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Deutsche Telekom AG - Konzern-Zwischenbericht - 1. Januar bis 30. September 2015 - KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT

Konzernstruktur, -strategie und -steuerung, Wirtschaftliches Umfeld

9Konzern-Zwischenlagebericht Deutsche Telekom. Konzern-Zwischenbericht 9M 2015. Konzern-Zwischenlagebericht KONZERNSTRUKTUR, -STRATEGIE UND -STEUERUNG Hinsichtlich unserer Konzernstruktur, -strategie und -steuerung verweisen wir auf die Erläuterungen im zusammengefassten Lagebericht 2014 (Geschäftsbericht 2014, Seite 67 ff.). Aus Sicht des Konzerns ergaben sich hierzu keine wesentlichen Änderungen. WIRTSCHAFTLICHES UMFELD Im Folgenden werden Ergänzungen und neue Entwicklungen zu der im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 dargestellten Situation des wirtschaftlichen Umfelds ausgeführt. Hierbei wird auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den ersten neun Monaten 2015, den Ausblick, die zurzeit wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken, den Telekommunikationsmarkt sowie auf das regulatorische Umfeld ein­ gegangen. Der gesamtwirtschaftliche Ausblick erfolgt unter dem Vorbehalt, dass keine wesentlichen unerwarteten Ereignisse im Prognosezeitraum eintreffen. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG Das globale Wirtschaftswachstum hat sich in den ersten drei Quartalen 2015 gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum abgeschwächt. Für diese nach­- lassende Wachstumsdynamik sind im Wesentlichen die Schwellen- und Entwicklungsländer verantwortlich. Das Wachstum der Industrienationen hat hingegen von der moderaten Erholung der Eurozone, niedrigen Ölpreisen und einer expansiven Geldpolitik profitiert und ist leicht angestiegen. In unseren Kernmärkten haben sich die Wachstumsraten der Volkswirt- schaften in den ersten neun Monaten 2015 weiterhin positiv entwickelt. In Deutschland ist diese Entwicklung getrieben durch den sich weiter gut entwickelnden privaten Konsum und durch zunehmende Exporte. Das BIP ist im dritten Quartal um1,9 % gegenüber dem Vorjahresquartal gewachsen. Der deutsche Arbeitsmarkt ist mit einer Arbeitslosenquote von derzeit 6,2 % in einer robusten Verfassung. Die US-Wirtschaft konnte ein Wachstum von 2,2 % verzeichnen. Die wirtschaftliche Entwicklung in den USA wird maß- geblich von einem starken Arbeitsmarkt sowie der Niedrigzinspolitik der US-Notenbank Federal Reserve getragen. In den Ländern unseres operativen Segments Europa haben sich die Wachs- tumsraten der Volkswirtschaften in den ersten neun Monaten des Jahres 2015 weiterhin mehrheitlich positiv entwickelt. Auch die Lage am Arbeitsmarkt hat sich in den meisten Ländern weiter verbessert. Griechenland hat weiterhin Schwierigkeiten, an das gesamteuropäische Wachstum anzuschließen. Der über mehrere Monate unsichere Verbleib Griechenlands in der Eurozone hat die griechische Wirtschaft deutlich belastet. Die Arbeitslosenquote in Griechenland bleibt mit 25,5 % auf einem überaus hohen Niveau. AUSBLICK Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht in seiner Herbstprognose davon aus, dass die Weltwirtschaft in 2015 um 3,1 % wachsen wird. Für das Jahr 2016 prognostiziert der IWF ein Wachstum der Weltwirtschaft um 3,6 %. Dieses beschleunigte Wachstum wird gleichermaßen durch die Industrienationen (2,2 %) und Schwellen- und Entwicklungsländer (4,5 %) getrieben. Größere Unsicherheiten bestehen für den asiatischen Wirtschafts- raum. Für unsere europäischen Kernmärkte gehen wir weiterhin von einer stabilen konjunkturellen Entwicklung aus. Auch die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem verhaltenen Aufschwung, der v. a. von privaten Konsum­ ausgaben und Exporten getragen wird. Mit einer Erholung der griechischen Wirtschaft ist erst nach 2016 zu rechnen – trotz Reformanstrengungen und der Einigung Griechenlands mit den europäischen Institutionen. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN Die europäische Wirtschaft hat zuletzt von niedrigen Ölpreisen, einer expan­ siven Geldpolitik und verhältnismäßig niedrigen Eurokursen profitiert. Jedoch istnachwievorv. a.fürunsereeuropäischenLändereineerneuteVerschärfung der Staatsschuldenkrise mit potenziellen Auswirkungen auf Banken und Finanzmärkte das größte volkswirtschaftliche Risiko. Die Kontroversen um eine Verlängerung der Rettungspakete für Griechenland im dritten Quartal 2015 legen nahe, dass die fragile Lage in Griechenland das Potenzial für eine weitere krisenhafte Zuspitzung birgt. TELEKOMMUNIKATIONSMARKT Der Konsolidierungsdruck in der europäischen Telekommunikationsbranche ist nach wie vor hoch. Gründe dafür sind in erster Linie sinkende Umsätze – u. a. durch den steigenden Wettbewerb. Gleichzeitig sind hohe Investitionen für den Netzausbau nötig. Vor diesem Hintergrund sorgt das gescheiterte Konsolidierungsvorhaben in Dänemark für weitere Unsicherheit in der Branche: Im September 2015 zogen Telenor und TeliaSonera ihre Fusions- pläne zurück, nachdem sich die Parteien nicht mit der EU-Kommission auf geeignete Bedingungen einigen konnten. Es bleibt abzuwarten, welche Signalwirkung diese Entscheidung auf die derzeitigen und zukünftigen Konsolidierungsvorhaben in der EU haben wird. In Großbritannien beab­ sichtigt BT den Erwerb des Joint Ventures EE und Hutchison 3G die Über- nahme von O2 Großbritannien. Diese Vorhaben werden momentan von der Competition & Markets Authority in Großbritannien und der Generaldirektion Wettbewerb bei der EU-Kommission geprüft. Des Weiteren haben Vimpelcom und Hutchison im August 2015 ihr Interesse angekündigt, ein Joint Venture auf dem italienischen Mobilfunk-Markt zu gründen. Europäische Datenschutzgrundverordnung. Einen Teil der digitalen Binnen­ marktstrategie bildet die Reform des Datenschutzes durch die derzeit zur Ver­ handlung stehende Datenschutzgrundverordnung. Europäische Kommission, EU-Rat und Europäisches Parlament haben insgesamt neun Verhandlungs- runden mit dem Ziel angesetzt, bis Ende 2015 zu einer Einigung zu gelangen. Nach derzeitigem Verhandlungsstand sind wichtige Punkte noch in der Diskussion.

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