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Deutsche Telekom AG - Konzern-Zwischenbericht - 1. Januar bis 30. September 2012

19Konzern-Zwischenlagebericht Gesamtumsatz. In den ersten neun Monaten 2012 erzielte unser operatives Segment Europa einen Gesamtumsatz von 10,8 Mrd. € und lag damit 4,7 % unter dem Vorjahres- wert. Dieser Rückgang war im Wesentlichen durch zwei Faktoren beeinflusst. Zum einen wirkten sich die negativen Wechselkurseffekte gegenüber dem Euro – v. a. des Ungarischen Forint und des Polnischen Zloty – belastend auf unseren Umsatz aus. Bereinigt um den Wechselkurseffekt, auf den rund 31 % des Rückgangs entfielen, reduzierte sich der Segmentumsatz nur um 3,3 % gegenüber der Vorjahresperiode. Zum anderen führten regulierungsbedingt abgesenkte Mobilfunk-Terminierungsentgelte in den meisten Ländern unseres Segments zu einem weiteren Verlust des operativen Umsatzes. Dieser Rück- gang wurde im dritten Quartal 2012 noch deutlicher als in den Quartalen davor. Zusätzlich dazu belasteten Preisnachlässe aufgrund des harten Wettbewerbs und nicht zuletzt auch durch die weiterhin schwierige gesamtwirtschaftliche Situation v. a. in den süd- und osteuropäischen Ländern unseren operativen Umsatz. So entfiel z. B. ca. die Hälfte des operativen Umsatzrückgangs auf unsere griechische Beteiligung. Auch in Kroatien und in der Slowakei waren das Festnetz- und das Mobilfunk-Geschäft von Umsatzrückgängen betroffen. Einen leichten kompensatorischen Effekt auf Segmentebene hatten Um- satzanstiege im internationalen Wholesale-Geschäft sowie Zuwächse in den Bereichen Breitband und TV sowie ICT und Energie. Durch diese Wachstums- felder konnten wir die negativen Umsatzeffekte aus der Sprachtelefonie teilwei- se ausgleichen. Wir sehen hier den Erfolg unserer Strategie, den Ausbau von Breitband-Technologien sowohl im Festnetz- als auch im Mobilfunk-Bereich kombiniert mit attraktiven Tarifen und einem breiten Portfolio an Endgeräten voranzutreiben. So verzeichneten wir im Mobilfunk-Bereich mit einem Anstieg von rund 14 % auf 0,9 Mrd. € weiter sichtlich wachsende Umsätze beim Daten- geschäft – währungsbereinigt betrug der Anstieg sogar rund 17 % gegenüber der Vorjahresperiode. Hierzu trugen fast alle Länder unseres operativen Seg- ments Europa bei; insbesondere aber die Niederlande, Österreich, Polen und die Tschechische Republik. EBITDA, bereinigtes EBITDA. Unser operatives Segment Europa erzielte in den ersten neun Monaten 2012 ein bereinigtes EBITDA von 3,7 Mrd. €; das sind 5,8 % weniger als in der Vorjahresperiode. Ohne die insgesamt negativen Wechselkurseffekte – insbe- sondere aus der Umrechnung des Ungarischen Forint, des Polnischen Zloty und auch der Tschechischen Krone – reduzierte sich das bereinigte EBITDA nur um 4,3 %. Dieser operative Rückgang auf Segmentebene resultierte aus einem geringeren bereinigten EBITDA gegenüber dem Vorjahreszeitraum v. a. der Länder Griechenland, Ungarn, Slowakei und Polen. Zum Teil konnten diese Rückgänge durch gestiegene bereinigte EBITDA-Beiträge in den Niederlanden sowie in Rumänien durch das dortige Mobilfunk-Geschäft kompensiert werden. Insgesamt wirkten sich die im Periodenvergleich niedrigeren Umsätze ne- gativ auf die EBITDA-Entwicklung aus. Zusätzlich belasteten Änderungen in der Gesetzgebung (z. B. im Zuge von staatlichen Sparprogrammen) unsere EBITDA-Entwicklung. In Ungarn z. B. wirkte die zum 1. Juli 2012 eingeführte Sonderabgabe zusätzlich zu der bestehenden Sondersteuer negativ auf unser bereinigtes EBITDA. Neben dieser unerwartet eingeführten Sonderabgabe ist bei der derzeitigen Politik der ungarischen Regierung nicht auszuschließen, dass sich weitere staatliche Sondermaßnahmen in unseren Ergebnissen nie- derschlagen. Durch die konsequente Senkung der Gemeinkosten infolge unserer Effizienz­ steigerungsmaßnahmen, welche v. a. in geringeren Personal- und Material-  kosten zum Ausdruck kommen, sowie unsere gezielte Kundenansprache, insbesondere im Bereich der Kundenbindung, konnten wir die negativen   Auswirkungen aus dem Umsatzrückgang zum Teil kompensieren. Operative Entwicklung in ausgewählten Ländern. Griechenland. In Griechenland belief sich unser Umsatz in den ersten neun Monaten 2012 auf 2,5 Mrd. €. