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Deutsche Telekom AG - Konzern-Zwischenbericht - 1. Januar bis 30. September 2015 - Geschäftsentwicklung des Konzerns

10 Konzern-Zwischenlagebericht Deutsche Telekom. Konzern-Zwischenbericht 9M 2015. Urteil des EuGH zu Safe Harbor. Das Urteil des Europäischen Gerichts- hofs (EuGH) vom 6. Oktober 2015 stellt fest, dass ein Transfer von Daten auf Basis des zwischen der EU und den USA bestehenden Safe Harbor- („sicherer Hafen“) Abkommens nicht zulässig ist. In den USA bestehe kein angemessenes Schutzniveau für personenbezogene Daten, weil die Daten europäischer Kunden nicht ausreichend vor dem Zugriff US-amerikanischer Sicherheitsbehörden geschützt seien. Das Urteil kommt zu dem Schluss, dass ein Rechtsschutz für die betroffenen europäischen Bürger in den USA nur eingeschränkt und wenig effektiv gewährleistet werden kann. Vor allem die Datenschutzaufsichtsbehörden müssen nun eine verbindliche Position erarbeiten, wie sie Datentransfers in die USA auf Basis von Standardvertrags- klauseln und Binding Corporate Rules zukünftig behandeln werden. REGULIERUNG FinaleBNetzA-BeschlüssezudenInterconnection-EntgelteninDeutschland veröffentlicht.DieBundesnetzagentur(BNetzA)hatam1.Aprilundam24.April 2015 die finalen Entgeltbeschlüsse zu den Festnetz-Terminierungsentgelten und den Mobilfunk-Terminierungsentgelten veröffentlicht und dabei die bereits zum 1. Dezember 2014 vorläufig genehmigten Entgelthöhen nunmehr final festgelegt. FREQUENZVERGABE Im Folgenden erläutern wir die wichtigsten aktuellen Entwicklungen bei den Frequenzvergabeverfahren: ƒƒ In Deutschland startete die BNetzA am 27. Mai 2015 die Versteigerung der 0,9 bzw. 1,8 GHz-Frequenzrechte aus den GSM-Lizenzen der deutschen Netzbetreiber sowie weiterer Frequenzen aus den Bereichen 0,7 GHz (Digitale Dividende II) und 1,5 GHz. Nach 16 Tagen des Bietens ging das Verfahren am 19. Juni 2015 nach der 181. Runde zu Ende. Telekom Deutschland erreichte ihre Frequenzziele und erwarb von den insgesamt zur Verfügung stehenden 270 MHz in den vier Bändern 100 MHz zu einem Preis von knapp unter 1,8 Mrd. €. ƒƒ In Albanien hat sich Telekom Albania – vormals AMC –, Tochter unserer griechischen Beteiligung OTE, um die Verlängerung ihrer im August 2014 ausgelaufenen GSM-Lizenz mit Frequenzen in den Bereichen 0,9 und 1,8 GHz beworben. Aufgrund der Erfüllung aller Voraussetzungen wurde die Verlängerung der Lizenz im Januar 2015 genehmigt. Des Weiteren hat die albanische Regulierungsbehörde AKEP im April 2015 eine Vergabe von Frequenzen im Bereich 1,8 GHz durchgeführt, an der sich Telekom Albania erfolgreich beteiligt hat. Im Mai 2015 schließlich führte die AKEP eine Ver- gabe von Frequenzen im Bereich 2,6 GHz durch. Telekom Albania erwarb in der Vergabe 2 x 20 MHz für einen Preis von umgerechnet rund 3 Mio. €. Mit dem ersteigerten Spektrum führte Telekom Albania 4G/LTE-Dienste im September 2015 erfolgreich im Markt ein. ƒƒ In Polen hat der Regulierer UKE die Vergabe für die Frequenzen aus den Bändern 0,8 und 2,6 GHz in Form einer simultanen Mehrrundenauktion am 10. Februar 2015 begonnen. Da bis September 2015 ein Ende der Bietphase nicht absehbar war, hat das polnische Ministerium für Digita­ li­sierung beschlossen, die Auktion über geänderte Regeln zum Ende kommen zu lassen. Danach wurde das bisherige Bietverfahren bis zum 9. Oktober 2015 fortgesetzt. Am 15. Oktober 2015 erfolgte dann eine letzte Auktionsrunde mit verschlossenen Geboten. T-Mobile Polska erreichte mit Geboten