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Deutsche Telekom AG - Konzern-Zwischenbericht - 1. Januar bis 31. März 2012

19Konzern-Zwischenlagebericht Gesamtumsatz. Im ersten Quartal 2012 erzielte unser operatives Segment Europa einen Ge- samtumsatz von 3,6 Mrd. € und lag damit 2,6 % unter dem Vorjahresquartals- wert. Damit hat sich der Rückgang abermals verlangsamt und erreicht trotz der Belastungen aus Währungskursentwicklungen den niedrigsten Wert seit einem Jahr. Die Entwicklung der Wechselkurse gegenüber dem Euro – im Wesent- lichen getrieben durch den Polnischen Zloty und den Ungarischen Forint – wirkten sich deutlich negativ auf unseren Umsatz aus: Rund 75 % des Umsatz- rückgangs waren wechselkursbedingt. Bereinigt um diesen Effekt stabilisierte sich der Segmentumsatz annähernd auf dem Niveau der Vorjahresperiode. Das erste Quartal war geprägt durch einen weiteren Preisverfall in den meisten europäischen Ländern, getrieben einerseits durch den intensiven Wettbewerb und andererseits durch regulierungsbedingte Absenkungen der Mobilfunk- Terminierungsentgelte. Belastend wirkte nicht zuletzt auch die schwierige ge- samtwirtschaftlicheSituation, v. a. in den süd- und osteuropäischen Ländern. In Griechenland mussten wir im Festnetz-Bereich Umsatzrückgänge verbuchen, in Kroatien waren das Festnetz- und das Mobilfunk-Geschäft betroffen. Opera- tive Umsatzanstiege in einigen Ländern konnten die leichten Umsatzverluste auf Segmentebene weitgehend kompensieren. Positiv auf unsere Umsatzentwicklung auf Segmentebene wirkten sich Zu- wächse in den Bereichen Breitband, TV, ICT sowie Energie in einigen Ländern unseres Segments aus und kompensierten teilweise die negativen Effekte aus dem klassischen Festnetz-Geschäft. Im Mobilfunk wirkten die stark wachsen- den Datenumsätze, die um mehr als 11 % anstiegen – währungsbereinigt sogar um 14 % –, positiv auf unsere Umsatzentwicklung. Zum Wachstum der Daten- umsätze trugen nahezu alle Länder unseres operativen Segments Europa bei; insbesondere aber die Niederlande, Österreich, die Tschechische Republik sowie Polen. EBITDA, bereinigtes EBITDA. Unser operatives Segment Europa erzielte im ersten Quartal 2012 ein berei-  nigtes EBITDA von 1,2 Mrd. €, das sind 4,3 % weniger als in der Vorjahres-  periode. Ohne die insgesamt stark negativen Wechselkurseffekte aus der Um-  rechnung des Ungarischen Forint und des Polnischen Zloty reduzierte sich das bereinigte EBITDA nur um 2,2 %. Die bereinigten EBITDA-Rückgänge in Griechenland, Ungarn und der Tschechischen Republik konnten wir durch im Vorjahresvergleich gestiegene bereinigte EBITDA-Beträge in den Niederlanden und im rumänischen Mobilfunk-Geschäft größtenteils ausgleichen. Insgesamt wirkten sich die im Periodenvergleich niedrigeren Umsätze negativ auf die EBITDA-Entwicklung aus. Durch die konsequente Senkung der Gemein- kosten – v. a. in Griechenland und Ungarn – sowie eine effizientere Kunden- ansprache, insbesondere im Bereich der Kundenbindung, konnten wir diese negative Entwicklung zum Teil kompensieren. EBITDA-belastend wirkte im ersten Quartal 2012 ferner die Immobiliensteuer in Griechenland, die im ersten Quartal des Vorjahres noch nicht eingeführt war, sowie ein positiver Einmal­ effekt in Ungarn im ersten Quartal 2011. Operative Entwicklung in ausgewählten Ländern. Griechenland. In Griechenland belief sich unser Umsatz im ersten Quartal 2012 auf 819 Mio. €; gegenüber dem Vorjahreszeitraum verringerte er sich damit um 5,1 %. Dieser Rückgang resultierte aus dem Festnetz-Geschäft und konnte nur zum Teil durch einen Umsatzanstieg im Mobilfunk-Geschäft aufge- fangen werden. Im Festnetz waren v. a. Anschlussverluste bei der klassischen Telefonie für die rückläufigen Umsätze verantwortlich. Ferner konnten wir geplante Kundenakquisitionen im Breitband-Geschäft und die damit verbun- denen Umsätze noch nicht realisieren, da das Festnetz-Geschäft in Griechen- land nach wie vor stark reguliert ist. Erfolgreich hingegen entwickelte sich das Mobilfunk-Geschäft: Im Quartalsvergleich konnten wir trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Situation und des starken Wettbewerbs leicht stei- gende Umsätze generieren. Diese stammten hauptsächlich aus gestiegenen Umsätzen bei der Sprachtelefonie. Das bereinigte EBITDA verringerte sich in Griechenland im Berichtsjahr auf 309 Mio. € – ein Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal um 5,5 %. Gründe hierfür waren zum einen der gesunkene Umsatz im Festnetz-Geschäft, zum anderen die Entscheidungen staatlicher Behörden. So führte die griechische Regierung im September 2011 für das Jahr 2011 eine Immobiliensteuer ein, welche im Quartalsvergleich rund die Hälfte unseres griechischen EBITDA- Rückgangs verursachte. Unsere Programme und Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz – sichtbar v. a. in geringeren Personalkosten – konnten den Rück- gang des bereinigten EBITDA teilweise auffangen. Ungarn. In Ungarn erzielten wir im ersten Quartal 2012 einen Umsatz von 335 Mio. €, was einem Rückgang von 4,8 % gegenüber der Vorjahresperiode entspricht. Bereinigt um die negative Wechselkursentwicklung des Unga- rischen Forint gegenüber dem Euro, ergab sich ein operativer Umsatzanstieg von 3,8 %. Im Quartalsvergleich höhere Umsätze bei Breitband, TV sowie bei den Endgeräteverkäufen konnten die Rückgänge bei der Sprachtelefonie teilweise kompensieren. Das stark gewachsene Energie-Resale-Geschäft trug darüber hinaus positiv zur Umsatzentwicklung bei, so dass unser Festnetz- Geschäft das Quartal insgesamt mit einem Wachstum abschloss. Im Mobilfunk- Geschäft konnten wir durch höhere Daten-, SMS- und Endgeräteumsätze die Umsatzverluste in der Sprachtelefonie teilweise ausgleichen. Der Rückgang bei der Sprachtelefonie ist im Wesentlichen die Folge wettbewerbsbedingter Preissenkungen sowie regulierungsbedingter Absenkung der Terminierungs- entgelte im ersten Quartal 2012. Das bereinigte EBITDA betrug 122 Mio. € und ging damit im Berichtsquartal gegenüber der Vorjahresperiode um 15,9 % zurück. Analog zum Umsatz erklärt sich dieser Rückgang zum Großteil durch die ungünstige Wechselkurs- entwicklung des Ungarischen Forint gegenüber dem Euro. Bereinigt um diesen Effekt bleibt ein EBITDA-Rückgang von 8,3 %. Dieser Rückgang ist einerseits auf einen positiven Einmaleffekt im ersten Quartal 2011 zurückzuführen, der nicht in vergleichbarer Weise im aktuellen Quartal anfiel, andererseits zehrten gestiegene Kundengewinnungs- und Kundenbindungskosten sowie die Kosten aus dem Energie-Geschäft die positiven Umsatzeffekte auf. Einsparungen bei den Gemeinkosten konnten die Kostenanstiege bei den direkten Kosten nur teilweise ausgleichen. Polen. Im ersten Quartal 2012 reduzierte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,1 % auf 413 Mio. €. Bereinigt um die deutlich negative Wechselkursentwicklung des Polnischen Zloty gegenüber dem Euro, erzielten wir einen leichten Umsatzanstieg von 0,7 %. Rückläufige Umsätze bei der Sprachtelefonie, bedingt durch den intensiven Wettbewerb, belasteten die Serviceumsätze v. a. im Consumer-Segment. Einen positiven Umsatzbeitrag leisteten höhere Umsätze aus dem Endgeräteverkauf, u. a. beeinflusst durch die erfolgreiche Vermarktung von Smartphones. Das bereinigte EBITDA belief sich im Quartalsvergleich auf 127 Mio. € und sank damit um 11,8 %. Bereinigt um die negativen Wechselkurseffekte, ergab sich ein Rückgang um 5,4 %. Dieser resultierte zum einen aus gestiegenen Kosten bei der Kundenakquisition infolge der Vermarktung höherwertiger End- geräte. Diesem Effekt wirkten Einsparungen bei den Kundenbindungskosten, aufgrund einer optimierten Ansprache unserer werthaltigen Vertragskunden, entgegen. Niederlande. In den Niederlanden betrugen die Umsätze im ersten Quartal 2012 rund 421 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stiegen sie leicht um 0,7 %. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete das erfolgreiche Daten- geschäft. Eine höhere Anzahl von Vertragskunden sowie ein sehr hoher Anteil der Smartphones an den Gesamtendgeräten führten zu einem positiven Um-

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