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Deutsche Telekom AG - Konzern-Zwischenbericht - 1. Januar bis 30. Juni 2015

27Konzern-Zwischenlagebericht Deutsche Telekom. Konzern-Zwischenbericht H1 2015. Gesamtumsatz Unser operatives Segment Europa erzielte im ersten Halbjahr 2015 einen Gesamtumsatz von 6,2 Mrd. € und lag damit annähernd auf dem Niveau der Vorjahresperiode. Organisch, d. h. unter der Annahme einer vollständigen Einbeziehung der GTS Central Europe Gruppe in der Vergleichsperiode sowie konstanten Wechselkursen, sank der Segmentumsatz um 2,8 %. Entscheidungen von Regulierungsbehörden belasteten unseren Segment­ umsatz nach wie vor deutlich: Abgesenkte Mobilfunk-Terminierungsentgelte sowie insbesondere Roaming-Regulierungen in den meisten Ländern unseres operativen Segments waren die Ursache für über die Hälfte unseres organischen Umsatzrückgangs. Zusätzlich dazu setzte die immer noch hohe Wettbewerbsintensität auf den Telekommunikationsmärkten in den Ländern unseres operativen Segments die Umsätze weiter unter Druck. Das Whole­ sale-Geschäft entwickelte sich, gemäß unserer Strategie, uns aus dem Voice Hubbing-Geschäft (Terminierung von internationalen Telefongesprächen) sukzessive zurückzuziehen, negativ. Dank der konsequenten Ausrichtung unserer Landesgesellschaften in Europa aufdieWachstumsfelderkonntenwirdienegativenUmsatzeffekteaufSegment- ebene teilweise kompensieren. Im ersten Halbjahr 2015 belief sich der Anteil der Wachstumsfelder am Segmentumsatz bereits auf 28 %. Dabei etablierte sich das mobile Datengeschäft wieder als größter absoluter Wachstumstreiber mit einem Plus gegenüber der Vorjahresperiode von insgesamt 11 % bzw. 82 Mio. €. Dazu beigetragen haben alle Länder unseres operativen Segments, insbesondere die Niederlande, Griechenland, Österreich und Ungarn. Der Großteil des Umsatzes aus dem mobilen Datengeschäft entfiel auf das Privat- kundengeschäft. Attraktive Tarife in Verbindung mit dem breiten Portfolio an Endgeräten ließen die Nutzungsrate bei den Datendiensten deutlich wachsen. Auch in den Bereichen Breitband und TV setzte sich der Aufwärtstrend der vergangenen Quartale fort: Im ersten Halbjahr 2015 stieg der Breitband-/ TV-Umsatz um 9 % und konnte somit auch seinen Anteil am Gesamtumsatz leicht steigern. Positiv dazu beigetragen hat v. a. das Festnetz-Geschäft in Griechenland, in der Tschechischen Republik sowie in Ungarn. Neben dem Erwerb der GTS Central Europe Gruppe im Vorjahr war auch unser erweitertes Produkt- und Service-Portfolio ursächlich dafür, dass wir im Geschäftskundenbereich B2B/ICT – v. a. in der Tschechischen Republik und in Polen – höhere Umsätze gegenüber dem Vorjahr erzielten. Auch das Energie-Resale-Geschäft in Ungarn verzeichnete Umsatzzuwächse gegen- über der Vorjahresperiode. Zusätzlich zu den Wachstumsfeldern entwickelten sich die Umsätze aus den Verkäufen von Endgeräten positiv. Dieses Umsatzplus ist u. a. darauf zurückzuführen, dass einige Länder unseres operativen Segments Europa ein alternatives Modell zu den herkömmlichen Bündeltarifen eingeführt haben. Im Gegensatz zu diesen Bündeltarifen, die ein preisreduziertes End- gerät, aber höhere Leistungsentgelte enthalten, zeichnet sich das alternative Modell dadurch aus, dass der Kunde jeweils einen getrennten Vertrag für den Service und das Endgerät abschließt. Der Kunde entrichtet eine regelmäßige monatliche Service-Gebühr sowie eine monatliche Zahlung für das gewählte Endgerät. Somit bleibt für den Kunden das Endgerät auch ohne Subventionen weiterhin bezahlbar. Betrachtet man den organischen Segmentumsatz aus Länderperspektive, so war im ersten