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Eignung_Lehrerberuf_neu

8 Deutsche Telekom Stiftung  Für den Lehrerberuf geeignet? Die Bundesländer. Unterschiedliche Grundlagen für die Eignungsabklärung. Die Kategorien. Für die Beschreibung und Analyse der Initiativen der Bundesländer, in deren Lehrerausbildungs- gesetzen die Eignungsabklärung bzw. Reflexion der Berufswahl Lehramt verankert ist, wurden Kategorien entwickelt. Die Kategorienbildung erfolgte induktiv anhand des im Internet zur Ver- fügung stehenden Materials. Zu jeder Kategorie wurden Indikatoren erstellt. Sie machen kennt- lich, ob und in welchem Ausmaß das jeweilige Bundesland diese Kategorie erfüllt. Wenn im Folgenden von Verfahren die Rede ist, sind damit entsprechende online oder real durchge- führte Assessment-Verfahren sowie die damit verbundenen Informations- und Beratungspro- zesse gemeint. Verknüpfung mit dem Studium Das Verfahren dient nicht nur der Eignungsab- klärung in der Bewerbungs- oder Zulassungs- phase bzw. im ersten Semester, sondern ist ein Baustein eines reflektierten Professionalisie- rungsprozesses in der Ausbildung. Indikatoren: n Das Verfahren wird im Bewerbungs- und Aus- bildungsverlauf wiederholt genutzt. n Die Ergebnisse oder Erfahrungen aus der Eignungsabklärung werden im Studium ange- sprochen. n Es gibt eine curriculare Verknüpfung mit wei- teren Elementen im Studium, zum Beispiel mit Beratungsangeboten oder Praktika. Fremdeinschätzung Selbsteinschätzungen bezüglich eignungsrele- vanter Merkmale werden durch Fremdeinschät- zung ergänzt. Die Nutzer erhalten von Mentoren bzw. Beratern eine professionelle Rückmeldung zu den Ergebnissen ihrer Selbsteinschätzung anhand von Beobachtungen in Praktika oder in Studienveranstaltungen. Indikatoren: n Die Mentoren geben den Nutzern Feedback. n Für die Berater steht ein Beratungsleitfaden oder ein (webbasiertes) Fremdeinschätzungs- verfahren zur Verfügung. Das Vorgehen. Die Recherche zu den Lehrerausbildungsge- setzen der Bundesländer erfolgte über das Internet. Als Quellen dienten die Webseiten der Kultusministerkonferenz und des Deutschen Bildungsservers, die Bildungsserver der Bun- desländer sowie die Webseiten der Kultus- und Schulministerien. Darüber hinaus wurden Ex- perten befragt und Informationsbroschüren der Bundesländer ausgewertet. Im Fokus der Recherche stand der berufsbio­ grafische Zeitraum zwischen der Studienwahl und dem Ende des ersten Studiensemesters. Dieser Zeitraum beginnt für die meisten jungen Erwachsenen kurz vor dem Abitur und umfasst die Bewerbung und Zulassung zum Lehramts- studium sowie die Phase der ersten Orientie- rung im Studium. Die Lehrerausbildungsgesetze wurden unter der Fragestellung ausgewertet, ob es für den ge- nannten Zeitraum eine gesetzliche Vorgabe zur Reflexion bzw. Selbstüberprüfung der Eignung und Neigung für ein Lehramtsstudium bzw. den Lehrerberuf und zur Auswahl von Studierenden gibt. Die Recherche richtete sich auf folgende Fragen: n Werden die Schlüsselbegriffe Eignung, Eignungsreflexion, Selbstreflexion, Selbst- einschätzung, Selbsterkundung, Berufswahl- reflexion, Eignungsberatung oder Auswahl- verfahren in den Lehrerausbildungsgesetzen genannt? n Wird in den Gesetzen festgelegt, dass eine Reflexion bzw. Überprüfung der Eignung im Rahmen der Studienbewerbung oder im ers- ten Semester erfolgen soll? Landesweite fächerspezifische Eignungs- feststellungsverfahren (z. B. zum Fach Sport in Bayern) wurden in dieser Recherche nicht berücksichtigt. Begriffsklärung „Hochschule“. Mit dieser Bestandsaufnahme der Länder und lehrerausbildenden Institutionen wird eine ­Vielfalt an Hochschulformen erfasst – von päd­- agogischen Hochschulen über Fachhochschu- len bis zu Universitäten unterschiedlichster Ausrichtung. Der Begriff „Hochschule“ gilt im Folgenden als Oberbegriff für alle diese Einrich- tungen des tertiären Bildungsbereichs.

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