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Eignung_Lehrerberuf_neu

29Deutsche Telekom Stiftung  Für den Lehrerberuf geeignet? Frühe Bildung Unterricht & mehr Lehrerbildung Talentförderung Impulse Auch die Universität Magdeburg bietet eine verpflichtende Studienberatung im ersten Fach­ semester. Dabei werden Selbsterkundung (mit- hilfe von Career Counselling for Teachers, CCT), die schriftliche Reflexion der Berufswahl (über ein Motivationsschreiben) und Beratung mit­ einander verknüpft. Selbsterkundungsimpulse können in der Beratung aufgegriffen und für das Studium genutzt werden. Einen nicht verpflichtenden Weg geht die Uni- versität Bielefeld. Dort wurde das Programm BI:Train entwickelt. BI:Train steht für Beratung – Information – Training. Das Programm macht in Form von Peerberatung, Workshops und einem Development-Center Angebote zur Aus- einandersetzung mit den Aufgabenfeldern und Anforderungen des Lehrerberufs, zur Reflexion der Berufswahlmotive und zur persönlichen Kompetenzentwicklung. Es kann während des gesamten Studiums genutzt werden. Einige Hochschulen bieten zur Reflexion der Ergebnisse aus der Selbsterkundung und zur Lauf- bahnberatung spezielle Beratungstermine oder Seminare an, Beispiele sind Trier mit einem Ange- bot zur persönlichen, bei Bedarf auch diagnose- Beratung im ersten Semester: Bielefeld, Kassel und Magdeburg Die Universität Kassel hat ein verpflichtendes Angebot für Lehramtsstudierende im ersten Studienjahr entwickelt, dessen Ziel vor allem die Entwicklungsberatung ist (www.uni-kassel. de/go/basiskompetenzen). Im Mittelpunkt des zweitägigen Kompaktseminars stehen „psycho- soziale Basiskompetenzen für den Lehrerberuf“. Ziel ist es, (1) die Studierenden in Handlungs- und Übungssituationen über psychosoziale Anforderungen des Lehrerberufs zu informieren, (2) Möglichkeiten zu bieten, eigene Stärken und Entwicklungsfelder kennenzulernen und (3) auf Grundlage standardisierter Beobachtung Rückmeldung zu geben. Die Vermittlung erfolgt erfahrungsbezogen, selbstreflexiv und feedback- gestützt in Kleingruppen zu zwölf Studierenden, die von vier Experten betreut und beobachtet werden. Das Seminar endet mit einem Perspek- tivgespräch, in dem Entwicklungsziele für das weitere Studium geplant werden. Studierende mit ungünstigen Lernvoraussetzungen oder mit grundlegenden motivationalen Unklarheiten bezüglich Studium und angestrebtem Beruf werden zu einem ausführlicheren Beratungsge- spräch eingeladen. Zusammenfassung. Hochschullandschaft zeigt sich heterogen. täten, die man zur Durchführung benötigt. Zu- dem setzen die meisten Hochschulen eher auf Selbsterkundung. Hochschulen, an denen die beiden Verfahren systematisch verknüpft wer- den, die also als ersten Schritt die Selbstselek- tion via Self-Assessment und in einem zweiten, darauf abgestimmten Schritt die Fremdselektion via Auswahlgespräch oder Assessment-Center durchführen, gibt es nach den Recherchen der- zeit nur in Niedersachsen (Lüneburg). Ähnlich ist es bei den Verfahren, bei denen die Entwicklungs- und Laufbahnberatung im Mittel- punkt stehen. Es gibt nur wenige Hochschulen, die über die allgemeine Studienberatung hinaus ausgearbeitete Beratungsansätze mit dem Ziel der Eignungsabklärung und Auseinanderset- zung mit den Berufsanforderungen implemen- Die Bestandsaufnahme der Situation zur Eig- nungsabklärung, Beratung und Bewerberaus- wahl an den Hochschulen in Deutschland zeigt die Heterogenität der unterschiedlichen Ansätze und Zugänge. An einigen Hochschulen nimmt das Thema einen hohen Stellenwert ein, sie stel- len zusätzlich Ressourcen zur Verfügung und betreiben dazu oftmals auch Forschung. Andere wiederum beschränken sich auf einen Hinweis, zum Beispiel einen Internetlink, zu externen Verfahren. Kommen fächerspezifische Auswahlverfahren fast überall dort vor, wo Kunst, Musik und Sport gelehrt werden, sind fächerunspezifische Aus- wahlverfahren oder Assessment-Center eher selten zu finden. Gründe sind sicher der hohe Entwicklungsaufwand und die Personalkapazi- tiert haben. Allerdings erfahren diese Ansätze ei- ne hohe Akzeptanz in der Hochschullandschaft, agieren sie doch nahe an den Formaten, die die Hochschullehre kennt. Erschwerend wirkt sich auch hier der hohe Personalaufwand aus, immer wieder müssen neue Berater geschult werden und es können nur kleine Gruppen von Studie- renden gemeinsam das Verfahren durchlaufen – ein Aufwand, den viele Hochschulen gerade in Zeiten wachsender Studierendenzahlen und doppelter Abiturjahrgänge eher scheuen. gestützten Laufbahnberatung, Marburg, Dresden und Hamburg. Die 2012 gegründete Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung (ABL) an der Universität Frankfurt hält neben Informationen und Checklisten verschiedene Workshops zur Ori- entierung und Reflexion der Eignung vor. An der Technischen Universität Dresden wird im ersten Semester im Rahmen einer Vorlesung ausführlich über die theoretischen Grundlagen der Selbster- kundungsverfahren und die Reflexionsimpulse aus dem Durchlaufen von CCT und FIT diskutiert.

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