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Deutsche Telekom AG - Konzern-Zwischenbericht - 1. Januar bis 30. September 2014

27Konzern-Zwischenlagebericht Konzern-Zwischenbericht 9M 2014 Mit der konsequenten Ausrichtung der Länder unseres operativen Segments Europa auf die Wachstumsfelder konnten wir den negativen Umsatzeffekten aus der Sprachtelefonie auf Segmentebene teilweise entgegenwirken. Der Anteil der Wachstumsfelder machte zum Ende der ersten neun Monate 2014 bereits ein Viertel des Segmentumsatzes aus. Dabei stellt das mobile Daten­ geschäft den größten Treiber dar: Hier stiegen die Umsätze gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres um insgesamt 15 % bzw. 151 Mio. € (ohne Berücksichtigung von Konsolidierungs- und Wechselkurseffekten). Dazu beigetragen haben alle Länder unseres operativen Segments, ins­ besondere die Niederlande, die Tschechische Republik, Österreich und Ungarn. Der Großteil des Umsatzes aus dem mobilen Datengeschäft entfiel auf den Privatkundenbereich. Durch attraktive Tarife in Verbindung mit dem breiten Portfolio an Endgeräten wie z. B. Smartphones und Tablets stieg die Nutzungs­rate bei den Datendiensten deutlich an. Im Bereich TV setzte sich der positive Trend der vergangenen Quartale fort: In den ersten neun Monaten 2014 stieg der TV-Umsatz um 30 % – ohne Berücksichtigung des Erwerbs von DIGI Slovakia um 25 % – v. a. in Griechenland und Kroatien. Dank der Erweiterung unseres Produkt- und Service-Portfolios sowie des Erwerbs der GTS Central Europe Gruppe erzielten wir auch im Geschäftskundenbereich B2B/ICT höhere Umsätze gegenüber der Vergleichsperiode: Bei den Landes- gesellschaften trugen im Wesentlichen die Slowakei, Griechenland, Rumänien und Kroatien dazu bei. Zusätzlich zu den Wachstumsfeldern zeigten auch die UmsätzebeidenEndgeräteverkäufenimVergleichzudenerstenneunMonaten des Vorjahres eine positive Entwicklung. Dieser Umsatzanstieg ist u. a. dadurch bedingt, dass einige Länder unseres operativen Segments Europa ein alter­­- natives Modell zu den herkömmlichen Bündeltarifen eingeführt haben. Im Gegensatz zu diesen Bündeltarifen, die ein preisreduziertes Endgerät, aber höhere Leistungsentgelte enthalten, zeichnet sich das alternative Modell dadurch aus, dass der Kunde jeweils einen getrennten Vertrag für den Service unddasEndgerätabschließt.DerKundeentrichteteineregelmäßigemonatliche Service-Gebühr sowie eine monatliche Zahlung für das gewählte Endgerät. Für den Kunden bleibt das Endgerät somit auch ohne Subventionen weiterhin bezahlbar. EBITDA, bereinigtes EBITDA. Unser operatives Segment Europa erzielte in den ersten neun Monaten 2014 ein bereinigtes EBITDA von 3,3 Mrd. €; das sind 2,2 % weniger als im Vor­- jahreszeitraum. Ohne Berücksichtigung der Konsolidierungs- sowie der negativen Wechselkurseffekte gegenüber dem Euro lag das bereinigte EBITDA sogar um 0,5 % über dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt deutlich positiv auf die bereinigte EBITDA-Entwicklung wirkten sich gestiegene bereinigte EBITDA-Beiträge in den Niederlanden, in Ungarn und in Österreich sowie im Festnetz-Geschäft von Griechenland und Rumänien aus. Diesen positiven Effekten standen Rückgänge im Wesentlichen im Mobilfunk-Geschäft in Griechenland und dem Geschäft in der Tschechischen Republik, in Kroatien sowieinderSlowakeigegenüber.AuchdieICSSwarumsatzbedingtrückläufig. Die insgesamt geringeren operativen Umsätze auf Segmentebene belasteten die bereinigte EBITDA-Entwicklung im Periodenvergleich. Änderungen in der Gesetzgebung, wie Steuern und Abgaben, sowie staatliche Sparprogramme setzten unsere Ergebnisentwicklung zusätzlich unter Druck. Durch die konse­- quente Senkung der indirekten Kosten infolge unserer Effizienzsteigerungs- maßnahmen konnten wir dem negativen Effekt aus dem Umsatzrückgang entgegenwirken. Einen positiven Beitrag hierzu leisteten v. a. geringere Personal­kosten im griechischen Festnetz-Geschäft. Der Umsatzbeitrag aus dem alternativen Modell für Endgeräte wirkte sich