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Deutsche Telekom AG - Konzern-Zwischenbericht - 1. Januar bis 30. Juni 2015

28 Konzern-Zwischenlagebericht Deutsche Telekom. Konzern-Zwischenbericht H1 2015. Griechenland. In Griechenland erzielten wir im ersten Halbjahr 2015 trotz der Krise einen auf Vorjahresniveau liegenden Umsatz von 1,4 Mrd. € dank der positiven Beiträge aus dem Festnetz-Geschäft, die das Umsatzminus im Mobil- ­funk kompensieren konnten. Das Mobilfunk-Geschäft war im Wesent­lichen geprägt durch die sich unter Druck befindenden Sprachumsätze, u. a. durch die zunehmende Attraktivität von Flat-Tarifen und dem damit verbundenen niedrigeren Preisgefüge. Auch sanken die SMS-Umsätze beim Prepaid gegen- über der Vorjahresperiode – zunehmend bedingt durch vermehrte Inanspruch- nahme von SMS-Tarifoptionen sowie einer geringeren Nutzung. Diese wurden jedoch überkompensiert durch höhere Umsätze beim Datengeschäft – teils bedingt durch eine höhere Nachfrage nach Datendiensten. Der Festnetz-Bereich entwickelte sich infolge der Umsatzanstiege im Breit- band- sowie TV-Geschäft deutlich positiv. Unsere attraktiven TV-Inhalte wurden positiv von den Kunden angenommen. In Verbindung mit der Fokussierung auf den Ausbau der DSL-Anschlüsse, verzeichneten wir auch bei der Anzahl der Breitband-Anschlüsse einen regen Kundenzuwachs. Auch der Geschäfts- kundenbereich B2B/ICT leistete mit einem Umsatzanstieg einen positiven Beitrag. Insgesamt ist es uns dadurch gelungen, die rückläufigen Umsätze bei den Sprachdiensten – insbesondere belastet durch Anschlussverluste bei der klassischen Telefonie – auszugleichen. Im ersten Halbjahr 2015 lag das bereinigte EBITDA in Griechenland bei 530 Mio. € und sank gegenüber der Vorjahresperiode um 2,2 %. Neben dem auf Vorjahresniveau liegenden Umsatz konnten höhere direkte Kosten, u. a. bedingt durch höhere Ausgaben bei den Endgeräten, nicht ganz durch gesunkene indirekte Kosten kompensiert werden. Ungarn. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz im Vergleich zur Vorjahres­ periode um 6,2 % auf 773 Mio. € an. Dieser Anstieg resultierte zum einen aus Zuwächsen bei den mobilen Serviceumsätzen durch eine höhere Anzahl an werthaltigen Vertragskunden gepaart mit einer deutlich höheren Nutzung von Sprachdiensten. Zum anderen setzte sich aber auch der positive Trend beim Geschäft mit den mobilen Datenumsätzen im ersten Halbjahr 2015 weiter fort: So erzielten wir einen Anstieg von rund 15 %. Dies ist u. a. das Resultat unseres schnellen Mobilfunknetzes, der hohen Reichweite sowie der erfolgreichen Vermarktung innovativer Produkte, die sich sowohl im Nutzungsverhalten als auch in einem hohen Anteil von Smartphones an den insgesamt verkauften Endgeräten widerspiegelt. Das macht sich auch bei den Endgeräteverkäufen bemerkbar, die sich mit ihrem Umsatzbeitrag positiv auf den gesamten Mobilfunk-Umsatz auswirkten. Im Festnetz-Geschäft resultierte der Umsatzanstieg im Wesentlichen aus Zuwächsen im Breitband- und im TV-Geschäft, was gegenüber der Vor- jahresperiode einen Anstieg von 12,5 % ausmachte. Auch deren Anteil an den gesamten Festnetz-Umsätzen stieg um 4 Prozentpunkte gegenüber der Vorjahresperiode an. Infolge unserer Strategie, in unseren integrierten Landesgesellschaften ein paneuropäisches Netzwerk aufzubauen, wurden