance­Bericht