ebenfalls positiv auf das Ergebnis aus. Darüber hinaus sanken insgesamt unsere direkten Kosten, einer- seits durch gezielte Maßnahmen bei der Kundenbindung und -gewinnung und andererseits infolge regulierungsbedingt niedrigerer Interconnection- Kosten. Zusätzlich zu den oben erwähnten Gründen ist der Rückgang des EBITDA auch auf die im Vorjahr erzielten Entkonsolidierungsgewinne aus dem Verkauf unserer bulgarischen Mobilfunk-Gesellschaften sowie der Hellas Sat, welche jeweils als Sondereinflüsse erfasst waren, zurückzuführen. In der aktuellen Periode belastete das im Verfahren der Europäischen Kommission gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom verhängte Bußgeld das EBITDA. Operative Entwicklung in ausgewählten Ländern. Zielbild des operativen Segments Europa ist es, unsere Gesellschaften zu integrierten, paneuropäischen All IP-Playern zu entwickeln. Im Rahmen dieser strategischen Ausrichtung sind unsere Gesellschaften entsprechend ihrer jeweiligen Marktposition in vier Cluster eingeteilt (Für weitere Informationen verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2013, Seite 102). Im Nachfolgenden haben wir für jedes der vier Cluster repräsentativ eine Landesgesellschaft dargestellt. Griechenland (Senior leader). In Griechenland erzielten wir in den ersten neun Monaten 2014 einen Umsatz von 2,1 Mrd. €. Damit verringerte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 5,1 %. Ohne Berücksichtigung der seit dem 1. April 2013 fehlenden Umsätze in Zusammenhang mit der Veräußerung von Hellas Sat sank der Umsatz um 4,8 %. Der verbleibende operative Umsatz- rückgangwarüberwiegendbedingtdurchdasMobilfunk-Geschäft.Diemobilen Sprachumsätze waren u. a. durch die zunehmende Attraktivität von Flat-Tarifen und dem damit verbundenen niedrigeren Preisgefüge weiterhin unter Druck – trotz gestiegener Nettozuwächse bei Vertragskunden. Teils kompensatorisch wirkten die leicht höheren Umsätze bei den mobilen Datendiensten gegen- über der Vorjahresperiode u. a. durch die höhere Nutzung der Datendienste infolge einer gestiegenen Nachfrage nach Smartphones. Auch der Festnetz-Bereich war von Umsatzrückgängen betroffen, im Wesent- lichen bei den Sprachdiensten. Diese wurden durch Anschlussverluste bei der klassischen Telefonie von rund 6 % belastet. Das Breitband-Geschäft konnte im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres aufgrund positiverEffekteausdemerfreulichenZuwachsv. a.beidenVDSL-Anschlüssen leicht zu einer Kompensierung beitragen. Das TV-Geschäft setzte sein erfolg- reiches Wachstum auch in den ersten neun Monaten 2014 weiter fort und konnte seinen Umsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich steigern. Insbesondere durch das erweiterte TV-Angebot konnten wir weiterhin ein starkes Kundenwachstum verzeichnen. Darüber hinaus erzielte auch der Geschäftskundenbereich B2B/ICT einen positiven Umsatzbeitrag. In den ersten neun Monaten 2014 verringerte sich das bereinigte EBITDA in Griechenland auf 845 Mio. €. Dies entspricht einem Rückgang gegen­- über dem Vorjahr um 2,3 %. Ohne Berücksichtigung der Effekte aus der Ent- konsolidierung von Hellas Sat sank das bereinigte EBITDA um 1,8 %. Dieser Rückgang ist hauptsächlich durch die negativen Umsatzeffekte im Mobil- funk-Geschäft verursacht. Mit unseren Programmen zur Effizienzsteigerung im Festnetz- und Mobilfunk-Geschäft konnten wir teilweise den negativen Effekten entgegenwirken. Der Erfolg dieser Programme zeigte sich v. a. beim Festnetz in geringeren Personalkosten. Auch leistete die Entwicklung der direkten Kosten einen leichten positiven EBITDA-Beitrag. Slowakei (Junior leader). Unsere slowakische Beteiligung erwirtschaftete in den ersten neun Monaten 2014 einen gegenüber der Vorjahresperiode um 1,4 % verminderten Umsatz von 584 Mio. €. Ohne Berücksichtigung der Effekte aus der Einbeziehung der DIGI Slovakia ab dem 1. September 2013 reduzierte sich der Umsatz um 4,4 %. Dieser Rückgang stammt aus­schließlich

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