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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2010

Der Prüfungsausschuss befasst sich auch mit der Überwachung der Wirk­ samkeit des Internen Kontrollsystems, das über die Finanzberichterstattung hinausgeht, und erfüllt damit die seit Mai 2009 in Kraft getretenen Anforde­ rungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG). Eine Beschreibung der wesentlichen Merkmale des rechnungslegungsbezo­ genen Internen Kontrollsystems findet sich im Abschnitt „Konzernstruktur“ des Konzernlageberichts auf den Seiten 51–56 des Geschäftsberichts. Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Mit den Abschlussprüfern der Deutschen Telekom ist vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats bzw. des Prüfungsausschusses über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss­ oder Befangenheitsgründe unverzüglich unterrichtet wird, soweit diese nicht unverzüglich beseitigt werden. Ferner ist verein­ bart, dass die Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Verein­ barungsgemäß haben die Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren bzw. im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn sie bei Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellen, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben. Der Prüfungsausschuss untersucht die Unabhängigkeit der Abschlussprüfer. Bericht über die Vergütung des Vorstands. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist im Konzern­Anhang des Konzernabschlusses entsprechend den gesetzlichen Vorgaben, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten sowie Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung, individualisiert ausgewiesen und zwar auf den Seiten 213–220 des Geschäftsberichts unter der Überschrift „Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat“. Diese im Konzern­ Anhang gemachten Angaben sind zugleich integraler Bestandteil dieses Corporate Governance­Berichts. Darüber hinaus wird im Folgenden ein Überblick zur Struktur und den Grundzügen der Vorstandsvergütung gegeben: Die Hauptversammlung der Deutschen Telekom AG hat am 3. Mai 2010 ein neues System der Vorstandsvergütung gebilligt, welches den Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) ent­ spricht. Im Anschluss an das Votum der Hauptversammlung hat der Auf­ sichtsrat begonnen, die bereits bestehenden Vorstandsverträge in das neue System der Vorstandsvergütung zu überführen. Zum 31. Dezember 2010 waren sechs Vorstandsmitglieder in das neue System der Vorstands­ vergütung überführt, zwei Vorstandsmitglieder machten von der zulässigen Möglichkeit Gebrauch, mit ihrem Bestandsvertrag im alten System der Vorstandsvergütung zu verbleiben. Das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente wird vom Aufsichtsrat festgelegt und regelmäßig über­ prüft. Seit Einführung des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstands­ vergütung (VorstAG) und der Aktualisierung des Deutschen Corporate Governance Kodex in 2009 beschließt der Aufsichtsrat im Plenum die individualvertraglichen Regelungen der Verträge mit Vorständen. Dem Präsidialausschuss des Aufsichtsrats kommt seitdem eine vorbereitende Funktion für die Beschlussfassung im Aufsichtsrat zu. Die Vergütung des Vorstands besteht sowohl im Altsystem als auch im Neusystem aus mehreren Bestandteilen. Sie umfasst fixe und kurz­ und langfristig ausgelegte variable Bestandteile, diverse – im Einzelnen in den Anhang­ angaben auch individualisiert angegebene – Nebenleistungen, die grundsätzlich als Sachleistungen, in Form von Beiträgen zum Versiche­ rungsschutz und als geldwert zu versteuernde Vorteile ausgestaltet sind, sowie Zusagen auf Anwartschaften auf eine Vorstandsversorgung. Sowohl im Altsystem als auch im Neusystem enthalten die variablen Ver­ gütungsbestandteile einerseits Komponenten, die an den jährlichen geschäftlichen Erfolg gebunden sind, andererseits auch Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter. Die jährliche variable Vergütung (im Neusystem als Variable I bezeichnet) bestimmt sich nach dem Grad der Erreichung der vom Aufsichtsrat vor Beginn des Geschäftsjahres jedem Mitglied des Vorstands erteilten Ziel­ vorgaben. Bei voller Zielerreichung der variablen Gehaltsbestandteile sind im Altsystem der Vorstandsvergütung etwa zwei Drittel der Vergütung variabel und ein Drittel fix ausgestaltet. Im Neusystem beträgt der Anteil der jährlichen festen Zielvergütung ca. 40% und die variablen Zielver­ gütungsbestandteile (Variable I und Variable II) betragen ca. 60 % der Gesamtzielvergütung eines Vorstandsmitglieds. Im Neusystem besteht die Verpflichtung, ein Drittel der vom Aufsichtsrat jährlich festgesetzten Variable I in Aktien der Deutschen Telekom AG zu investieren und diese über einen Zeitraum von mindestens vier Jahren zu halten. Die Deutsche Telekom AG überträgt nach Ablauf von vier Jahren und gleichzeitigem Verbleib im Unternehmen für jede im Rahmen dieses Eigeninvestments erworbene Aktie eine weitere Aktie ohne Zuzahlung durch das Vorstandsmitglied (Matching Shares). Somit wird sichergestellt, dass frühestens nach Ablauf von vier Jahren eine Veräußerung der von Unternehmensseite gewährten Aktien möglich ist und der Verbleib im Unternehmen honoriert wird. 35An unsere Aktionäre Corporate Governance­Bericht