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Eignung_Lehrerberuf_neu

25Deutsche Telekom Stiftung  Für den Lehrerberuf geeignet? Frühe Bildung Unterricht & mehr Lehrerbildung Talentförderung Impulse Bildung entwickelt. Dabei gilt: Bewerber, die aufgrund ihres Abiturnotendurchschnitts, eines unzureichenden Motivationsschreibens oder fehlender fachspezifischer Zusatzqualifikatio- nen nicht sofort zugelassen werden, werden zu einem persönlichen Gespräch geladen. In dem Auswahlgespräch sollen neben fachlichen und pädagogisch-didaktischen Aspekten auch motivationale und persönliche Voraussetzungen geklärt werden. Die Kandidaten erhalten dann schriftliches und mündliches Feedback. Auch im weiteren Studienverlauf werden mehrfach Beratungsgespräche geführt. Die Studierenden sind angehalten, ein Portfolio zur Dokumentati- on ihrer Entwicklung zu führen. Die Universität Potsdam setzt für einzelne lehr- amtsrelevante Fächer (darunter Chemie sowie Wirtschaft-Arbeit-Technik) zweistufige Eignungs- feststellungsverfahren ein. Im ersten Teil des Verfahrens werden wie in München neben der Abiturnote verpflichtende Motivationsschreiben zugrunde gelegt. Im zweiten Teil des Verfahrens werden Auswahlgespräche mit Fokus auf die persönliche Motivation für ein Lehramtsstudium und/oder Tests durchgeführt. Die Universität Hohenheim sucht 90 Prozent ihrer Studierenden nach hochschulinternen Kriterien aus und setzt dabei Auswahlgespräche für das gymnasiale Lehramt mit Fachrichtung Biologie ein. Die Pädagogische Hochschule Heidelberg nutzt als Auswahlkriterien berufliche oder ehrenamt- liche Tätigkeiten, die Hinweise auf eine beson- dere Eignung und Neigung für das angestrebte Studium sowie den Beruf als Lehrer geben können. Auswahlgespräche und Eignungsfeststellung: Darmstadt, Heidelberg, Hohenheim, Lüne- burg, München (TU) und Potsdam Fast alle Hochschulen, die die Fächer Kunst und Musik anbieten, setzen hierfür Eignungsfeststel- lungsverfahren ein. Diese bestehen häufig aus Arbeitsproben, zum Beispiel für das Fach Kunst. An manchen Hochschulen (Beispiel Braun- schweig) gilt das auch für das Fach Darstellen- des Spiel. Auch der Zugang zum Fach Sport wird häufig mit einer Eignungsüberprüfung gesteuert. In Bayern gibt es eine landesweite Sporteignungsprüfung. In einigen Fällen gibt es auch für die Fremdspra- chen Eignungsüberprüfungen durch Tests oder Sprachproben. Einige Hochschulen setzen auch für den Zugang zu naturwissenschaftlichen Fä- chern auf Eignungsüberprüfungen: An der Tech- nischen Universität Darmstadt gilt dies für Ma- thematik, in Potsdam für Chemie. In Darmstadt soll mit dem Eignungsfeststellungsverfahren für den Studiengang Lehramt an Gymnasien Mathe- matik festgestellt werden, ob die individuellen Voraussetzungen vorhanden sind, die einen erfolgreichen Studienverlauf mit Blick auf eine erfolgreiche Berufsausübung erwarten lassen. Dazu zählen unter anderem ein besonderes Ver- ständnis für abstrakte, logische und insbeson- dere mathematische Fragestellungen, eine hohe Motivation für den Lehrerberuf und das Fach Mathematik, ein ausgeprägtes Interesse an ma- thematischen Fragestellungen und Fragen des Lehrens und Lernens von Mathematik, eine rea- listische Selbsteinschätzung in Hinblick auf die Herausforderungen in Studium und Beruf sowie ein situationsgemäßes Auftreten und gute Kom- munikationsfähigkeit. Die Eignungsfeststellung setzt sich in Darmstadt aus zwei Komponenten zusammen: Die Basis sind die Schulnoten, dazu kommt bei Bedarf ein Eignungsgespräch. Ähnlich geht auch die Technische Universität München vor. Auch sie setzt für ihre Studien- gänge auf Eignungsfeststellungsverfahren. Nach dem Motto „Die Besten an die Schule“ hat die Universität ein zweistufiges Eignungs- feststellungsverfahren für den Lehramts- Bachelorstudiengang Naturwissenschaftliche Bildung und den Masterstudiengang Berufliche Verknüpfung von Selbsterkun- dung und Auswahl in Lüneburg. Die Leuphana Universität Lüneburg war 2008 eine der ersten Hochschulen, die die Nutzung des Laufbahnberatungsprogramms CCT (Career Counselling for Teachers) zur Bedingung für die Zulassung zur Lehrerbildung machte. Ab 2013 sollen die Bewerber für die Lehrerbildung – nach einer zweijährigen Pause – wieder am Zulas- sungstest als zweiter Stufe des Bewerbungsver- fahrens teilnehmen, diesmal ergänzt um Zulas- sungsgespräche. Der Zulassungstest ist nicht lehrerberufsspezifisch angelegt, sondern auf die Anforderungen aller Lüneburger Bachelor- Studiengänge bezogen und kann als Korrektiv für die Abiturnote absolviert werden. Bei der Entwicklung der 2013 erstmalig einge- führten lehrerberufsspezifischen Zulassungsge- spräche (Gruppenverfahren) wurde angesichts der hohen Bewerberzahlen darauf geachtet, den Aufwand für die Gesprächsleitungen begrenzt zu halten. Bei dem Auswahlverfahren geht es neben der Bearbeitung einer Fallgeschichte unter Aspekten der Lehrerrolle auch darum, (1) die Eignungsabklärung künftiger Lehrkräfte zu fokussieren und einen Bezug zu den CCT- Ergebnissen für die Bewerber herzustellen, (2) eine Verknüpfung mit dem in Niedersachsen neu einzuführenden ­Studien-Portfolio zu erarbeiten und (3) ein schriftliches Feedback mit Impulsen für das Studium zu geben. Als erste deutsche Hochschule verknüpft die Leuphana hiermit (ver- pflichtende) Selbstselek­tion mit Fremdselektion.

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