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Deutsche Telekom AG - Konzern-Zwischenbericht - 1. Januar bis 31. März 2011

9Konzern-Zwischenlagebericht Im Folgenden werden Ergänzungen und neue Entwicklungen zu der im zusam- mengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 dargestellten Situation des wirtschaftlichen Umfelds ausgeführt. Hierbei wird auf die Entwicklung der Weltwirtschaft, den Ausblick, die gesamtwirtschaftlichen Risiken und die Regu- lierung eingegangen. Entwicklung der Weltwirtschaft. IndenerstendreiMonatendesJahres2011befandsichdieWeltwirtschaft weiter im Aufschwung und konnte sogar wieder an Schwung gewinnen. Neben den Schwellenländern zog die gesamtwirtschaftliche Entwicklung auch in einem Großteil der Industrieländer in den letzten Monaten weiter an. In unseren Kernländern ist weiterhin eine uneinheitliche Wachstumsentwick- lung zu erkennen. Die Volkswirtschaften in Deutschland und seit Ende des zweiten Halbjahres 2010 auch die USA verzeichnen einen kräftigen bzw. zunehmend positiven Aufschwung. In den Ländern unseres Segments Europa hingegen ist die Entwicklung auch in den ersten Monaten 2011 weiterhin un- einheitlich. Im historischen wie auch relativen Vergleich ergibt sich folgendes Bild: Polen und Österreich entwickeln sich robust. Die Niederlande, die Tsche- chische Republik, Ungarn und die Slowakei wachsen moderat. Kroatien und Rumänien befinden sich weiterhin in einer schwierigen Situation mit ersten Anzeichen der konjunkturellen Verbesserung. Griechenland bleibt weiterhin in der Rezession. Ausblick. Die Institute der „Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose“ haben in ihrem Frühjahresgutachten die Prognosen für die Entwicklung in 2011 und 2012 angepasst. So sehen sie für die Entwicklung des Bruttoinlandproduktes in Deutschland für das Jahr 2011 einen Zuwachs von 2,8 % und für 2012 von 2,0 %. Zuwächse von 3,0 % bzw. 2,8 % werden für die USA erwartet. Für Grie- chenland prognostiziert die „Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose“ für 2011 einen Rückgang um 3,2 % und einen leichten Anstieg von 0,3 % in 2012. Für die mittel- und osteuropäischen Länder erwartet die Gemeinschaftsdia­ gnose für 2011 ein Plus von 3,0 % und für das Jahr 2012 ein Plus von 3,5 %. Gesamtwirtschaftliches Risiko. Neben den bereits im Geschäftsbericht 2010 beschriebenen Risiken für die Weltwirtschaft, steht die Welt zur Zeit unter dem Eindruck der möglichen öko- nomischen Risiken und Folgen der Natur- und Reaktorkatastrophe in Japan, sowie des Ölpreisanstiegs bedingt durch die politischen Krisen im nordafrika- nischen und arabischen Raum. Die Institute der „Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose“ gehen davon aus, dass erfahrungsgemäß die makroökonomischen Auswirkungen von Natur­ katastrophen in Industrieländern nicht gravierend sind. Auch wenn es sich um ein für Japan einschneidendes wirtschaftliches Ereignis handelt, werden diese Auswirkungen für die Weltkonjunktur aber voraussichtlich nur kurzzeitig spür- bar sein. Der Anstieg des Ölpreises durch die politischen Krisen im nordafrikanischen und arabischen Raum wird von der „Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose“ nur zum kleinen Teil als Reflex auf die Versorgungsengpässe gesehen. Viel- mehr ist der jüngste Preisanstieg eher verursacht durch die gute Entwicklung der Weltkonjunktur. Regulatorische Eingriffe auf das Geschäft. Ende März 2011 hat die BNetzA die Regulierungsverfügung Teilnehmer­ anschlussleitung (TAL) veröffentlicht. Sie bestätigt hierin grundsätzlich ­ den bisherigen Verpflichtungsumfang zum entbündelten Zugang zur TAL. Die Zugangsverpflichtung zur Kabelkanalanlage zwischen Hauptverteiler und Multifunktionsgehäuse bleibt bestehen. Die BNetzA hat auch eine Ver- pflichtung zum Zugang zur Dark Fiber für die Strecke zwischen Hauptverteiler- Multifunktionsgehäuse (wieder-) auferlegt. Die Verpflichtung gilt jedoch nur dort, wo keine Kabelkanalkapazitäten zur Verfügung stehen. Ergänzend unter- wirft die BNetzA den Zugang zur TAL auf reiner Glasfaser dem Anwendungs- bereich des vorliegenden Regulierungsregimes, und sieht hierfür aber eine ex-post Entgeltkontrolle vor. Am 31. März 2011 hat die BNetzA im Rahmen einer vorläufigen Entgeltgeneh- migung die monatlichen Überlassungsentgelte für die Teilnehmeranschluss- leitung für den Zeitraum 1. April 2011 bis 30. Juni 2013 festgesetzt. Für die wichtigste TAL Variante – die Kupferdoppelader wird ein Entgelt von 10,08 €/ Monat (bisher 10,20 €, beantragt 12,90 €) genehmigt. Dies entspricht einer Ab- senkung um 1,18 %. Das Entgelt für die Kabelverzweiger-TAL, wird auf 7,17 €/ Monat gegenüber dem bisherigen Entgelt von 7,21 € um 0,55 % abgesenkt. Beantragt waren 9,58 € im Monat. Die Entgelte sind zunächst nur vorläufig ge- nehmigt, da der Beschlussentwurf noch national und auf EU Ebene konsultiert wird und sich im Verlauf des Verfahrens noch Änderungen ergeben können. Mit der finalen Entscheidung ist derzeit bis Ende Juni 2011 zu rechnen. Konzern-Zwischenlagebericht. Wirtschaftliches Umfeld.