IP-basierende Breitband-Anschlüsse stärker vermarktet. Infolgedessen stiegen z. B. die Breitband-Anschlüsse im Vergleich zur Vorjahresperiode insbesondere bei den VDSL-Anschlüssen an. Davon profitierte auch das TV-Geschäft, das durch seine innovativen TV-Dienste über alle Bildschirme hinweg die Kunden überzeugte. Auch das Energie-Resale-Geschäft ent­ wickelte sich positiv gegenüber der Vorjahresperiode. Darüber hinaus leistete auch der Geschäftskundenbereich B2B/ICT einen positiven Umsatzbeitrag, sodass wir die insgesamt rückläufigen Sprachumsätze bei der klassischen Telefonie überkompensieren konnten. Das bereinigte EBITDA betrug 241 Mio. € und erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahreshalbjahr im Wesentlichen durch die positiven Effekte aus dem Umsatzanstieg um 11,1 %. Zusätzlich dazu wirkten sich auch unsere Programme zur Effizienzsteigerung positiv auf das bereinigte EBITDA aus und konnten somit sowohl die höheren direkten Kosten als auch die unvermindert hohen steuerlichen Belastungen kompensieren. Österreich. In Österreich erwirtschafteten wir im ersten Halbjahr 2015 einen Umsatz von 402 Mio. €, was einem Anstieg von 2,3 % gegenüber dem Vor­ jahreshalbjahr entspricht. Dies ist zum einen auf die positive Entwicklung der Sprachumsätze zurückzuführen. Zum anderen stiegen die Umsätze beim mobilen Datengeschäft durch eine höhere Nutzung der Datendienste insbesondere bei den Vertragskunden weiter zweistellig an, sodass sich auch der Anteil der Datenumsätze an den Gesamtumsätzen gegenüber der Vorjahresperiode erhöhte. Ursache dafür ist v. a. das Ergebnis der erfolg­ reichen Einführung des neuen Tarifmodells im letzten Jahr, gefolgt von einer anhaltend hohen Nachfrage nach Smartphones. Beides führte zu einer sprunghaft gewachsenen Nutzung der Datendienste. Zusätzlich dazu stiegen die Umsätze bei den Endgeräteverkäufen. Insgesamt konnten wir so die Rückgänge aufgrund von regulierungsbedingt geringeren Roaming-Ent­ gelten kompensieren. Das bereinigte EBITDA stieg im ersten Halbjahr 2015 gegenüber der Vor- jahresperiode um 26,0 % und betrug somit 131 Mio. €. Zu diesem Ergebnis haben neben den positiven Effekten aus dem Umsatzanstieg auch geringere indirekte Kosten, insbesondere bei den Personalkosten, beigetragen. Eben- falls einen positiven Beitrag zum bereinigten EBITDA leisteten Einsparungen bei den direkten Kosten, im Wesentlichen durch gezieltere Maßnahmen bei der Kundenansprache sowie durch regulierungsbedingt niedrigere Inter- connection-Kosten. EBIT In unserem operativen Segment Europa lag das EBIT im ersten Halbjahr 2015 bei 705 Mio. €; dies entspricht einem Rückgang um 0,1 Mrd. € gegenüber der Vorjahresperiode. Der Hauptgrund für diese Veränderung liegt in der rück- läufigen EBITDA-Entwicklung. Ein gegenüber der Vorjahresperiode leicht vermindertes Abschreibungsniveau stand dem entgegen. Cash Capex Im ersten Halbjahr 2015 wies unser operatives Segment Europa einen Cash Capex von 793 Mio. € aus. Dies entspricht einem Rückgang von 21,3 %, der in erster Linie durch den im Vorjahr getätigten Erwerb von Mobilfunk-Lizenzen in der Tschechischen Republik und der Slowakei bedingt ist. Im ersten Halb- jahr 2015 haben wir in geringerem Umfang Mobilfunk-Spektren wie z. B. in Albanien erworben.

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