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Deutsche Telekom AG - Konzern-Zwischenbericht - 1. Januar bis 31. März 2011

33Konzern-Zwischenlagebericht Gesamtumsatz. Im ersten Quartal 2011 erreichte das operative Segment Europa einen Ge- samtumsatz von 3,7 Mrd. €, das entspricht einer Reduzierung von 23,1 % gegenüber dem Vorjahr. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen die Folge der Entkonsolidierung der T-Mobile UK zum 1. April 2010 sowie der Reklassifi- zierung des ungarischen Geschäftskundenbestandes. Die insgesamt leicht positiven Auswirkungen der Wechselkurseffekte gegenüber dem Euro führten zu einer Verbesserung des Segmentumsatzes. Hier waren es vor allem die Tschechische Krone und der Polnische Zloty, die die negativen Wechselkurs- effekte des Ungarischen Forint und der Kroatischen Kuna überkompensierten. Bereinigt um diese Effekte reduzierte sich der Segmentumsatz nur um 8,0 %. Die Ursache für diesen Rückgang ist im Wesentlichen auf den Preisverfall in fast allen europäischen Ländern zurückzuführen. Zum Einen sind die Preismin- derungen die Folge von regulierungsbedingt geringeren Mobilfunk-Terminie- rungsentgelten, zum Anderen beeinträchtigte der hohe Wettbewerbsdruck die Umsätze. Zusätzlich wirkten sich die Sondersteuern in Ungarn negativ auf den Segmentumsatz aus. Die schwierige gesamtwirtschaftliche Situation vor allem in den süd- und osteuropäischen Ländern belastete darüber hinaus den Ge- samtumsatz erheblich. Besonders stark davon betroffen waren Griechenland und Rumänien, auf die etwa 51,1 % des operativen Umsatzrückgangs entfielen. Erfreuliche Umsatzzuwächse im Festnetz-Geschäft im Wesentlichen in den Bereichen Breitband und TV kompensierten die negativen Effekte teilweise. Griechenland. In Griechenland reduzierte sich im ersten Quartal 2011 der Umsatz um 13,4 % gegenüber der Vorjahresperiode. Sowohl das Festnetz- Geschäft als auch das Mobilfunk-Geschäft waren von diesen Rückgängen be- troffen. Im Festnetz wirkten sich die Verluste bei den Anschlüssen negativ auf die Umsätze aus. Teilweise konnten diese Rückgänge durch eine erfreuliche Entwicklung bei den Wholesale- und TV-Umsätzen ausgeglichen werden. Das Mobilfunk-Geschäft war im ersten Quartal im Wesentlichen durch den starken Wettbewerb und die schwierige gesamtwirtschaftliche Situation geprägt. Auf- grund dessen reduzierten sich die Serviceumsätze gegenüber dem Vorjahr. Zusätzlich belasteten die Prepaid-Registrierungsvorschriften und die regulie- rungsbedingt abgesenkten Terminierungsentgelte die Umsätze. Dem ent- gegen wirkten leicht höhere Umsätze bei Roaming und Content. Rumänien. Im ersten Quartal 2011 verringerte sich der Umsatz in Rumänien um 10,0 %. Dies war insbesondere die Folge des anhaltenden Preiskampfs im rumänischen Telekommunikationsmarkt sowie der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Lage, welche mit Anschlussverlusten sowohl beim klas- sischen Festnetz als auch im Mobilfunk einher ging. Infolge eines starken Kundenwachstums im Breitband und den damit verbundenen leichten Um- satzzuwächsen, konnten wir die Rückgänge im klassischen Festnetz-Geschäft teilweise auffangen. Im Mobilfunk-Geschäft sind die Serviceumsätze aufgrund geringerer Umsätze bei der monatlichen Grundgebühr und den SMS nur leicht gefallen. Höhere Umsätze in der Sprachtelefonie leisteten hingegen einen positiven Beitrag und wirkten teilweise kompensatorisch. Ungarn. In Ungarn erzielten wir im ersten Quartal einen Umsatz von 352 Mio. €, was einem Rückgang von 12,4 % entspricht. Der Umsatzrückgang ist im We- sentlichen auf zwei Effekte zurückzuführen. Zum Einen beeinträchtigte die von der ungarischen Regierung Ende des letzten Jahres neu eingeführte Sonder- steuer den Umsatz um 20 Mio. €. Zusätzlich führte die Reklassifizierung der Geschäftskunden zu einem negativen Umsatzeffekt von rund 13 Mio. €. Eine negative Wechselkursentwicklung des ungarischen Forints gegenüber dem Euro belastete ebenfalls die Ergebnisse. Der um diese Effekte bereinigte ope- rative Umsatzrückgang beträgt nur noch 3,1 % gegenüber dem Vorjahr und ist im Wesentlichen durch die allgemeine wirtschaftliche Lage begründet. Höhere Umsätze bei Breitband und TV konnten nur teilweise die Umsatzverluste des klassischen Festnetz-Geschäfts ausgleichen. Im Mobilfunk sanken die Service­ umsätze vor allem bei der Sprachtelefonie. Hierbei belasteten gesunkene Preise aufgrund des harten Wettbewerbs als auch geringere Mobilfunk-Termi- nierungsentgelte die Umsätze. Polen. Im ersten Quartal 2011 konnten wir in Polen unsere Umsätze aufgrund positiver Wechselkurseffekte des Polnischen Zloty gegenüber dem Euro auf Vorjahresniveau stabilisieren und erzielten einen Betrag von 440 Mio. €. Auf operativer Basis sanken die Serviceumsätze leicht, was hauptsächlich durch geringere Umsätze bei der Sprachtelefonie und den SMS verursacht worden ist. Höhere Umsätze bei der monatlichen Grundgebühr und Datendiensten sowie geringere Preisnachlässe führten fast vollständig zu einer Kompensation der Umsatzrückgänge. Tschechische Republik. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sank der Umsatz in der Tschechischen Republik um 3,9 % auf 268 Mio. €. Positive Wechselkurs- effekte der Tschechischen Krone gegenüber dem Euro konnten nur teilweise den Rückgang des operativen Umsatzes auffangen. Hierbei waren es vor allem die geringeren Serviceumsätze, die durch eine zweimalige regulierungsbe- dingte Absenkung der Terminierungsentgelte belastet wurden. Es sanken die Umsätze in der Sprachtelefonie und den Datendiensten. Höhere Monatsge- bühren und höhere Endgeräteumsätze aufgrund gesteigerter Geräteverkäufe wirkten im Mobilfunk-Geschäft dem Rückgang entgegen. Ferner leistete der erfreuliche Anstieg beim Festnetz-Geschäft einen positiven und daher kompen- satorischen Umsatzbeitrag.