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Deutsche Telekom AG - Konzern-Zwischenbericht - 1. Januar bis 30. September 2014

28 Konzern-Zwischenlagebericht Konzern-Zwischenbericht 9M 2014 aus dem Mobilfunk-Geschäft. Regulierungsbedingt geringere Terminierungs- entgelte sowie das niedrigere Preisniveau bei den mobilen Sprachumsätzen setzten unsere Umsätze weiterhin deutlich unter Druck. Nur teilweise konnte eine höhere Nutzung bei den Sprachdiensten diesen Rückgang auffangen. Die mobilen Datendienste erwiesen sich auch in den ersten neun Monaten 2014 als konstanter Umsatztreiber mit einer Steigerungsrate von 11 %, u. a. durch eine konstant hohe Nutzung der Datendienste. Der Festnetz-Bereich erzielte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, getrieben durch das erfolgreiche TV-Geschäft, steigende Umsätze. Dies ist Folge des Erwerbs der DIGI Slovakia im vergangenen Jahr. Darüber hinaus leistete der Geschäftskundenbereich B2B/ICT einen positiven Beitrag, der die Einbußen bei der Sprachtelefonie durch Anschlussverluste bei der klassischen Telefonie und ein niedrigeres Preisniveau weitgehend kompensieren konnte. Bei der Migration von PSTN- Anschlüssen auf die zukunftsweisende IP-Technologie ist unsere slowakische Beteiligung wieder einen deutlichen Schritt vorangekommen: So konnten wir zum 30. September 2014 eine Migrationsquote von mehr als 90 % vorweisen. Das bereinigte EBITDA betrug in den ersten neun Monaten 2014 234 Mio. € und reduzierte sich damit gegenüber dem Vergleichszeitraum um 6,0 %. Ohne Berücksichtigung der Effekte aus dem Erwerb von DIGI Slovakia sank das bereinigte EBITDA um 8,3 %. Dieser Rückgang stammt größtenteils aus Umsatzverlusten. Zusätzlich dazu stiegen die direkten Kosten leicht – u. a. durch das B2B-/ICT-Geschäft. Teilweise konnten regulierungsbedingt niedrigereInterconnection-KostensowieoptimierteAusgabenfürdieKunden­ bindung und -gewinnung diesem Rückgang entgegenwirken. Einsparungen bei den indirekten Kosten leisteten zusätzlich einen positiven Beitrag. Polen (Mobile runner-up). In den ersten neun Monaten 2014 betrugen unsere Umsätze in Polen 1,1 Mrd. € und lagen damit 6,8 % unter dem Vorjahreszeit- raum. Ohne Berücksichtigung der leicht positiven Wechselkurseffekte gegen­ über dem Euro reduzierte sich der Umsatz um 7,4 %. Dieser Rückgang war v. a. auf die regulierungsbedingte Absenkung der Terminierungsentgelte im Jahr 2013 zurückzuführen. Zusätzlich dazu wirkte sich das geringere Preis­ niveau im polnischen Mobilfunk-Markt negativ auf unsere Umsätze aus. Auch dasSMS-GeschäftverzeichneteinfolgeeinesniedrigerenDurchschnittspreises, gepaart mit einer geringeren Nutzung des SMS-Dienstes, Umsatzrückgänge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Leicht kompensatorisch wirkten sich höhere Umsätze aus dem Verkauf von Endgeräten in den ersten neun Monaten 2014 gegenüber der Vorjahresperiode aus. Auch trugen höhere Umsätze beim mobilen Datengeschäft, teils getrieben durch eine gesteigerte Nutzung der Datendienste, zu einem positiven Umsatzeffekt bei. Das bereinigte EBITDA belief sich in den ersten drei Quartalen 2014 auf 424 Mio. € und sank damit gegenüber der Vorjahresperiode leicht um 1,9 %. Ohne Berücksichtigung der leicht positiven