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Deutsche Telekom AG - Konzern-Zwischenbericht - 1. Januar bis 30. September 2014

10 Konzern-Zwischenlagebericht Konzern-Zwischenbericht 9M 2014 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN. Die globalen Konjunkturrisiken haben im dritten Quartal 2014 wieder zuge- nommen. Eine Verschärfung der geopolitischen Spannungen, etwa in Nahost oder in der Ukraine, könnte die negativen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und die Verunsicherung an den Kapitalmärkten weiter verstärken. Rück- läufige Wachstumsprognosen für das Gesamtjahr 2014 wecken zudem die Sorge, dass die Erholung der Eurozone stagniert. Zudem zeigt die drohende Bankenkrise in Portugal, dass die europäische Staatsschulden- und Banken- krise noch nicht überwunden ist. Das geringe Potenzialwachstum der hoch entwickelten Wirtschaftsnationen beeinträchtigt auch die Aussichten für die Schwellenländer. Wachsende Ungleichgewichte, wie z. B. die negative Immo- bilienpreisentwicklung in China, können die weltwirtschaftliche Entwicklung zusätzlich belasten. TELEKOMMUNIKATIONSMARKT. Der Konsolidierungstrend in der ICT-Branche setzte sich auch im dritten Quartal weiter fort. Der Zusammenschluss der beiden größten nieder­ ländischen Kabelnetz-Betreiber der zur Liberty Global gehörenden UPC und Ziggo wurde von der EU-Kommission in Verbindung mit Auflagen am 10. Oktober 2014 genehmigt. Hierdurch wird ein neuer, starker, integrierter Kommunikationsanbieter auf dem niederländischen Telekommunikations- markt entstehen. Die deutsche Bundesregierung hat am 20. August 2014 die „Digitale Agenda 2014–2017“ verabschiedet. Diese beschreibt die Strategie der Bundesregie- rung zur besseren Nutzung der Chancen der Digitalisierung für alle Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft. Die Digitale Agenda umfasst Umsetzungs- maßnahmen in sieben Handlungsfeldern, wie z. B. „Digitale Infrastrukturen“. Ziel ist u. a. – wie bereits im Koalitionsvertrag festgelegt – in 2018 in Deutsch- land flächendeckend eine Breitband-Versorgung mit mindestens 50 MBit/s erreichtzuhaben.HierzuwilldieBundesregierungdieerforderlichenRahmen­- bedingungen schaffen, darunter die Bereitstellung zusätzlicher Frequenzen für den breitbandigen Mobilfunk, Fördermittel für Regionen, in denen ein wirtschaftlicher Ausbau nicht möglich ist, sowie die Unterstützung einer investitions- und innovationsfördernden Regulierung. Von diesen Maßnahmen sind positive Auswirkungen auf den Netzausbau und auf die Versorgung mit hohen Bandbreiten zu erwarten. REGULIERUNG. Preismaßnahmen für Bitstromprodukte können umgesetzt werden. Entgeltmaßnahmen der Telekom Deutschland GmbH für Bitstromprodukte unterliegen der sog. „ex-post“ Entgeltkontrolle der Bundesnetzagentur (BNetzA) und müssen vor Inkrafttreten der BNetzA angezeigt werden. Ent- sprechend hat die Telekom Deutschland GmbH im September 2013 Entgelt- maßnahmen auf dem IP-Bitstrommarkt in Zusammenhang mit beabsichtigten Kooperationen zum Breitband-Ausbau angezeigt bzw. zur Kenntnis gegeben. Die BNetzA hat die Preismaßnahmen untersucht und festgestellt, dass kein missbräuchliches Verhalten mit den Preismaßnahmen besteht. Nach einer internationalen Konsolidierung und Kommentierung durch die Europäische Kommission am 14. März 2014 hat die BNetzA die Untersuchung nun auch formal abgeschlossen, sodass die Preismaßnahme zum 1. April 2014 in Kraft treten konnte. Finale BNetzA-Entscheidung zu Vectoring ergangen. Die BNetzA hatte bereits im August 2013 grundsätzlich grünes Licht für den Einsatz der Übertragungstechnologie Vectoring gegeben, einige Regelungen jedoch mit dem Vorbehalt eines bestimmten Vorleistungsangebots (Bitstream Access) verbunden. Dieses Angebot – aber auch alle weiteren vertraglichen Rege­ lungen – mussten in einem weiteren Verwaltungsverfahren durch die BNetzA festgelegt werden. Anfang Juni 2014 haben wir die Zwischenentscheidung erhalten, die es uns ermöglichte, Vectoring in Deutschland einzusetzen. Am 29. Juli 2014 erging – nach Abschluss der europäischen Notifizierung – die finale Entscheidung der BNetzA. Mit der Vermarktung der VDSL-Anschlüsse mit Vectoring-Technologie starteten wir am 1. September 2014. Somit können Kunden in den ausgebauten Gebieten mit bis zu 100 MBit/s beim Download bzw. bis zu 40 MBit/s im Upload im Internet surfen. Einmalentgelte für die Teilnehmer-Anschlussleitung in Deutschland bleiben stabil. Die Entgelte für die Bereitstellung und Kündigung der Teilnehmer- Anschlussleitung (TAL) wurden von der BNetzA am 30. Juni 2014 festgelegt. Das Entgelt der am häufigsten nachgefragten TAL-Variante ist lediglich leicht gesunken. Bei einzelnen Varianten sind Entgeltsteigerungen zu verzeichnen. Die Entgelte sind befristet bis zum 30. September 2016. BNetzA beabsichtigt Absenkung von Interconnection-Entgelten in Deutschland. Die Telekom Deutschland GmbH hat am 28. April und am 2. Mai 2014 Entgeltanträge für die Mobilfunk- und Festnetz-Terminierungsent- gelte bei der BNetzA eingereicht. Am 11. Juli 2014 veröffentlichte die BNetzA einen Be­schlussentwurf, nach dem die Festnetz-Terminierungsentgelte zum 1. Dezember 2014 um 20 % auf 0,24 Cent/Min. sinken. Am 3. September 2014 veröffentlichte die BNetzA auch den Beschlussentwurf zur Festlegung neuer Mobilfunk-Terminierungsentgelte. Vom 1. Dezember 2014 bis zum 30. November 2015 sollen die Entgelte auf 1,72 Cent/Min. sinken, ab dem 1. Dezember 2015 bis zum 30. November 2016 auf 1,66 Cent/Min. Beide Entwürfe wurden bereits national konsultiert und werden nun auf EU-Ebene konsultiert. Weitere Sonderabgaben bei unseren internationalen Beteiligungen. Neben den bereits bekannten Sondersteuern, u. a. in Griechenland, Ungarn und Rumänien, hat die Kroatische Regierung eine Verdreifachung der Frequenz- nutzungsgebühren beschlossen, die am 23. Mai 2014 in Kraft getreten ist. Derzeit findet außerdem eine öffentliche Konsultation zur Änderung der Wegerechtsgebühren in Kroatien statt, die zu einer Mehrbelastung bei der Hrvatski Telekom führen könnte.

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