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Deutsche Telekom - Das Geschäftsjahr 2012

Im übrigen Europa liegen die Zahlen insgesamt im Rahmen unserer Erwartungen. Umsatz und Ergebnis sind zwar gesunken, aber das lag zu einem erheblichen Teil an Regulierungsentscheidungen und Sondersteuern, die den Märkten massiv Geld entzogen haben. Das Kundenwachstum dagegen hat sich gut entwickelt, so ist zum Beispiel die Zahl der Mobilfunk-Vertragskunden um weitere 4 Prozent gestiegen. Das alles ist angesichts der unverändert schwierigen konjunkturellen Lage in vielen Ländern nicht selbstverständlich – und wir sind damit besser als die meisten Wettbewerber. Ein bemerkenswertes Zeichen für das Vertrauen in unsere Beteiligungen ist, dass OTE kürzlich eine Anleihe in Höhe von 700 Millionen Euro erfolgreich im Markt platziert hat – als erster griechischer Emittent seit langem. Erfreulich ist der Trend im Systemgeschäft mit Großkunden – vor allem beim bereinigten EBITDA, das 2012 um mehr als 11 Prozent zugelegt hat. Positiv entwickelte sich auch der Auftragseingang mit einem Plus von rund 18 Prozent, hier war das vierte Quartal besonders stark. Der wichtigste Abschluss war sicher die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Shell bei einem Gesamtvolumen von 1,8 Milliarden Euro. Wir über- zeugen mehr und mehr mit unseren Lösungen aus der Cloud – also zum Beispiel mit Rechnerkapazität, Speicherleistung und Software, die unsere Kunden nach Bedarf buchen und bezahlen. Cloud Computing gibt es bei uns aber nicht nur für Großkunden: Seit vergangenem Jahr können auch kleine und mittelständische Unternehmen in unserem „Business Marketplace“ bequem und ohne zusätzliche IT-Ressourcen innovative Cloud-Dienste abrufen: zum Beispiel Buchhaltungs-Software, Lösungen für Video- konferenzen oder zusätzlichen Speicherplatz. Und um insgesamt als Konzern flexibler und agiler zu werden, haben wir 2012 die Prozesse für Partnerschaften mit anderen Unternehmen noch einmal vereinfacht – mit Erfolg: So sind wir zum Beispiel seit Oktober exklusiver Kooperationspartner des Musikdienstes „Spotify“ in Deutschland. Unter dem Strich – und das ist die Botschaft des Geschäftsjahres 2012 – steht die Deutsche Telekom nach wie vor sehr solide da: Unser operatives Geschäft verlief im Branchenvergleich überdurchschnittlich. Wir sind stabil finanziert und können zu sehr guten Konditionen Fremdkapital aufnehmen. Wir haben unsere Finanzverbindlichkeiten im vergangenen Jahr weiter reduziert, und zwar um mehr als 3 Milliarden Euro. Und wir sind als Unternehmen innovativer und schneller geworden. Das alles war nur möglich, weil unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit großem Einsatz an der Transformation des Konzerns arbeiten – sei es in der Produktentwicklung, im Vertrieb, im Service oder an vielen anderen Stellen im Unternehmen. Ihnen allen gilt mein herzlicher Dank. Auf dieser guten Basis gehen wir jetzt den nächsten Schritt. Unsere Planung für die Jahre 2013 bis 2015 trägt eine klare Überschrift: Wir investieren, um mittelfristig wieder zu wachsen. Anders als viele Wettbewerber erhöhen wir unsere Investitionen sogar: auf fast 30 Milliarden Euro in den kommenden drei Jahren – mit einem Schwerpunkt auf dem Aufbau hochleistungsfähiger Breitbandnetze im Mobilfunk und im Festnetz. In Deutschland bauen wir das modernste integrierte Netz: Wir beschleunigen den LTE-Ausbau im Mobilfunk und bieten damit schnelles mobiles Internet der neuesten Generation für rund 85 Prozent der Bevölkerung. Gleichzeitig bauen wir unser Glasfasernetz aus und machen es schneller: Mithilfe der sogenannten „Vectoring- Technologie“ können dann rund 65 Prozent der Haushalte Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde nutzen. Darüber hinaus verknüpfen wir LTE und Vectoring miteinander und wollen damit bis zu 200 Megabit pro Sekunde im Download und bis zu 90 Megabit pro Sekunde im Upload ermöglichen. Insge- samt sehen wir allein für den Ausbau des breitbandigen Festnetzes rund 6 Milliarden Euro vor. Dabei setzen wir voraus, dass die von der EU angekündigte investitionsfreundliche Regulierungspolitik zügig in nationale Regelungen umgesetzt wird – inklusive der erforderlichen Voraussetzungen für den Einsatz von Vectoring. 30

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