Halbjahr 2015 das Geschäft in den Niederlanden am stärksten von absoluten Umsatzrückgängen betroffen – zum einen regulierungsbedingt beim Roaming-Geschäft, zum anderen durch einen geringeren Kunden­ bestand. Auch Rumänien musste Umsatzeinbußen akzeptieren, wovon ein Großteil auf die Absenkung der Mobilfunk-Terminierung im zweiten Quartal 2014 zurückzuführen ist. Im Wesentlichen marktbedingte Umsatzrückgänge mussten die Slowakei und die Tschechische Republik hinnehmen. Hingegen wirkten sich Umsatzanstiege v. a. in Ungarn, im Wesentlichen dank positiver Umsatzbeiträge im Mobilfunk- und Festnetz-Geschäft, in Griechenland durch das Festnetz-Geschäft und in Österreich positiv auf die Umsatzentwicklung auf Segmentebene aus. EBITDA, bereinigtes EBITDA Unser operatives Segment Europa erzielte im ersten Halbjahr 2015 ein bereinigtes EBITDA von 2,1 Mrd. €; das sind 2,3 % weniger als im Vorjahres­ halbjahr. Unter der Annahme einer vollständigen Einbeziehung der GTS Central Europe Gruppe in der Vergleichsperiode sowie konstanten Wechsel- kursen sank das bereinigte EBITDA um 4,0 %. In erster Linie wirkten sich die insgesamt geringeren organischen Umsätze auf Segmentebene negativ auf die bereinigte EBITDA-Entwicklung aus. Darüber hinaus setzten Änderungen in der Gesetzgebung, wie Steuern und Abgaben, staatliche Sparprogramme sowie Entscheidungen von Regulierungsbehörden unser Ergebnis zusätzlich unter Druck. Aus Länderperspektive waren die Rückgänge beim bereinigten EBITDA in erster Linie umsatzbedingt auf die Niederlande und Rumänien zurück- zu­führen. Dem standen gestiegene bereinigte EBITDA-Beiträge v. a. in Österreich und Ungarn entgegen, die sich positiv auf die bereinigte EBITDA- Entwicklung auf Segmentebene auswirkten. Mit Maßnahmen zur Effizienzsteigerung konnten wir gezielt die indirekten Kosten senken und so dem negativen Effekt aus dem Umsatzrückgang teil- weise entgegenwirken. Einen positiven Beitrag hierzu leisteten v. a. geringere Personalkosten. Darüber hinaus wirkten sich leicht geringere direkte Kosten positiv auf die EBITDA-Entwicklung auf Segmentebene aus. Sondereinflüsse beeinflussten unser EBITDA im Saldo in Höhe von 117 Mio. €. Neben Aufwendungen für Personalmaßnahmen war hier auch der Aufwand für den geschlossenen Vergleich für die Streitbeilegung des Rechtsverfahrens „Schadensersatzklage gegen Slovak Telekom“ im ersten Quartal 2015 ent- halten. Weitere Erläuterungen zu dem Rechtsverfahren finden Sie im Kapitel „Risiko- und Chancensituation“, Seite 33 f. Im Ergebnis reduzierte sich unser EBITDA um 0,1 Mrd. € auf 2,0 Mrd. €. Operative Entwicklung in ausgewählten Ländern Für die Position des führenden europäischen Telekommunikationsanbieters verfolgen wir die Strategie, die meisten unserer Landesgesellschaften zu integrierten All-IP-Playern zu entwickeln, die mit bestem Kundenerlebnis begeistern – und das unabhängig von ihrer jeweiligen Marktposition. Hierfür etablieren wir ein Produktionsmodell mithilfe einer paneuropäischen, voll IP-basiertenNetzinfrastruktur,bestemNetzzugangundoptimiertenProzessen und Kundenschnittstellen. Die meisten unserer Gesellschaften agieren bereits sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk. Daneben setzen unsere Gesellschaften in den Niederlanden und Österreich als „mobile attacker“ weiterhin ihren Fokus auf das Mobilfunk-Geschäft. Sie positionieren sich als Anbieter, die am stärksten auf Kundenanforderungen eingehen und besetzen damit nachhaltig eine Nische als reine Mobilfunk-Anbieter. Im Nachfolgenden stellen wir repräsentativ folgende Landesgesellschaften dar:

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