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Deutsche Telekom AG - Konzern-Zwischenbericht - 1. Januar bis 31. März 2012

Wirtschaftliches Umfeld

8 Im Folgenden werden Ergänzungen und neue Entwicklungen zu der im zusam- mengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 dargestellten Situation des wirtschaftlichen Umfelds ausgeführt. Hierbei wird auf die Entwicklung der Weltwirtschaft im ersten Quartal 2012, das regulatorische Umfeld sowie die zur Zeit wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken und den Ausblick eingegan- gen. Der gesamtwirtschaftliche Ausblick erfolgt unter der Voraussetzung, dass keine wesentlichen unerwarteten Ereignisse im Prognosezeitraum eintreffen. Entwicklung der Weltwirtschaft. In den ersten Monaten 2012 konnte die Weltwirtschaft etwas stärker als er- wartet zulegen. Die konjunkturellen Risiken aus der Staatsschuldenkrise im Euroraum und die Unsicherheit über die Finanzpolitik in den USA sind etwas gesunken, so dass sich gegenüber dem vierten Quartal 2011 die Stimmung   bei den Unternehmen und Verbrauchern aufgehellt hat. Für Griechenland zeichnete sich auch im ersten Quartal 2012 eine weitere Verschlechterung   der wirtschaftlichen Situation ab. In den Volkswirtschaften der Niederlande   und Kroatiens hat sich der Rezessionstrend des zweiten Halbjahres 2011   ver­stärkt, auch Ungarn weist eine negative Entwicklung auf.  Entwicklung des BIP in unseren Kernländern. Q1 2012  gegenüber Q1 2011  % Deutschland 0,5 USA 2,1 Griechenland (9,1) Polen 3,5 Ungarn 0,1 Tschechische Republik (0,1) Kroatien (0,8) Niederlande (1,1) Slowakei 2,1 Österreich 0,7 Großbritannien 0,6 Quelle: Oxford Economics, Prognose April 2012   Gesamtwirtschaftliches Risiko. Eines der größten Konjunkturrisiken ist weiterhin eine erneute Verschärfung der europäischen Staatsschuldenkrise. Ein dauerhaft hoher Ölpreis, eventuell begleitet von einer geopolitischen Eskalation im Iran, würde die Weltwirtschaft zudem massiv belasten. Ausblick. Wir erwarten, dass sich die Weltwirtschaft in 2012 auf moderatem Niveau   stabi­lisieren wird, ohne dabei jedoch hohe Wachstumsraten zu erreichen.   Hierbei wird weiterhin ein regional sehr differenziertes Bild erwartet, mit   einzelnen Ländern, die sich relativ robust entwickeln (z. B. Deutschland und Polen) und anderen Ländern mit zumindest milden rezessiven Tendenzen   (z. B. Ungarn und Kroatien) bis hin zu weiterhin hoch rezessiven Volkswirt- schaften wie Griechenland. Telekommunikationsmarkt. Das Informations- und Telekommunikations- (ITK) Geschäftsklima hat sich im ersten Quartal 2012 nach aktueller Konjunkturumfrage des BITKOM zum Ge- schäftsklima in der ITK-Branche weiter verbessert. Gestützt wird dies v. a. durch die Nachfrage von Unternehmen und Privatanwendern nach neuen Geräten wie z. B. Tablet-PCs und Smartphones, Anwendungen (Apps) und Services   wie Cloud Computing. Regulatorische Eingriffe in das Geschäft. VDSL-Kontingentmodell in Deutschland durch BNetzA abgelehnt. Die BNetzA hat am 2. April 2012 im Rahmen einer ex-post Prüfung das von   der Telekom Deutschland angezeigte sog. „VDSL-Kontingentmodell“ in   einem vorläufigen Beschluss abgelehnt. Das Kontingentmodell sieht attrak- tive Vorleistungsentgelte für das VDSL-Vorleistungsprodukt im Gegenzug zu einer Vorauszahlung für eine Mindestanzahl von Anschlüssen vor. Die finale Entscheidung wird, aufgrund der EU-weiten Konsultation zur vorläufigen Ent- scheidung, nicht vor Juni 2012 erwartet. Die Ablehnung der BNetzA ist ein schlechtes Signal für den Breitband-Ausbau in Deutschland. Sie verhindert   Kooperationsmodelle wie z. B. die mit NetCologne geplante Netzkooperation. Die Telekommunikationsbranche hat immer betont, dass Kooperationen und Risikoteilung für den Breitband-Ausbau entscheidend sind. Freiwillige Eini- gungen in der Branche ermöglichen nicht nur die Risikoteilung für Netzinves­ titionen, sie dienen v. a. auch dem Wohl der Kunden. In einer öffentlichen   mündlichen Verhandlung bei der BNetzA im April 2012 stellten Vodafone, Telefónica, NetCologne und 1&1 klar, dass sie das VDSL-Kontingentmodell   der Deutschen Telekom beim Verkauf schneller VDSL-Internet-Leitungen unterstützen. Neubescheidung TAL-Entgelte in Deutschland. Mit Beschluss vom 5. April 2012 hat die BNetzA die Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL)-Einmalentgelte für den Zeitraum 1. April 2001 bis 31. März 2002 neu festgelegt. Die Neube- scheidung war notwendig geworden, weil das Verwaltungsgericht Köln den ursprünglichen Beschluss aus dem Jahr 2001 für die entsprechenden Kläger aufgehoben hatte. Im Ergebnis sinken die Entgelte in den wichtigsten Entgelt- varianten zwischen 10 % und 18 %. Entgeltabsenkungen bei Beteiligungen. Im ersten Quartal 2012 sanken auf- grund von Regulierungsentscheidungen die Mobilfunk-Terminierungsentgelte (MTR) bei unseren Beteiligungen in Rumänien, der Slowakei, Kroatien und Ungarn. Im Festnetz erfolgten die stärksten Entgeltabsenkungen bei unseren BeteiligungeninGriechenlandundRumänien.BeiOTEinGriechenlandwurden   Vorleistungsentgelteu. a.fürdieTAL abgesenkt. In Rumänien wurden die Fest- netz-Terminierungsentgelte gesenkt. Konzern-Zwischenlagebericht. Wirtschaftliches Umfeld.

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