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Deutsche Telekom AG - Konzern-Zwischenbericht - 1. Januar bis 30. September 2015

27Konzern-Zwischenlagebericht Deutsche Telekom. Konzern-Zwischenbericht 9M 2015. Gesamtumsatz Unser operatives Segment Europa erzielte in den ersten neun Monaten 2015 einen Gesamtumsatz von 9,4 Mrd. €; gegenüber der Vorjahresperiode reduzierte sich der Umsatz um 1,7 %. Organisch, d. h. unter der Annahme einer vollständigen Einbeziehung der GTS Central Europe Gruppe in der Vergleichsperiode sowie konstanten Wechselkursen, sank der Segment­ umsatz um 3,1 %. Entscheidungen von Regulierungsbehörden belasteten unseren Segment­ umsatz nach wie vor deutlich: Abgesenkte Mobilfunk-Terminierungsentgelte sowie insbesondere Roaming-Regulierungen in den meisten Ländern unseres operativen Segments waren die Ursache für knapp die Hälfte unseres organischen Umsatzrückgangs. Zusätzlich setzte die immer noch hohe Wettbewerbsintensität auf den Telekommunikationsmärkten in den Ländern unseres operativen Segments die Umsätze weiter unter Druck. Das Wholesale-Geschäft entwickelte sich – gemäß unserer Strategie, uns aus dem Voice Hubbing-Geschäft (Terminierung von internationalen Telefon- gesprächen) sukzessive zurückzuziehen – negativ. Ohne die Berücksichti- gung von Voice Hubbing-Umsätzen und regulierungsbedingten Effekten sind unsere organischen Umsätze gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum stabil geblieben. Dank der konsequenten Ausrichtung unserer Landesgesellschaften in Europa aufdieWachstumsfelderkonntenwirdienegativenUmsatzeffekteaufSegment- ebene teilweise kompensieren. Zum 30. September 2015 belief sich der Anteil der Wachstumsfelder am Segmentumsatz bereits auf 29 %. Dabei zeigte sich, dass das mobile Datengeschäft über die Quartale weiterhin wächst: Gegenüber der Vorjahresperiode konnten wir um 11 % auf 1,3 Mrd. € zulegen. Dazu beigetragen haben alle Länder unseres operativen Segments, insbesondere die Niederlande, Griechenland, Ungarn und Österreich. Der Großteil des Umsatzes aus dem mobilen Datengeschäft entfiel auf das Privat- kundengeschäft. Attraktive Tarife in Verbindung mit einem breiten Portfolio an Endgeräten ließen die Nutzungsrate bei den Datendiensten insbesondere bei den Vertragskunden weiter deutlich wachsen. Auch in den Bereichen Breitband und TV setzte sich der Aufwärtstrend der vergangenen Quartale fort: In den ersten neun Monaten 2015 stieg der Breitband-/TV-Umsatz um 8 % und machte somit ein Viertel des Festnetz-Umsatzes aus. Positiv dazu beigetragen haben v. a. Griechenland, die Tschechische Republik sowie Ungarn. Neben dem Erwerb der GTS Central Europe Gruppe im Vorjahr war auch unser erweitertes Produkt- und Service-Portfolio ursächlich dafür, dass wir im Geschäftskundenbereich B2B/ICT – v. a. in der Tschechischen Republik und in Kroatien – höhere Umsätze gegenüber dem Vorjahr erzielten. Auch das Energie-Resale-Geschäft in Ungarn verzeichnete Umsatzzuwächse gegenüber der Vorjahresperiode. Zusätzlich zu den Wachstumsfeldern entwickelten sich die Umsätze aus den Verkäufen von Endgeräten positiv. Hier konnten wir ein Umsatzplus von 3,9 % verzeichnen. Ein Teil hiervon ist auf das in einigen Ländern unseres operativen Segments Europa eingeführte alternative Modell, bei welchem derKundejeweilseinengetrenntenVertragfürdenServiceunddas Endgerät abschließt, zurückzuführen. Betrachtet man den organischen Segmentumsatz aus Länderperspektive, so war in den ersten neun Monaten 2015 das Geschäft in den Niederlanden am stärksten von absoluten Umsatzrückgängen betroffen – zum einen durch volumen- und preisgetriebene Rückgänge bei der Sprachtelefonie, zum anderen