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum verringerte er sich damit um 7,7 %, was im Wesentlichen durch das Festnetz-Geschäft getrieben war. Dort waren v. a. Anschlussverluste in Höhe von ca. 10 % bei der klassischen Telefonie für die rückläufigen Umsätze verantwortlich. Da das Festnetz-Geschäft in Griechenland nach wie vor stark reguliert ist, konnten wir ferner geplante Kundenakquisitionen im Breitband-Geschäft und die damit verbundenen Umsätze noch nicht im vollen Umfang realisieren. Auch im Mobil- funk-Geschäft belastete ein niedrigeres Preisgefüge unsere Umsätze im Ver- gleich zur Vorjahresperiode. Dies resultierte sowohl aus regulierungsbedingt abgesenkten Terminierungsentgelten als auch aus dem Wettbewerb. Darüber hinaus machte sich die weiterhin schwierige gesamtwirtschaftliche Situation in der Umsatzentwicklung bemerkbar – deutlich sichtbar an den rückläufigen Serviceumsätzen sowie den geringeren Endgeräteverkäufen. Das bereinigte EBITDA verringerte sich in Griechenland im Berichtszeitraum auf 920 Mio. € – ein Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert um 6,0 %, der   im Wesentlichen durch den Umsatzrückgang begründet ist. Durch gezielte   Maßnahmen bei der Kundenbindung und -gewinnung im Mobilfunk-Geschäft und durch unsere Programme zur Steigerung der Effizienz im Mobilfunk- und im Festnetz-Geschäft konnten wir die Effekte aus dem Umsatz teilweise auf-  fangen. Der Erfolg der Effizienzsteigerungsprogramme zeigt sich v. a. in ge-  ringeren Personalkosten, bedingt einerseits durch eine geringere Mitarbeiter- zahl und andererseits die im letzten Jahr geschlossenen Vereinbarungen mit den Gewerkschaften. Ungarn. In den ersten neun Monaten 2012 erzielten wir einen Umsatz von 1,0 Mrd. €, was einem Rückgang von 5,2 % gegenüber der Vorjahresperiode entspricht. Bereinigt um die negative Wechselkursentwicklung des Unga- rischen Forint gegenüber dem Euro, ergab sich ein operativer Umsatzanstieg von 1,6 %. Dieser Anstieg im Vergleich zur Vorjahresperiode ist auf Zuwächse insbesondere beim Energie-Resale-Geschäft zurückzuführen. Dank insgesamt   höherer Festnetz-Umsätze bei Breitband – v. a. bei Glasfaser- und Kabel-  anschlüssen –, TV und ICT sowie bei den Endgeräteverkäufen konnten wir   die Rückgänge bei der Sprachtelefonie nahezu ausgleichen. Im Mobilfunk-  Geschäft verringerten sich die währungsbereinigten Serviceumsätze im Peri- odenvergleich nur leicht v. a. infolge wettbewerbsbedingter Preissenkungen sowie einer regulierungsbedingten Absenkung der Terminierungsentgelte.   Diese Effekte konnten wir innerhalb der Serviceumsätze teilweise durch höhere Datenumsätze infolge eines gesteigerten Nutzungsverhaltens der Kunden als auch durch einen insgesamt höheren Vertragskundenbestand ausgleichen. Ferner leisteten gestiegene Umsätze aus dem Endgeräteverkauf einen posi- tiven Umsatzbeitrag, der v. a. auf einen hohen Smartphone-Anteil an den ins­ gesamt verkauften Endgeräten zurückzuführen ist. Das bereinigte EBITDA betrug 368 Mio. € und ging damit in den ersten neun Monaten 2012 gegenüber der Vorjahresperiode um 14,8 % zurück. Analog zur Umsatzentwicklung erklärt sich dieser Rückgang durch die weiterhin ungüns­ tige Wechselkursentwicklung des Ungarischen Forint gegenüber dem Euro; währungsbereinigt bleibt ein bereinigter EBITDA-Rückgang von 8,7 %. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf höhere direkte Kosten im Energie-Resale- Geschäft im Vergleich zur Vorjahresperiode sowie auf die zum 1. Juli 2012 neu eingeführte Sonderabgabe zurückzuführen. Deutliche Einsparungen bei den Gemeinkosten wirkten sich positiv auf das bereinigte EBITDA aus. Polen. In Polen betrugen die Umsätze in den ersten neun Monaten des Be- richtsjahres 1,3 Mrd. €. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sanken sie um 5,9 %. Bereinigt um die deutlich negative Wechselkursentwicklung des Pol- nischen Zloty gegenüber dem Euro, reduzierten sich die Umsätze nur leicht gegenüber der Vorjahresperiode. Belastend auf unsere Umsätze wirkten sich

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