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Deutsche Telekom AG - Konzern-Zwischenbericht - 1. Januar bis 30. Juni 2015 - KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT

Konzernstruktur, -strategie und -steuerung, Wirtschaftliches Umfeld

9Konzern-Zwischenlagebericht Deutsche Telekom. Konzern-Zwischenbericht H1 2015. Konzern-Zwischenlagebericht KONZERNSTRUKTUR, -STRATEGIE UND -STEUERUNG Hinsichtlich unserer Konzernstruktur, -strategie und -steuerung verweisen wir auf die Erläuterungen im zusammengefassten Lagebericht 2014 (Geschäftsbericht 2014, Seite 67 ff.). Aus Sicht des Konzerns ergaben sich hierzu keine wesentlichen Änderungen. WIRTSCHAFTLICHES UMFELD Im Folgenden werden Ergänzungen und neue Entwicklungen zu der im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 dargestellten Situation des wirtschaftlichen Umfelds ausgeführt. Hierbei wird auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im ersten Halbjahr 2015, den Ausblick, die zurzeit wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken, den Telekommuni­ kationsmarkt sowie auf das regulatorische Umfeld eingegangen. Der gesamt- wirtschaftliche Ausblick erfolgt unter dem Vorbehalt, dass keine wesentlichen unerwarteten Ereignisse im Prognosezeitraum eintreffen. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG Das globale Wirtschaftswachstum entwickelte sich im ersten Halbjahr 2015 leicht positiv. Wachstumstreibende Faktoren, wie niedrige Energiepreise und eine investitionsfreundliche Geldpolitik, wurden von negativen Faktoren, wie dem Nachfragerückgang in den großen Schwellenländern, teilweise kompensiert. In unseren Kernmärkten haben sich die Wachstumsraten der Volkswirt- schaften in den ersten sechs Monaten des Jahres 2015 weiterhin mehrheitlich positiv entwickelt. Auch die Lage am Arbeitsmarkt hat sich weiter verbessert. In Deutschland wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,7 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Der deutsche Arbeitsmarkt zeigte sich bei einer Arbeitslosenquote von derzeit 6,3 % weiter sehr robust. Die US-Wirtschaft konnte im zweiten Quartal 2015 ein solides Wirtschaftswachstum von 2,2 % verzeichnen: Nach einem winterbedingten schwachen ersten Quartal konnte die Wirtschaft im zweiten Quartal deutlich zulegen. Die anhaltende positive Entwicklung am Arbeitsmarkt ließ die Erwerbslosenquote in den USA im Juni 2015 auf 5,3 % sinken. Die volkswirtschaftliche Entwicklung in unserem operativen Segment Europa war mehrheitlich positiv – aufgrund der politischen Unsicherheiten der letzten Monate verzeichnete nur die Volkswirtschaft in Griechenland eine deutliche negative Entwicklung. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt konnte sich in den meisten Ländern weiter verbessern. AUSBLICK Sollte es nicht zu einer deutlichen Verschärfung der geopolitischen Krisen- herde oder zu einer erneuten europaweiten Staatsschulden- und Bankenkrise kommen, gehen wir davon aus, dass sich die Expansion der Weltwirtschaft im Laufe der Jahre 2015 und 2016 beschleunigen kann. Wir gehen weiterhin von einem positiven konjunkturellen Wachstum in unseren Kernmärkten aus. Der zurzeit negative Trend der konjunkturellen Entwicklung in Griechenland könnte sich durch eine Einigung mit den Institutionen verbessern. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN Die volkswirtschaftliche Entwicklung und die Aussichten für unsere Märkte haben sich u. a. durch die anhaltend expansive Geldpolitik der EZB ver­ bessert. Jedoch ist nach wie vor, v. a. für unsere europäischen Länder, eine erneute Verschärfung der Staatsschuldenkrise mit Auswirkungen auf Banken und Finanzmärkte das größte volkswirtschaftliche Risiko. Dies haben v. a. die bisherigen Ereignisse und Diskussionen um eine Verlängerung der Rettungs- pakete für Griechenland gezeigt. TELEKOMMUNIKATIONSMARKT Der Konsolidierungsdruck in der europäischen Telekommunikationsbranche ist nach wie vor hoch. Gründe dafür sind in erster Linie sinkende Umsätze – u. a. durch den steigenden Wettbewerb. Gleichzeitig sind hohe Investitionen für den Netzausbau nötig: Schließlich gilt es, Schritt zu halten mit den deutlich steigenden Datenvolumina und -geschwindigkeiten. Im Juni 2015 haben die Aktionäre des spanischen Telekommunikationsanbieters Jazztel der Übernahme durch Orange zugestimmt. Am 19. Mai 2015 hatte bereits die Generaldirektion Wettbewerb bei der EU-Kommission die Fusion unter Auflagen genehmigt. Darüber hinaus beabsichtigt BT den Erwerb des Joint Ventures EE und Hutchison 3G hat angekündigt, O2 Großbritannien von Telefónica erwerben zu wollen. REGULIERUNG FinaleBNetzA-BeschlüssezudenInterconnection-EntgelteninDeutschland veröffentlicht. Die BNetzA hat am 1. April und am 24. April 2015 die finalen Ent- geltbeschlüsse zu den Festnetz-Terminierungsentgelten und den Mobilfunk- Terminierungsentgelten veröffentlicht und dabei die bereits zum 1. Dezember 2014 vorläufig genehmigten Entgelthöhen nunmehr final festgelegt.

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