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Deutsche Telekom AG - Konzern-Zwischenbericht - 1. Januar bis 30. Juni 2015 - Ereignisse nach der Berichtsperiode, Prognose, Risiko- und Chancensituation

33Konzern-Zwischenlagebericht Deutsche Telekom. Konzern-Zwischenbericht H1 2015. EREIGNISSE NACH DER BERICHTSPERIODE (30. JUNI 2015) Informationen zu den Entwicklungen in der Staatsschulden- und Banken- krise in Griechenland finden Sie im Kapitel „Risiko- und Chancensituation“, Seite 33 f. Die Deutsche Telekom hat am 17. Juli 2015 eine Vereinbarung mit Telefónica Deutschland zur Übernahme von 7 700 Mobilfunk-Standorten geschlossen. Die Mobilfunk-Standorte wurden seitens Telefónica Deutschland infolge der Netzintegration von O2 und E-Plus überzählig. Die überwiegend auf Dächern installierten Funkmasten ermöglichen es uns, die Planungen für den Netzaus- bau schneller umzusetzen und das eigene Mobilfunknetz zu optimieren. PROGNOSE Die in diesem Kapitel getroffenen Aussagen basieren auf der aktuellen Ein- schätzung unseres Managements. Im Folgenden werden die zum heutigen Zeitpunkt vorliegenden wesentlichen Erkenntnisse über Veränderungen zu den im zusammengefassten Lagebericht 2014 veröffentlichten Prognosen (Geschäftsbericht 2014, Seite 134 ff.) erläutert. Die darüber hinaus dort ab- gegebenen Aussagen behalten dementsprechend weiterhin ihre Gültigkeit. Weiterhin gehen wir im Kapitel „Wirtschaftliches Umfeld“ in diesem Konzern- Zwischenlagebericht auf Ergänzungen und neue Entwicklungen der gesamt- wirtschaftlichen Situation ein. Ferner wird auf den „Disclaimer“ am Ende dieses Berichts verwiesen. VERÄNDERUNGEN ZUM GESCHÄFTSBERICHT 2014 Die Deutsche Telekom hat im Geschäftsbericht 2014 einen Erwartungswert für das bereinigte EBITDA für das Geschäftsjahr 2015 von rund 18,3 Mrd. € formuliert. In diesem Erwartungswert waren ein Ertrag von 175 Mio. € aus einer Vergleichsvereinbarung zur Beilegung eines laufenden kartellrecht­ lichen Beschwerdeverfahrens sowie das ebenfalls positiv auf unser berei­ nigtes EBITDA wirkende neue Geschäftsmodell „JUMP! On Demand“ der T-Mobile US nicht enthalten. Im Rahmen dieses Geschäftsmodells wird Kunden der T-Mobile US ab Juni 2015 zusätzlich zu den Ratenkaufmöglich- keiten für Endgeräte ein Endgeräte-Mietmodell angeboten. Weiterhin wirkt sich der in diesem Jahr bisher stark gestiegene US-Dollar-Kurs deutlich positiv auf die Entwicklung unseres bereinigten EBITDA aus. Ohne Berücksichtigung der genannten Effekte im bereinigten EBITDA bestätigen wir weiterhin unsere Erwartung für 2015. Unseren Erwartungswert für den Free Cashflow von rund 4,3 Mrd. € für 2015 bestätigen wir somit ebenfalls. RISIKO- UND CHANCENSITUATION Im Folgenden werden die wesentlichen Ergänzungen und neuen Entwick­ lungen zu der im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 dargestellten Risiko- und Chancensituation ausgeführt (Geschäfts­ bericht 2014, Seite 146 ff.). Ferner wird auf den „Disclaimer“ am Ende dieses Berichts verwiesen. KONJUNKTURELLE RISIKEN EUROPA Die Verschärfung der Staatsschulden- und Bankenkrise Griechenlands Ende Juni 2015 hat das konjunkturelle Risiko, dem sich unsere Beteiligung in Griechenland ausgesetzt sieht, zunächst erhöht. Die zuletzt positiven Entwicklungen, insbesondere die Verhandlungen zwischen Griechenland und den europäischen Institutionen, sowie die Reformzustimmung durch das griechische Parlament und die ersten Reformumsetzungen, haben jedoch die Wahrscheinlichkeit für ein mögliches Ausscheiden Griechen- lands aus der Europäischen Währungsunion wieder gesenkt. Eine erneute Verschärfung der Staatsschulden- und Bankenkrise in Griechenland könnte das konjunkturelle Risiko entsprechend beeinflussen. RECHTSVERFAHREN Schiedsverfahren Toll Collect. Im Schiedsverfahren Toll Collect fand im Juni 2015 eine weitere mündliche Verhandlung statt, die im Januar 2016 fortgesetzt wird. Die Deutsche Telekom hat in 2014 bilanzielle Risikovor­- sorge in angemessener Höhe gebildet. Schadensersatzklagen im Zusammenhang mit Entgelten für die Über- lassung von Teilnehmerdaten. Die Beschwerde des Dr. Harisch gegen die Nichtzulassung der Revision wies der Bundesgerichtshof mit Beschluss vom 14. April 2015 zurück. Die Klage in Höhe von ca. 612 Mio. € zuzüglich Zinsen ist damit rechtskräftig abgewiesen. Im Berufungsverfahren der telegate AG über eine von der telegate AG geltend gemachte Schadensersatzklage in Höhe von ca. 86 Mio. € zuzüglich Zinsen wies das Oberlandesgericht Düsseldorf die Berufung der telegate AG mit Urteil vom 22. April 2015 zurück und ließ die Revision nicht zu. Gegen die Nichtzulassung der Revision legte die telegate AG im Mai 2015 Beschwerde beim Bundesgerichtshof ein. Klagen von Telefonbuchpartnerverlagen. Das Landgericht Frankfurt am Main hat im Februar und März 2015 weitere 20 Klagen von Telefonbuch­ partnerverlagen abgewiesen. Insgesamt wurden somit 22 von 81 Klagen erstinstanzlich abgewiesen. Zwei dieser Urteile sind zwischenzeitlich rechts­- kräftig. Gegen die übrigen Urteile haben die Kläger Berufung beim Ober- landesgericht Frankfurt am Main eingelegt. Die verbleibende Klage­summe beträgt ca. 467 Mio. € zuzüglich Zinsen. Die Deutsche Telekom bildet seit 2014 bilanzielle Risikovorsorge in angemessener Höhe. SchadensersatzklagenPreis-Kosten-Schere.ImVerfahrenderEWETel GmbH gegen die Telekom Deutschland GmbH, in welchem das Oberlandes­gericht Düsseldorf mit Urteil vom 29. Januar 2014 das erstinstanzliche Urteil des Landgerichts Köln vom 17. Januar 2013 insbesondere bezüglich des Umfangs der verjährten Ansprüche abänderte und das Verfahren wegen der Höhe des Schadens ohne Zulassung einer Revision an das Landgericht Köln zurück- verwies, wies der Bundesgerichtshof mit Entscheidung vom 16. Juni 2015 die von den Parteien jeweils eingelegten Beschwerden gegen die Nichtzulassung der Revision zurück. Deutschland zur Übernahme von 7700 Mobilfunk-Standorten geschlossen.

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