in einer Gesamthöhe von rund 0,5 Mrd. € die Höchstbieter­ position für einen 2 x 5 MHz-Frequenzblock im 0,8 GHz-Band sowie für drei 2 x 5 MHz-Blöcke im 2,6 GHz-Band. Daneben lag sie mit ihren Geboten in den beiden Bändern auf jeweils einem 2 x 5 MHz-Block an zweiter Stelle. Die Regulierungsbehörde hat T-Mobile Polska am 19. Oktober 2015 die von ihnen ersteigerten Frequenzblöcke zum Kauf angeboten und auch die Übernahmebereitschaft bezüglich der zwei Blöcke mit Zweitbieter­ position abgefragt. Das Angebot bezüglich der Blöcke mit Erstbieterposition wurde am 26. Oktober 2015 von T-Mobile Polska angenommen. Ebenso signalisierte T-Mobile Polska die Kaufbereitschaft für die zwei Blöcke mit Zweitbieterposition. Obgleich mit einem Abschluss des Vergabeverfahrens noch in diesem Jahr gerechnet wird, sind aufgrund der Änderung der Auktionsregeln spätere gerichtliche Auseinandersetzungen über das Verfahren und sein Ergebnis nicht auszuschließen. ƒƒ Zu weiteren Verzögerungen der Frequenzauktionsvorbereitungen kam es in Montenegro, wo mit einer Veröffentlichung eines Entwurfs für die Vergabe­regeln nun bis Ende 2015 sowie mit der Entscheidung über die finalen Bedingungen und dem Start der Bietphase im ersten Halbjahr 2016 gerechnet wird. ƒƒ Am 8. April 2015 hat die US-Telekommunikations-Aufsichtsbehörde Federal Communications Commission (FCC) der T-Mobile US formal die im Januar 2015 für 1,6 Mrd. € ersteigerten AWS-3-Frequenzen zugeteilt. ƒƒ In Ungarn hat die Regulierungsbehörde NMHH die Absicht bekanntge- geben, die Nutzungsrechte am Spektrum in den Bereichen 3,4 bis 3,6 und 3,6 bis 3,8 GHz neu zu regeln. Es wird damit gerechnet, dass die Frequenzen noch in diesem Jahr für den digitalen Mobilfunk freigegeben und versteigert werden. GESCHÄFTSENTWICKLUNG DES KONZERNS ERTRAGSLAGE DES KONZERNS UMSATZ In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 erzielten wir einen Konzernumsatzvon51,4Mrd. €,derdamitdeutlichum5,7Mrd.€bzw.12,5 % über dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraums lag. Maßgeblich trug – neben Wechselkurseffekten – unser operatives Segment USA mit dem anhal- tenden starken Zugang an Neukunden infolge ihrer „Uncarrier“-Initiativen zu dieserUmsatzentwicklungbei.UnseroperativesSegmentDeutschlandkonnte sich speziell im Mobilfunk gut im Markt behaupten und verzeichnete insge- samt ein Plus von 1,4 %. In unserem operativen Segment Europa mussten wir einenleichtenUmsatzrückgangvon1,7 % hinnehmen. Trotz der konsequenten Ausrichtung unserer Landesgesellschaften auf die Wachstumsfelder sank der Umsatz durch wettbewerbsbedingte Preisreduzierungen insbesondere im Mobilfunk sowie Entscheidungen von Regulierungsbehörden. Der Umsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft lag trotz der Neuausrichtung des Geschäftsmodells sowie der generell rückläufigen Preisentwicklung im IT- und Kommunikationsgeschäft nahezu auf Vorjahresniveau. Ohne Berücksichtigung von positiven Wechselkurseffekten von insgesamt 3,6 Mrd. €, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, und positiven Effekten aus Konsolidierungskreisveränderungen von 0,1 Mrd. € lag der Umsatz um 2,1 Mrd. € bzw. 4,2 % über dem Vorjahresniveau. Detailliertere Angaben zu den Umsatzentwicklungen in unseren operativen Segmenten Deutschland, USA, Europa, Systemgeschäft sowie in dem Segment Group Headquarters & Group Services können dem Kapitel „Geschäftsentwicklung der operativen Segmente“ (Seite 16 ff.) entnommen werden.

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