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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2010

Auch 2010 veränderte sich der Festnetz­Markt in Deutschland weiter stark. So gingen mehr als 90% der generierten Sprachminuten auf das Konto von Komplettangeboten, während die Anteile an Sprachminuten über Call­by­Call­ und Preselection­Angeboten weiter zurückgingen. Die Zahl der rein Festnetz­basierten Anschlüsse blieb in etwa gleich, die Zahl der Breitbandanschlüsse in Deutschland legte um rund 1,3 Mio. auf knapp 26 Mio. zu. Davon profitieren derzeit vor allem die Kabelnetzbetreiber, die hohe Bandbreiten von zum Teil bis zu 128 Mbit/s und integrierte Produkte (Telefonie, Internet und TV) anbieten: Sie verbuchten 2010 bei den Nutzer­ zahlen Zuwächse von ca. 26%. Immer wichtiger in Deutschland wird der Ausbau des Glasfasernetzes. Wir unterstützen diesen Ausbau beispielsweise in Dresden, Hennigsdorf und Braunschweig. Dort haben wir begonnen, Glasfasern bis in die Wohnungen unserer Kunden zu verlegen. Der deutsche Mobilfunk­Markt war 2010 gekennzeichnet durch ein leichtes Wachstum, das jedoch hart umkämpft und von einem starken Verdrän­ gungswettbewerb geprägt war. Eine immer größere Rolle bei der Markt­ entwicklung spielen regulatorische Entscheidungen, wie z.B. die Absenkung der Terminierungsentgelte. Daher legen Mobilfunk­Anbieter verstärkt Wert auf eine hohe Kundenbindung und werthaltiges Wachstum bei den Ver­ tragskunden. Die Serviceumsätze im Gesamtmarkt entwickelten sich 2010 im Vergleich zum Vorjahr positiv. Dies ist vor allem auf die wachsende mobile Datennutzung durch die immer beliebter werdenden Smartphones zurückzuführen. Um den steigenden Ansprüchen an das Mobilfunknetz gerecht zu werden, gibt es schon jetzt in Deutschland insgesamt 69 258 Mobilfunk­Standorte (Quelle: BNetzA), davon allein ca. 25 000 von der Deutschen Telekom. Im Mai 2010 wurden die neuen Long­Term­Evolution­Frequenzen (LTE) versteigert. Seitdem haben Telekommunikationsanbieter in ganz Deutsch­ land damit begonnen, den neuen Mobilfunk­Standard auszubauen. Wir starteten im Juni 2010 mit dem LTE­Ausbau in Brandenburg, Niedersachsen, Baden­Württemberg und Bayern. Telekommunikationsunternehmen fächern das Spektrum an Produkten und Dienstleistungen, das sie ihren Kunden anbieten, weiter auf. Auch wir erschließen neue Geschäftsfelder. Dazu zählen der automatisierte Daten­ austausch zwischen Maschinen, intelligente Netzstrukturen und neue Serviceangebote zur elektronischen Datenübermittlung wie z.B. De­Mail. Europa. Auch der Telekommunikationsmarkt in den Ländern unseres operativen Segments Europa war gekennzeichnet durch intensiven Wettbewerb und, als Folge davon, weiter sinkende Endkundenpreise. Darüber hinaus minderten die von den Regulierungsbehörden reduzierten Terminierungs­ entgelte die Umsätze. In den meisten süd­ und osteuropäischen Ländern des operativen Segments Europa waren die Telekommunikationsanbieter starken staatlichen und regulatorischen Einflüssen unterworfen. Die Märkte unseres operativen Segments Europa sind im Mobilfunk weit­ gehend gesättigt. Dennoch erhöhte sich bei fast allen Ländern die Markt­ penetration. Nur Griechenland und die Niederlande hatten eine geringere Marktdurchdringung. Grund hierfür war in Griechenland die umzusetzende staatliche Vorschrift, Prepaid­Kunden ab sofort zu registrieren. In den Niederlanden verzeichneten wir eine geringere Marktdurchdringung auf­ grund der Ausbuchung inaktiver Prepaid­Kunden bei T­Mobile Netherlands. Das klassische Festnetz­Geschäft verliert mehr und mehr an Bedeutung: 2010 gab es in allen Ländern des operativen Segments Europa weitere Anschlussverluste, wenn auch leicht geringere als im Vorjahr. Das Breitband­ geschäft dagegen wächst nach wie vor, 2010 jedoch weniger dynamisch. Die Breitbandabdeckung ist in den einzelnen Ländern unterschiedlich hoch. Der Bedarf nach größeren Bandbreiten wächst kontinuierlich weiter, beispielsweise aufgrund des IPTV­Geschäfts. USA. In den USA setzt sich das Wachstum des Mobilfunk­Markts insgesamt fort, nachdem rückläufige Sprachumsätze durch steigende Datenumsätze überkompensiert werden konnten. Vier nationale Carrier (AT&T Wireless, Verizon Wireless, Sprint und T­Mobile USA) und verschiedene regionale Netzbetreiber teilen den Markt unter sich auf. Zudem gibt es eine Reihe von sog. virtuellen Mobilfunknetzbetreibern (MVNO), die ihren Verkehr über die Netze eines oder mehrerer nationaler Netzbetreiber abwickeln. Die beiden größten nationalen Netzbetreiber AT&T Wireless und Verizon Wireless verzeichneten im Geschäftsjahr 2010 ein besonders starkes Umsatzwachstum und solide Margen. Dies war auf einen deutlichen Zuwachs bei den Smartphones und steigende durchschnittliche Umsätze je Kunde im Vertragskundensegment zurückzuführen. Aufgrund von Größenvorteilen und der Möglichkeit, Mobilfunk­ und Festnetz­Angebote zu bündeln, wären AT&T Wireless und Verizon Wireless in der Lage, ihre Dienstleistungen kostengünstiger anzubieten und so ihren Kunden­ bestand überproportional zu steigern. Dies hätte negative Auswirkungen auf die Wettbewerbsposition von T­Mobile USA. 62