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Deutsche Telekom AG - Konzern-Zwischenbericht - 1. Januar bis 30. September 2012

22 Gesamtumsatz. Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments USA erhöhte sich in den ersten neun Monaten 2012 gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum auf- grund von Wechselkurseffekten um 5,6 % von 11,0 Mrd. € auf 11,6 Mrd. €. Auf US-Dollar-Basis verzeichnete T-Mobile USA einen Umsatzrückgang um 3,8 % gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum. Hauptgrund hierfür waren nied- rigere Serviceumsätze, die durch höhere Endgeräteumsätze im Zusammen- hang mit den Value-Tarifen und andere Entgeltumsätze nur zum Teil ausgegli- chen werden konnten. Die niedrigeren Serviceumsätze sind auf den Rückgang des Bestands an eigenen Vertragskunden (ohne M2M) und eine Verlagerung der Kundenstruktur hin zu kostengünstigeren Value-Tarifen zurückzuführen. Dieser Trend konnte durch einen starken Zuwachs der Serviceumsätze im Prepaid-Segment teilweise ausgeglichen werden, der sich aus dem anhal- tenden Erfolg der im zweiten Quartal 2011 eingeführten Monthly 4G-Prepaid- Flatrate-Tarife ergab. Unter anderem aufgrund der zunehmenden Akzeptanz von Smartphone-Tarifen stiegen die Serviceumsätze im Bereich der Datenkom- munikation in den ersten neun Monaten 2012 um 7,3 % gegenüber dem Vorjah- resvergleichszeitraum. Der Endgeräteabsatz stieg trotz eines mengenmäßigen Rückgangs um 15,5 % infolge von Preisanpassungen im Endgeräteprogramm in Verbindung mit den im dritten Quartal 2011 eingeführten Value-Tarifen. EBITDA, bereinigtes EBITDA. Das EBITDA stieg um 13,5 % von 2,7 Mrd. € im Vorjahresvergleichszeitraum auf 3,1 Mrd. € in den ersten neun Monaten 2012. Bedingt durch Wechselkurs- schwankungen stieg das bereinigte EBITDA um 8,9 % von 2,8 Mrd. € im Vor- jahresvergleichszeitraum auf 3,0 Mrd. € in den ersten neun Monaten 2012. Be- reinigt wurde das EBITDA für die ersten neun Monate 2012 um Aufwendungen in Höhe von 0,1 Mrd. € im Zusammenhang mit organisatorischen Umstrukturie- rungen und der nicht fortgeführten Übernahme von T-Mobile USA durch AT&T. Des Weiteren sind im bereinigten EBITDA für die ersten neun Monate 2012 Einnahmen in Höhe von 0,1 Mrd. € aus einer Transaktion mit AWS Spektrum­ lizenzen nicht berücksichtigt. Auf US-Dollar-Basis sank das bereinigte EBITDA um 0,9 %. Hauptursache hierfür war der bereits beschriebene Rückgang der Serviceumsätze, der durch geringere Aufwendungen für die Endgerätesubven- tionierung durch Preisanpassungen im Endgeräteprogramm infolge der Value- Tarife und insgesamt rückläufige Stückzahlen beim Endgeräteabsatz nicht vollständig ausgeglichen werden konnte. Auch geringere personalbezogene Aufwendungen und die laufenden Kosten-Management-Programme trugen in den ersten neun Monaten 2012 zur Senkung der Aufwendungen bei. Gegen- läufig wirkten höhere Aufwendungen durch uneinbringliche Forderungen bei bestimmten Kundengruppen. EBIT. Das EBIT sank in den ersten neun Monaten 2012 auf minus 9,4 Mrd. €, ge- genüber plus 2,2 Mrd. € in den ersten neun Monaten 2011. Grund für diesen Rückgang war eine Wertminderung auf den Goodwill, weitere immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 10,6 Mrd. €. Für weitere   Informationen zur Bewertung dieser Wertminderung siehe Abschnitt „Ab-  schreibungen“ der „Sonstigen Angaben“ des Konzern-Zwischenabschlusses (Seite 37 f.). Darüber hinaus war das höhere EBIT in den ersten neun Monaten   2011 auch darauf zurückzuführen, dass das Anlagevermögen von T-Mobile   USA im Zusammenhang mit dem letztlich nicht durchgeführten Verkauf an   AT&T als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte klassifiziert worden   war und aufgrund dessen nicht abgeschrieben wurde (1,1 Mrd. €, IFRS 5). Mit Bekanntgabe der geplanten Veräußerung von T-Mobile USA wurden aufgrund der Bilanzierungsvorschriften ab März 2011 keine Abschreibungen mehr vorgenommen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2011 wurde die Klassifizierung als aufgegebener Geschäftsbereich zurückgenommen und die im Jahresverlauf ausgesetzten Abschreibungen im vierten Quartal 2011 nachgeholt. In den er- sten neun Monaten 2012 wurden außerdem vorgezogene Abschreibungen   in Höhe von 0,2 Mrd. € für den Netzausbau erfasst. Cash Capex. Der Cash Capex stieg in den ersten neun Monaten 2012 um 20,1 % von 1,6 Mrd. € im Vorjahresvergleichszeitraum auf 1,9 Mrd. €. Auf US-Dollar-Basis stiegen die Investitionen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 9,0 %, begrün- det durch höhere Investitionen für Netzmodernisierung und die Netzumstellung sowie den Zukauf von Spektrumlizenzen, denen aber im Vergleich zur Vorjah- resperiode andere Zahlungstermine gegenüberstanden. In den ersten neun Monaten 2012 gab T-Mobile USA bekannt, insgesamt 4 Mrd. US-$ in den Aus- bau des 4G-Netzes investieren zu wollen. Dies schließt ab 2012 auch die Wie- derverwendung (Refarming) von zuvor für GSM/HSPA+ genutzten Frequenzen im 1 900 MHz-Bereich sowie die geplante Einführung der LTE-Technik im Jahr 2013 ein. Des Weiteren konnte T-Mobile USA als Folge der nicht fortgeführten AT&T-Transaktion eine zahlungsunwirksame Erweiterung des AWS Spektrums im Wert von 1,2 Mrd. US-$ verbuchen.  Systemgeschäft. Zum 1. Juli 2012 hat die Deutsche Telekom die IT-Konzernstruktur neu formiert und die gesamte interne IT aus den zwei operativen Segmenten Deutschland, Systemgeschäft sowie der Konzernzentrale & Shared Services innerhalb des operativen Segments Systemgeschäft als neue Telekom IT gebündelt. Das operative Segment Systemgeschäft vereint zwei Geschäftsmodelle: Zum einen ein Bereich, der auf externes Umsatzwachstum abzielt und zum anderen die Telekom IT, die den eigenen Umsatz und somit die IT-Kosten des Telekom Konzerns kontinuierlich senken soll. Die Vorjahreswerte wurden zur besseren Vergleichbarkeit angepasst. Für nähe- re Informationen verweisen wir auf die Angaben zur Segmentberichterstattung im Konzern-Zwischenabschluss (Seite 38 f.).

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