Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Deutsche Telekom AG - Konzern-Zwischenbericht - 1. Januar bis 31. März 2011

31Konzern-Zwischenlagebericht Gesamt. Die Kundenentwicklung des Segments Europa wurde im ersten Quartal 2011 durch drei wesentliche Faktoren beeinflusst. Die weiterhin angespannte ge- samtwirtschaftliche Situation vor allem in Griechenland und die Auswirkungen der hart umkämpften Märkte in allen europäischen Ländern beeinträchtigten die Kundenentwicklung in Europa. Darüber hinaus haben wir in Ungarn mit Wirkung zum 1. Januar 2011 eine Reklassifizierung unseres Geschäftskunden­ bestands zwischen den operativen Segmenten Europa und Systemgeschäft durchgeführt. In diesem Zusammenhang wurden die ungarischen Mobilfunk- Kunden und Festnetz-Anschlüsse der Großkunden zu T-Systems verlagert. Ferner konnten wir in Griechenland unseren Kundenbestand nicht wie vor­- gesehen weiter ausbauen. Die lange Genehmigungszeit des griechi­schen Regulierers führte dazu, dass unsere vorgeschlagenen Bündelpakete (gemein­ sames Angebot von Mobilfunk- und Festnetz-Produkten) nicht rechtzeitig in unser Produkt-Portfolio aufgenommen werden konnten. Die Zahl der Festnetz- Anschlüsse im operativen Segment Europa sank aus diesen Gründen im ersten Quartal 2011 gegenüber dem Jahresende 2010. Teilweise konnten wir den Rückgang durch einen Anstieg bei den Breitbandanschlüssen sowie beim inno­vativen IPTV-Geschäft ausgleichen. Im Mobilfunk-Geschäft ging der Ge- samtkundenbestand trotz des negativen Effektes aus der Kundenreklassifizie- rung in Ungarn nur leicht zurück. Festnetz. Alles, was verbindet: Telefon, Internet und Fernsehen. Zum Ende des ersten Quartals 2011 verzeichneten wir bei den Festnetz- Anschlüssen einen Bestand von 11,1 Mio.; dies entspricht einem Rückgang um 1,8 % gegenüber dem Jahresendwert 2010. Im Wesentlichen ist dies auf die Entwicklung in Griechenland und Ungarn zurückzuführen. In Griechen- land führten die wirtschaftliche Situation und der damit verbundene hohe Wettbewerbsdruck zu einem Rückgang im Kundenbestand. Zusätzlich führte die Haltung des griechischen Regulierers dazu, dass die Markteinführung unserer vorgeschlagenen Festnetz-Bündelpakete verzögert oder abgelehnt wurde, so dass wir unsere vermarkteten Breitbandanschlüsse nicht wie geplant weiter ausbauen konnten. In Ungarn reduzierte sich die Anzahl der Festnetz- Anschlüsse als Folge der Reklassifizierung der Geschäftskunden. Alle anderen Länder des Segments mit Festnetz-Geschäft erzielten stabile Anschlussbe- stände. Im Zuge unserer strategischen Ausrichtung legen wir unseren Fokus auf schnelle und effiziente Telekommunikationsnetze. Daher bauen wir konti- nuierlich unser Breitbandnetz aus. Die Anzahl der vermarkteten Breitbandan- schlüsse Retail stieg infolge dessen von Quartal zu Quartal stetig an. Im ersten Quartal 2011 wuchsen die Retail-Anschlüsse sowie die ge- und entbündelten Wholesale-Anschlüsse insgesamt auf 4,7 Mio. Anschlüsse gegenüber dem Jahresende 2010. Alle Länder unseres operativen Segments Europa trugen zu diesem Ergebnis bei. Zudem erreichten wir beim IPTV-Geschäft einen kräftigen Anstieg von 8,9 % gegenüber dem Jahresende 2010. Hier waren es vor allem die Länder Ungarn und Griechenland mit den höchsten Wachstumsraten im zweistelligen Bereich. Diese positive Entwicklung zeigt, dass die Vermarktung von Breitband- und TV-Produkten der richtige Weg zum Erfolg ist. Mobilfunk. Überall mitten im Leben: Mobile Telefonie und Datenanwendungen. Im operativen Segment Europa erzielten wir im ersten Quartal des laufenden GeschäftsjahreseinenGesamtkundenbestandvon59,3 Mio.Mobilfunk-Kunden. Dies entspricht einem leichten Rückgang um 1,3 %. Im Wesentlichen ist dieser Rückgang auf die Länder Ungarn, Griechenland und Rumänien zurückzuführen. Dem entgegen wirkten steigende Gesamtkundenzahlen in den Niederlanden und Kroatien sowie eine stabile Kundenentwicklung in allen anderen Ländern des Segments. Auf das Prepaid-Segment, das 56,0 % des Gesamtkunden- bestandes umfasste, entfielen im ersten Quartal 2011 knapp zwei Drittel der Kundenverluste. Hierzu trugen Griechenland und Rumänien die größten Anteile bei. In Griechenland haben wir 0,7 Mio. inaktive Prepaid-Kunden ausgebucht, die bis dato nicht den gesetzlichen Registrierungsvorschriften nachgekommen waren. Auch in Rumänien reduzierte sich der Prepaid-Kundenbestand zum Einen wegen der Ausbuchung inaktiver Kunden und zum Anderen wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage. Das werthaltige Vertragskundengeschäft zeigte im ersten Quartal 2011 eine solide Entwicklung trotz der deutlichen Kundenrückgänge als Folge der Re- klassifizierung der Geschäftskunden in Ungarn. Starke Zuwächse beispiels- weise in den Niederlanden, Kroatien, der Tschechischen Republik und Alba- nien konnten den reklassifizierungsbedingten Rückgang in Ungarn teilweise wieder auffangen. Insgesamt konnten wir den Anteil der Vertragskunden am gesamten Kundenbestand des operativen Segments Europa mit 44,0 % auf Jahresendniveau sichern. Dieses positive Ergebnis erzielten wir, weil wir uns strategisch darauf ausgerichtet haben, werthaltige Kunden zu gewinnen und an uns zu binden. Die Vermarktung von attraktiven Tarifen mit Inklusivminuten, Flatrate-Tarifen und neuen Hardware-Angeboten in Verbindung mit einem Laufzeitvertrag half uns, dieses Ziel zu erreichen. Im Rahmen von Vernetztem Leben und Arbeiten sprachen wir gezielt neue Kundengruppen an, indem wir innovative Daten- und Content-Dienste für das mobile Internet sowie innovative Mobilfunk-Endgeräte anboten. Den Smartphones kam hierbei eine besondere Bedeutung zu. Deren Anteil an den insgesamt vermarkteten Endgeräten konnte im operativen Segment Europa deutlich erhöht werden.