Wechselkurseffekte gegenüber dem Euro reduzierte sich das bereinigte EBITDA um 2,5 %. Zum Teil konnten wir den Umsatzrückgang durch regulierungsbedingt niedrigere Interconnection-Kosten sowie durch eine gezieltere Ansprache bei der Kundenbindung und -gewinnung kompensieren. Auch durch unser striktes Kosten-Management bei den indirekten Kosten konnten wir einen positiven Effekt auf das bereinigte EBITDA erzielen. Niederlande (Smart attacker). In den ersten neun Monaten 2014 erzielten wir in den Niederlanden einen Umsatz von 1,1 Mrd. €; das entspricht einem Rückgang von 5,2 %. Ohne Berücksichtigung der Effekte aus der Veräußerung der Euronet Communications zum 2. Januar 2014 bewegten sich die Umsätze aufVorjahresniveau.DiesesoperativeErgebniswarzumeinendeutlichgeprägt von der Entwicklung des mobilen Datengeschäfts, das im Periodenvergleich um 24 % anstieg. Die im September letzten Jahres neu eingeführten Tarife und die anhaltend hohe Nachfrage nach Smartphones führten zu einer deutlich höheren Nutzung der Datendienste. Zum anderen erhöhten sich die Umsätze bei den Endgeräteverkäufen an eigene Kunden und an Wholesale-Kunden. Das Geschäft mit MVNOs leistete ebenfalls einen positiven Umsatzbeitrag. Dadurch konnten die teils regulierungsbedingten sowie teils preisbedingten Rückgänge bei den Sprachumsätzen kompensiert werden. Das bereinigte EBITDA stieg in den ersten neun Monaten 2014 gegenüber der Vorjahresperiode um 35,8 % und betrug somit 459 Mio. €. Ohne Berück­ sichtigung der Effekte aus der Veräußerung der Anteile an der Euronet Communications erhöhte sich das bereinigte EBITDA um 39,7 %. Gesunkene direkte Kosten – v. a. durch gezieltere Maßnahmen bei der Kundenbindung und -gewinnung sowie regulierungsbedingt niedrigere Interconnection- Kosten – trugen zu diesem Ergebnis bei. Einen ebenfalls nennenswerten positiven Beitrag zum bereinigten EBITDA leisteten Einsparungen bei den indirekten Kosten. EBIT. In unserem operativen Segment Europa lag das EBIT in den ersten neun Monaten 2014 bei 1,3 Mrd. €; dies entspricht einer Minderung um 11,7 %. Dieser Rückgang stammt hauptsächlich aus dem niedrigeren EBITDA. Gerin- gere Abschreibungen u. a. durch den Verkauf unserer Landesgesellschaften in Bulgarien sowie infolge zielgerichteter Investitionsinitiativen in den meisten Ländern unseres operativen Segments wirkten dem Ergebnisrückgang entgegen. Vor allem in Griechenland, Polen und Ungarn reduzierten sich die Abschreibungen auf Sachanlagen. Cash Capex. In den ersten neun Monaten 2014 wies unser operatives Segment Europa einen Cash Capex von 1,5 Mrd. € aus. Dies entspricht einem Rückgang von 39,2 %, der hauptsächlich aus dem Erwerb von Mobilfunk-Lizenzen in den Niederlanden, Rumänien und Polen in den ersten neun Monaten des Vor­- jahres resultiert. Ohne Berücksichtigung der Effekte aus Spektrumerwerben sowie aus dem Verkauf unserer Landesgesellschaften in Bulgarien war der Cash Capex insgesamt auf Segmentebene stabil auf Vorjahresniveau, da unsere Landesgesellschaften bei Investitionsausgaben weiterhin sehr über­ legtagierten.GründedafürwareneineschwierigeMarktlage, Entscheidungen von Regulierungsbehörden sowie zusätzliche Belastungen – z. B. durch Steuern.

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