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Deutsche Telekom AG - Konzern-Zwischenbericht - 1. Januar bis 30. September 2012

Wirtschaftliches Umfeld

8 Im Folgenden werden Ergänzungen und neue Entwicklungen zu der im zusam- mengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 dargestellten Situation des wirtschaftlichen Umfelds ausgeführt. Hierbei wird auf die Entwicklung der Weltwirtschaft in den ersten neun Monaten des Jahres 2012, das regulatorische Umfeld sowie die zur Zeit wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken, den Ausblick und den Telekommunikationsmarkt eingegangen. Der gesamtwirt- schaftliche Ausblick erfolgt unter der Voraussetzung, dass keine wesentlichen unerwarteten Ereignisse im Prognosezeitraum eintreffen. Entwicklung der Weltwirtschaft. In den ersten neun Monaten des Jahres 2012 hat sich die Weltwirtschaft weiter- hin uneinheitlich entwickelt. Die konjunkturellen Risiken aus der Staatsschul- denkrise im Euroraum und die Unsicherheit über die zukünftige Finanzpolitik in den USA sind dabei im dritten Quartal gegenüber der ersten Jahreshälfte zumindest temporär etwas entschärft worden. Dies ist besonders auf das entschlossene Handeln der Zentralbanken zurückzuführen, welche vorerst die Kapitalmärkte beruhigen konnten und den wirtschaftlichen Ausblick somit teil- weise gestützt haben. Für Griechenland ist jedoch weiterhin eine Verschlech- terung der wirtschaftlichen Situation festzustellen. Die Volkswirtschaften der Niederlande, der Tschechischen Republik, Ungarns und Kroatiens befanden sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2012 in einer – wenn auch nach wie vor relativ milden – Rezession. Die Entwicklung der Volkswirtschaften in Deutschland, Polen, den USA, Österreich, Rumänien und der Slowakei ist weiterhin als relativ robust bis moderat positiv zu bezeichnen, in Anbetracht   der nach wie vor positiven Wachstumsraten beim BIP. Entwicklung des BIP in unseren Kernländern. Q3 2012  gegenüber Q3 2011  % Deutschland 0,3 USA 2,2 Griechenland (7,3) Rumänien 0,6 Polen 2,2 Ungarn (1,4) Tschechische Republik (1,5) Kroatien (2,4) Niederlande (0,4) Slowakei 2,3 Österreich 0,8 Großbritannien (0,4) Quelle: Oxford Economics, Prognose Stand Oktober 2012.  Gesamtwirtschaftliches Risiko. Die beiden akutesten Risiken für die Weltkonjunktur sind eine erneute Eskala- tion der europäischen Staatsschuldenkrise sowie eine Rezession in den USA. Eine geopolitische Eskalation im Iran, verbunden mit einem eventuell dauerhaft hohen Ölpreis würde die Weltwirtschaft ebenfalls stark belasten. Ausblick. Wir erwarten, dass die Weltwirtschaft in 2012/2013 auf moderatem Niveau wachsen wird, bei jedoch sehr unterschiedlich ausgeprägten Entwicklungen auf Länderebene und insgesamt begleitet von immer wieder aufflammender Volatilität an den Finanzmärkten. Eine relativ robuste Entwicklung wird hierbei für Länder wie z. B. Deutschland und Polen erwartet. Eine milde Rezession in 2012, gefolgt von einer moderaten Erholung in 2013, erwarten wir hingegen für Länder wie z. B. die Niederlande, die Tschechische Republik, Ungarn und Kroa- tien. Für Griechenland wird weiterhin eine stark rezessive Entwicklung erwartet. Telekommunikationsmarkt. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) hat die Prognose für die IT- und Telekommunikationsbranche für das laufende Geschäftsjahr erhöht. Erwartet wird nun in Deutschland ein Umsatzwachstum von 2,8 % für 2012. Für 2013 sieht die BITKOM eine Abküh- lung mit einer Reduzierung des Wachstums auf 1,6 %. Treiber für die Entwicklung im Jahr 2012 wird mit einem Plus von gut 3 % die Telekommunikation sein, mobile Datendienste (per Smartphones) dürften um 13 % ansteigen. Demgegenüber könnten die Erlöse aus mobilen Gesprächen um 4 % zurückgehen. Gründe für diese Entwicklung sind laut BITKOM neben dem Preisdruck durch den Wettbewerb auch die scharfen Eingriffe staatlicher Regulierungsbehörden, welche die nationalen Terminierungsentgelte und die Roaming-Gebühren ins Ausland deutlich gesenkt haben. Regulatorische Eingriffe in das Geschäft. EU-Kommission kündigt Neuausrichtung der Festnetz-Regulierung zur Förderung von Investitionen in Breitband-Zugangsnetze an. Am 12. Juli 2012 hat die zuständige Kommissarin der Europäischen Kommission Eckpunkte für eine Neuausrichtung der europäischen Telekommunikationsregulierung dar- gelegt. Wesentliche Elemente zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Investitionen in Glasfasernetze sind: 1. stabile Preise für kupferbasierte Zugangsentgelte; 2. größere Flexibilität für die Preissetzung bei NGA-Wholesale-Produkten,   die nicht mehr notwendig auf Basis der Kosten erfolgen soll; 3. im Gegenzug striktere Vorgaben zur Nicht-Diskriminierung. Hintergrund ist die anstehende Verabschiedung von zwei neuen EU-Empfeh- lungen zu „Nicht-Diskriminierung“ und zu „Kostenmethodologien für regulierte Wholesalepreise für den Netzzugang“. Für die Deutsche Telekom stellen die vorgestellten Eckpunkte eine wesentliche Verbesserung insbesondere gegen- über den seit Herbst 2011 diskutierten Ansätzen dar, die u. a. eine erhebliche Absenkung von Zugangspreisen zum Gegenstand hatten. Stabile und vor­ hersehbare Rahmenbedingungen sowie Preisflexibilität sind Grundvoraus­ setzungen für langfristige Investitionen in moderne Breitbandnetze. Die mög- lichen Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage können derzeit noch nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden. BNetzA hat das VDSL-Kontingentmodell der Telekom Deutschland GmbH bestätigt. Nach Änderungen des sog. „VDSL-Kontingentmodells“ durch die Telekom Deutschland GmbH, insbesondere die Einführung eines Sonderkün­ digungsrechts in Bezug auf die Nutzung anderer neuer Infrastrukturen (NGA), hat die BNetzA die Zulässigkeit des VDSL-Kontingentmodells nach Konsolidie- rung mit der EU-Kommission final bestätigt. Auf dieser Basis sind nun Koope­ rationen mit anderen Netzbetreibern zum Ausbau neuer Netze möglich. Entgeltabsenkungen bei Beteiligungen. Im ersten Quartal 2012 sanken auf- grund von Regulierungsentscheidungen die Mobilfunk-Terminierungsentgelte (MTR) bei unseren Beteiligungen in Rumänien, Kroatien und Ungarn; im zwei- Konzern-Zwischenlagebericht. Wirtschaftliches Umfeld.

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