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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2010

AT&T konnte in den vergangenen drei Jahren durch den Exklusivvertrieb des Apple iPhone einen Wettbewerbsvorteil erzielen. Dieser Exklusiv­ vertrieb läuft allerdings 2011 aus. Verizon kommt als weiterer Vertriebs­ partner hinzu und erlangt dadurch ebenfalls einen Wettbewerbsvorteil. Wann T­Mobile USA das iPhone anbieten kann, ist derzeit unklar. Insbe­ sondere Verizon und AT&T konnten 2010 einen überproportional höheren Nettokundenzuwachs verzeichnen, was in Verbindung mit dem Wett­ bewerbsdruck seitens der regionalen Billig­Komplett­Anbieter 2010 zu einem leicht rückläufigen Marktanteil von T­Mobile USA führte. Ein Hauptthema der Branche ist der Ausbau der 4G­Netze. So hat Verizon Wireless mit der Umstellung auf die LTE­Netztechnologie begonnen, die bis Ende des Jahres bereits für 110 Mio. Menschen verfügbar sein soll. Bislang kann Verizon Wireless zwar nur LTE­Dongles anbieten, aber im Laufe des Jahres 2011 sollen auch LTE­Smartphones verfügbar sein. AT&T und T­Mobile USA haben HSPA+­Netze aufgebaut. An das HSPA+­Netz der T­Mobile USA konnten bis Ende 2010 bereits 200 Mio. Menschen an­ geschlossen werden. AT&T liegt vermutlich bei der HSPA+­Netzabdeckung hinter T­Mobile USA, da die Backhaul­Anbindungen noch nicht so um­ fassend auf Glasfaser umgestellt sind. AT&T will 2011 mit dem LTE­Ausbau beginnen. Sprint hat kein eigenes 4G­Netz, sondern setzt auf das Unter­ nehmen Clearwire, an dem es eine Minderheitenbeteiligung hält. Ende 2010 erreichte das auf WiMAX basierende Netz von Clearwire rund 110 Mio. Menschen. Von Sprint sind inzwischen die ersten WiMAX­fähigen Smart­ phones auf dem Markt. Systemgeschäft. Während die Jahre 2008 und 2009 von der Weltwirtschaftskrise geprägt waren, zeigte 2010 deutliche Zeichen der Erholung. Trotz der allgemeinen Erholung der Märkte lastete der Kostendruck weiterhin auf den Unter­ nehmen. Die erforderliche Modernisierung und Anpassung der IT kam in vielen Unternehmen nur zögerlich in Gang. Das Projekt­ und das Infra­ strukturgeschäft erholten sich langsam. In den einzelnen Marktsegmenten zeigt sich diese Entwicklung sehr unterschiedlich. Auf die Telekommunikation hatte die wirtschaftliche Erholung einen relativ geringen Einfluss. Dieser Markt war wie schon in den vergangenen Jahren geprägt von intensivem Wettbewerb und Preisverfall. Der Markt für IT­Dienstleistungen verzeichnete nach den Krisenjahren wieder ein leichtes Wachstum. Die Erholung im Outsourcing­Geschäft im Bereich Computing und Desktop Services (CDS) ist spürbar. Das liegt nicht nur am traditionellen Outsourcing­Geschäft, sondern auch am Erfolg im Cloud Service, dem Bereitstellen von IT­Dienstleistungen über das Internet. Auch das IT­Projektgeschäft verzeichnete nach einem starken Rück­ gang 2009 ebenfalls ein leichtes Wachstum im Jahr 2010. Das industrie­ spezifische Systemintegrationsgeschäft, getrieben durch IT­Projekte in den Branchen Gesundheit, Energie und öffentliche Hand, hat sich hierbei deutlich schneller erholt als das Standardprojektgeschäft im Umfeld ERP (Enterprise Resource Planning), CRM (Customer Relationship Manage­ ment) und SCM (Supply Chain Management). Die Gesamtnachfrage wandelt sich immer mehr: Während die Kunden bisher Telekommunikationsprodukte und IT­Services als separate Leis­ tungen nachfragten, wollen sie heute zunehmend ICT­Lösungen aus einer Hand, um ihre Unternehmensprozesse zu verbessern und den Unter­ nehmenswert zu steigern. Vor allem die Themen Cloud Service, Embedded Systems und intelligente Netze verändern den Markt zunehmend. Regulatorischer Einfluss auf das Geschäft. Unsere Geschäftstätigkeit unterliegt in hohem Maße der nationalen und europäischen Regulierung; damit verbunden sind umfassende Eingriffs­ befugnisse in unsere Produkt­ und Preisgestaltung. Auch 2010 wurde unser Festnetz-Geschäft umfassend reguliert. Wesent­ liche Eingriffe waren: Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat im Berichtszeitraum zwei Regulie­ rungsverfügungen erlassen: Am 17. September 2010 hat die Behörde festgelegt, dass VDSL­ und FTTH­Anschlüsse auch grundsätzlich dem regulierten Vorleistungsregime von DSL unterworfen werden sollen. Auf­ genommen wurde auch ein Ethernet­basierter Bitstream­Access. Um die Verfügung umzusetzen, muss ein angepasstes Standardangebot vorgelegt werden. Die Entgelte unterliegen einer ex­post Kontrolle durch die BNetzA. 63Zusammengefasster Lagebericht Wirtschaftliches Umfeld