regulierungsbedingt beim Roaming-Geschäft. Auch Rumänien musste Umsatzeinbußen akzeptieren, was einerseits auf die Absenkung der Mobilfunk-Terminierung im zweiten Quartal 2014 zurückzuführen ist. Anderseits sank im Festnetz-Bereich mengen- und preisgetrieben der Umsatz bei der Sprachtelefonie. Im Wesentlichen marktbedingte Umsatzrückgänge musste die Slowakei hinnehmen. In Polen und der Tschechischen Republik waren die Umsätze v. a. aufgrund von regulierungsbedingt geringeren Mobilfunk-Terminierungsentgelten unter Druck. Hingegen wirkten Umsatz­ anstiege v. a. in Ungarn, in Kroatien und Österreich erhöhend – ebenso wie die positiven Umsatzbeiträge im Festnetz-Geschäft in Griechenland. EBITDA, bereinigtes EBITDA Unser operatives Segment Europa erzielte in der Berichtsperiode ein bereinigtes EBITDA von 3,2 Mrd. €; das sind 2,5 % weniger als in der Vor­ jahresperiode. Unter der Annahme einer vollständigen Einbeziehung der GTS Central Europe Gruppe in der Vergleichsperiode sowie konstanten Wechsel- kursen sank das bereinigte EBITDA um 3,7 %. In erster Linie wirkten sich die insgesamt geringeren organischen Umsätze auf Segmentebene negativ auf die bereinigte EBITDA-Entwicklung aus. Darüber hinaus setzten Änderungen in der Gesetzgebung, wie Steuern und Abgaben, staatliche Sparprogramme sowie Entscheidungen von Regulierungsbehörden unser Ergebnis zusätzlich unter Druck. Aus Länderperspektive waren die Rückgänge beim bereinigten EBITDA in erster Linie umsatzbedingt auf die Niederlande und Rumänien zurückzu­ führen. Dem standen gestiegene bereinigte EBITDA-Beiträge v. a. in Ungarn, Österreich und Kroatien entgegen, die sich positiv auf die bereinigte EBITDA- Entwicklung auf Segmentebene auswirkten. Mit Maßnahmen zur Effizienzsteigerung konnten wir gezielt die indirekten Kosten senken und so dem negativen Effekt aus dem Umsatzrückgang teil- weise entgegenwirken. Einen positiven Beitrag hierzu leisteten v. a. geringere Personalkosten sowie Einsparungen bei den Kosten für bezogene Güter und Dienstleistungen. Darüber hinaus wirkten sich geringere direkte Kosten positiv auf die bereinigte EBITDA-Entwicklung auf Segmentebene aus. Sondereinflüsse beeinflussten unser EBITDA im Saldo in Höhe von 0,2 Mrd. €. Darin enthalten waren im Wesentlichen Aufwendungen für Personalmaß­ nahmen sowie auch der Aufwand für die vergleichsweise Beilegung einer gegen die Slovak Telekom gerichteten Schadensersatzklage im ersten Quartal 2015. Weitere Erläuterungen zu dem Rechtsverfahren finden Sie im Kapitel „Risiko- und Chancensituation“, Seite 33 f. Im Ergebnis reduzierte sich unser EBITDA um 0,2 Mrd. € auf 3,1 Mrd. €. Operative Entwicklung in ausgewählten Ländern Mit dem Ziel, führender europäischer Telekommunikationsanbieter zu werden, verfolgen wir die Strategie, die meisten unserer Landesgesellschaften zu integrierten All-IP-Playern zu entwickeln, die mit bestem Kundenerlebnis begeistern – und das unabhängig von ihrer jeweiligen Marktposition. Hierfür etablieren wir ein Produktionsmodell mithilfe einer paneuropäischen, voll IP-basiertenNetzinfrastruktur,bestemNetzzugangundoptimiertenProzessen und Kundenschnittstellen. Die meisten unserer Gesellschaften agieren bereits sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk. Daneben setzen unsere Gesell- schaften in den Niederlanden und Österreich als „mobile attacker“ weiterhin ihren Fokus auf das Mobilfunk-Geschäft. Sie positionieren sich als Anbieter, die am stärksten auf Kundenanforderungen eingehen und besetzen damit nachhaltig eine Nische als reine Mobilfunk-Anbieter. Im Nachfolgenden stellen wir repräsentativ folgende Landesgesellschaften dar:

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